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400 junge Menschen in 16 Schulen aus 10 Ländern Europas nützten das Projekt „Empowering Young People – Connecting Europe” um sich in vier regionalen Themenclustern mit gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen der Donauregion auseinanderzusetzen.

Artikel

 Presse

Juli 2013

Empowering Young People – Connecting Europe


400 junge Menschen in 16 Schulen aus 10 Ländern Europas nützten das Projekt „Empowering Young People – Connecting Europe” um sich in vier regionalen Themenclustern mit gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen der Donauregion auseinanderzusetzen.

Unterstützung fanden sie dabei von 112 Lehrern und Lehrerinnen. Von 03. bis 05. Juli 2013 findet in Wien die große Abschlusskonferenz statt. Durchgeführt wird das Projekt von KulturKontakt Austria, finanziert durch die Europäische Union und das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur. Gastgeber für die Präsentationen sind die Schulen des BFI Wien.

Öffentliche Präsentationen aller Ergebnisse


•    04. Juli, von 09.30 – 12.00 Uhr in den Schulen des BFI Wien, Margaretenstraße 65, 1050 Wien,
•    05. Juli um 16.30 Uhr eine gemeinsame Interaktion aller anwesenden Jugendlichen auf der Donauinsel (km 1.928,90; Reichsbrücke U1), „Leaving traces in Vienna“

Zielsetzung des Flagship-Projektes


Welche Visionen für die Zukunft haben Jugendliche für ihre Region? Was soll sich unbedingt ändern, was gleich bleiben? Wie wollen sie mitgestalten? Edo Kanlic aus Bosnien-Herzegowina bringt das Projekt auf den Punkt: „Wir brauchen Kooperationen ohne Grenzen, die uns trennen. Wir hatten eine harte und schwierige Vergangenheit. Das müssen wir hinter uns lassen!”

Die Donau als gemeinsamer Wirtschaftsfaktor und auch als verbindendes kulturelles Element steht bereits seit 2010 im Zentrum der  „EU Strategie für den Donauraum”. Mehr als 100 Millionen Menschen leben in der Donauregion. Grund genug, diese als eine Schlüsselregion für die EU als Ganzes anzusehen. Die Stärkung der regionalen Kooperationen ist ein wichtiges Instrument, um gemeinsam das wirtschaftliche Potential zu erhöhen und den kulturellen Austausch zwischen den Ländern zu fördern. Im Prioritätsbereich „People & Skills”, der gemeinsam von Österreich (BMUKK und BMASK) und der Republik Moldau koordiniert wird, liegt ein Fokus auf der Einbindung von Jugendlichen in diesen Prozess. Hierzu leistet das Flagship-Projekt „Empowering Young People – Connecting Europe” einen Beitrag.

Einige Facts


•    10 Länder nahmen daran teil: Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Deutschland (Baden-Württemberg), Moldau, Montenegro, Österreich, Rumänien, Serbien, Slowenien und Ukraine
•    4 regionale Schul-Cluster wurden etabliert
•    32 Lehrerinnen und Lehrer arbeiteten aktiv bei der Entwicklung der Projekte mit
•    80 Lehrerinnen und Lehrer wurden regional bei der Umsetzung involviert
•    400 Jugendliche im Alter zwischen 16 und 18 Jahren nahmen in vier Projektclustern in der Donauregion teil
•    1.600 Stakeholder wurden in 10 Ländern über die Projektergebnisse informiert

Die Länder, die Cluster, die Themen


Aus 52 Bewerbungen wurden 10 berufsbildende und 6 allgemeinbildende Schulen (Oberstufe) aus den Ländern der EU Donauraumstrategie ausgewählt. Projektteams aus Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Deutschland (Baden-Württemberg), Moldau, Montenegro, Österreich, Rumänien, Serbien, Slowenien und Ukraine identifizierten mit Beratung von außerschulischen Partner/innen aus  Kultur, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ihre Schwerpunktbereiche: Social Responsibility and Entrepreneurship, Active Citizenship, Cultural Dialogue und Sustainable Development. Jeweils vier Schulen setzten in einem sog. Cluster ein gemeinsames Projekt im jeweiligen Themenbereich um. In vier Cluster Treffen  (in Tuzla/BiH; Bor und Čačak/Serbien und Constanța/Rumänien) wurden im Oktober 2012 jene grenzüberschreitenden Schulprojekte entwickelt, die bis Juni 2013 realisiert wurden. Kanlic: „Mein Fokus lag auf dem kulturellen Dialog, um viele Stereotypen – auch in Bosnien-Herzogowina – aufzubrechen.”

