KKA auf Facebook KKA auf twitter KKA auf youtube KKA auf flickr

Eröffnung: 16. 09. 2013Ausstellungsdauer: 17. 09. – 27. 09. 2013

Artikel

 Ausstellungen

Werkpräsentationen der Artists in Residence 03/2013


in der Galerie ArtPoint


Eröffnung: 16. 09. 2013, 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 17. – 27. 09. 2013

Alexandra Galkina, Kiss, Fotografie, 2013
Alexandra Galkina, Kiss, 2013
Alexandra Galkina, Kiss, 2013
Alexandra Galkina, Kiss, 2013
Alexandra Galkina
Alina Gutkina, o.T., Polaroid, 2013
Alina Gutkina, Tags, 2013
Alina Gutkina, Tags, 2013
Alina Gutkina, I wanna know your name. City studies, 2013
Alina Gutkina, I wanna know your name. City studies, 2013
Alina Gutkina, I wanna know your name. City studies, 2013
Alina Gutkina
Dimitar Shopov, RELAX, Videostill, 2013
Dimitar Shopov, Relax, 2013, Sound and vision
Dimitar Shopov, Treasure, 2013, Aluminium AL6061, Bike Components alloy
Dimitar Shopov, Treasure, 2013, Aluminium AL6061, Bike Components alloy
Dimitar Shopov, Torn pages, 2013, Art Therapy
Dimitar Shopov, Torn pages, 2013, Art Therapy
Dimitar Shopov, Hair Clips, 2013, Collection Butterflies
Dimitar Shopov
Fernando do Campo, Constructed shapes series (first-picture), Videostill, work in progress, Wien, 2013
Fernando do Campo, Moving around an Island, 2013, acrylic on linen, 100x120cm
Fernando do Campo, Boogie Nights, 2013
Fernando do Campo


Das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur und KulturKontakt Austria laden zur Werkpräsentation der Artists-in-Residence in die Galerie ArtPoint. Die Künstlerinnen und Künstler Alexandra Galkina (Russland), Alina Gutkina (Russland), Dimitar Shopov (Bulgarien) und Fernando do Campo (Australien/Argentinien) zeigen ihre Arbeiten.

Das BMUKK stellt in Kooperation mit KKA Residence-Stipendien in Wien zur Verfügung. Die Stipendien werden im Rahmen der Artists-in-Residence-Programme vom BMUKK gefördert und von KKA beratend und organisatorisch begleitet.

Galerie ArtPoint: Universitätsstraße 5, 1010 Wien
Beginn 19.00 Uhr
Geöffnet Di, Mi, Fr 14.00 bis 18.00 Uhr, Do 14.00 bis 19.30 Uhr
oder nach telefonischer Vereinbarung +43 1 523 87 65-47

Die russische Künstlerin Alexandra Galkina ist seit vielen Jahren Mitglied unterschiedlicher autonomer Gruppierungen in Moskau. Sie thematisiert Überschreitungen des Alltags und der Politik in Russland. Ihr in Wien entstandenes Werk knüpft an die Klassenkämpfe der 20er- und 30er-Jahre des 20. Jahrhunderts an. Besonderes Augenmerk richtet sie auf Bereiche wie die Arbeiteraufstände im Februar 1934 und die Manifestation sozialer Architektur, den Karl-Marx-Hof im 19. Wiener Gemeindebezirk. Sie fordert dazu auf, die „Klassenfrage politisch wieder zu beleben und sie zu einem Teil der Demokratie zu machen – einer Demokratie, die sich über Jahrzehnte entwickelt hat und Ungleichheit gleichermaßen verschleiert und behauptet“, wie der Historiker und politische Aktivist Ilya Budraitskis zu Galkinas neuer Arbeit schreibt. „Diese politische Rückkehr der Unterdrückten hat nichts mit der stillen Trauer der Besiegten zu tun – so wie der Kuss einer Frau nicht von Schwäche oder Unterwerfung zeugt. Die Berührung der Lippen, ihre Gegenständlichkeit, soll die alten Geschichten der Mauern, den Rhythmus ihrer Vergangenheit und die Demokratie ansprechen...“ (Ilya Budraitskis)

Alina Gutkina, seit einigen Jahren in der Moskauer Subkulturszene aktiv, befasst sich in ihrer künstlerischen Arbeit bevorzugt mit der Suche nach Identität. Dabei interessiert sie sich vor allem für das sie umgebende Milieu und die Generation, die in den frühen 90er-Jahren des 20. Jahrhunderts, kurz nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, geboren wurde. Die Künstlerin untersucht, wie Subkultur zum Mainstream und Widerstand zur Gewohnheit werden und thematisiert den Kult um Männlichkeit innerhalb der Subkultur.

In der Galerie ArtPoint zeigt sie Videos, Polaroids sowie Handyfotos. Im Zentrum der Arbeiten stehen einerseits verlassene Orte und Plätze in Wien, andererseits zeigt die Künstlerin Menschenmengen, die sie aus anonymer Distanz aufgenommen hat. Auch hier geht es ihr um die Suche nach den eigenen Wurzeln, Traditionen und Identitäten.

Der bulgarische Künstler Dimitar Shopov arbeitet spartenübergreifend in den Bereichen Bildende Kunst, Literatur und Performance. Inhaltlich steht in seinen Arbeiten der vermeintliche Müßiggang im Vordergrund, der, wie er meint, ein für unsere Gesellschaft typisches Phänomen ist, ein Teil des zeitgenössischen „Lifestyle“.
Mittels Videos, Musik, Installationen und Zeichnungen möchte Shopov die Zerbrechlichkeit unseres Lebensstils aufzeigen. Kritisch hinterfragt er Lebensweisen und die Suche nach individuellem Gleichgewicht und Ruhe. Shopov: „They call the 21st century ‘Century of depression‘. Is it going to be that century?”

Der junge tasmanische Maler, Fernando do Campo, der in seiner Heimat bereits hohes Ansehen genießt, begegnet seinen Werken und Installationen mit einem holistischen Anspruch, spielt gleichermaßen mit Umwelteinflüssen, neuen Ideen und Figuren wie mit formalen Fragen. In Wien begann do Campo u. a. mit der Arbeit an seiner dritten „Existing shapes series“ und einer Reihe von Gemälden. In seinem von Ganzheitlichkeit geprägten Entscheidungsprozess setzt er Form, Motiv und Farbe gezielt ein, um sich auf häufige Motive des Alltags zu beziehen. So entsteht der Versuch, Landschaften und Orte in eine Ordnung zu bringen, Parameter und Chronologien für sie zu entwickeln und dadurch Ideen temporär festzuhalten.



auf Facebook teilen twitter Drucken