Schulen des Clusters „Social Responsibility and Entrepreneurship” nahmen sich des brennenden Themas der Jugendarbeitslosigkeit an und erhoben die Situation in den Partnerländern Moldau, Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Rumänien. In einem weiteren Schritt sensibilisierte eine Kampagne das Bewusstsein bei Wirtschaftstreibenden und Opinion Leadern, um zu zeigen, welches Potential für den Arbeitsmarkt verloren geht, wenn Jugendliche keine Zugangsmöglichkeiten haben. „Together for a Job – Youth Campain against Youth Unemployment in the Danube” lautet der Titel des ambitionierten Projektes.

Wer beeinflusst, wie Jugendliche sich selbst kulturell zu definieren? Dieser Frage ging der Cluster „Cultural Dialogue” nach und analysierte, welche Einflussfaktoren Schulen nützen könnten, um das Miteinander in kultureller Vielfalt zu fördern. 24 Kurzvideos, sogenannte „Stories of Everyday Life of Students in Four Countries” geben nun Einblicke in das Schulleben und die Freizeit der vier unterschiedlichen Projektpartner aus Serbien, Deutschland, Österreich und der Ukraine. Die Jugendlichen analysierten anhand der „Stories”, welche Ähnlichkeiten und Unterschiede es im Alltagsleben der Ländern gibt und inwieweit diese den ursprünglichen Erwartungen der Jugendlichen entsprechen.

Der Frage, wie mit gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ressourcen besser umgegangen werden kann, widmete sich der Nachhaltigkeitscluster „Sustainable Development”. Auch in diesem Cluster wurde auf Bewusstseinsbildung gesetzt. Rund um das Thema „Recycling”  entwickelten Jugendliche Maßnahmen, mit denen sie das Bewusstsein von Kindern in Kindergärten in diesem Bereich stärken können. „Kids Recycle – Awareness Raising Campaigns in Kindergartens for Recycling” wurde von den Projektschulen aus Slowenien, Bulgarien, Deutschland und Serbien initiiert.

„Active Citizenship” war Schulen aus Moldau, Montenegro, Rumänien und Bosnien-Herzegowina ein besonderes Anliegen. Sie richteten den Fokus auf die Situation von benachteiligten Bevölkerungsgruppen und deren Bedarfe. Jugendliche sollen a la longue für Freiwilligenarbeit gewonnen und im Projekt erste Erfahrungen sammeln können, die sie im  Anschluss mit ihren Kollegen/innen aus den Ländern reflektieren.

Die Schulteams wurden von Expertinnen und Experten bei der Entwicklung der Ideen unterstützt. Auch während der Projektphase standen externe Expertinnen und Experten für die inhaltliche Beratung der Schulen zur Verfügung. Neben den regionalen Treffen fand der Hauptteil der Projektkommunikation über Social Media und einer Internetplattform mit Blogs statt. Die Arbeitssprachen spiegeln die Vielfalt der Regionen wider. Neben der englischen Sprache wurde auch in den Sprachen der Regionen kommuniziert. Die Ergebnisse der Projekte und der Erfahrungen in ihrer Erarbeitung und Umsetzung werden Ende 2013 in einem „Danube Region Project Portfolio” interessierten Schulen zur Verfügung gestellt werden.


Cluster A - Active Citizenship
“Supporting Vulnerable Groups in Society – Promoting Voluntarism among Students”:
Developing knowledge, skills and attitudes of students to participate as volunteers in their local communities and raising their awareness for the situation of vulnerable groups.
Participating Schools:
High School Liceul Teoretic "Mihail Sadoveanu" Calarasi, Moldova
Mixed vocational school "17th september" Zabljak, Montenegro
“George Cǎlinescu“ High School Constanta, Romania
High School Centre Pale, Bosnia and Herzegovina

Cluster B - Cultural Dialogue
“Stories of Everyday Life of Students in Four Countries – an Intercultural Comparison”: Erasing frontiers by knowing our similarities and differences.
Participating Schools:
Economy and Trade School Bor, Serbia
„Ferdinand-von-Steinbeis“ School Tuttlingen, Germany
Schools of BFI Vienna, Austria
Secondary school #8 of I-III grades Odessa, Ukraine

Cluster C - Sustainable Development
“Kids Recycle - Awareness Raising Campaigns in Kindergartens for Recycling”: Students raise awareness of children for sustainable development.
Participating Schools:
Biotechnical School Centre Naklo, Slovenia
“Georgi Rakovski” High School of Commerce Varna, Bulgaria
High School of Commerce Geislingen, Germany
Secondary School of Economics Čačak, Serbia

Cluster D - Social Responsibility and Entrepreneurship
“Together for a Job - Youth Campaign against Youth Unemployment in the Danube Region”: A project to change the mind-sets of young people and to raise public awareness for youth unemployment.
Participating Schools:
Financial – Banking College Chisinau, Moldova
Secondary School of Economics Tuzla, Bosnia and Herzegovina
Secondary Mixed School "Beco Basic" Plav, Montenegro
Superior School of Commerce "N. Kretzulescu" Bucuresti, Romania



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