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Eröffnung: 18. 03. 2013Ausstellungsdauer: 19. – 29. 03. 2013

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 Ausstellungen

Werkpräsentationen der Artists in Residence 01/2013


Eröffnung: 18. 03. 2013
Ausstellungsdauer: 19. – 29. 03. 2013

Dumitru Oboroc, Planking Art, photography, 30x45cm, Vienna 2013
Dumitru Oboroc, Planking Art, photography, 30x45 cm, Vienna 2013
Dumitru Oboroc, Planking Art, photography, 30x45 cm, Vienna 2013
Dumitru Oboroc
Katarina Zdjelar, Rise Again, Video, 2011
Katarina Zdjelar, My lifetime (Malaika), Video, 2012
Katarina Zdjelar, My lifetime (Malaika), Video, 2012
Katarina Zdjelar
Nathalie Noé Adam, 39km de solitude, Wandinstallation, 2013
Nathalie Noé Adam, 39km de solitude, Wandinstallation, 2013
Nathalie Noé Adam, 39km de solitude, Wandinstallation, 2013
Portrait Nathalie Noé Adam
Mona Bozorgi, I am glad for having numerous choices, series, digital print on photography paper, 30x20 cm, 2013
Mona Bozorgi, I am glad for having numerous choices, series, digital print on photography paper, 30x20 cm, 2013
Mona Bozorgi, I am glad for having numerous choices, series, digital print on photography paper, 60x40 cm, 2013
Mona Bozorgi
F. Ceren Çağlar, Lack of Colour, Mischtechnik auf Papier, 25x21 cm, 2013
F. Ceren Çağlar, Am I Collector?, Mischtechnik auf Papier, 30x40 cm, 2013
F. Ceren Çağlar, Back to The Green, Papier und Acryl auf Leinwand, jedes Stück 15x15 cm, 2013
F. Ceren Çağlar


Das BMUKK und KulturKontakt Austria laden zu den Werkpräsentationen der Artists in Residence an zwei Ausstellungsorte. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten Katarina Zdjelar aus Serbien und Dumitru Oboroc aus der Republik Moldau zeigen ihre Arbeiten in der Galerie ArtPoint. Die Werke der Stipendiatinnen und Stipendiaten F. Ceren Çağlar aus der Türkei, Nathalie Noé Adam aus Luxemburg sowie Mona Bozorgi aus dem Iran sind im Ausstellungsraum des BMUKK am Concordiaplatz zu sehen.

Ausstellungsraum BMUKK: Concordiaplatz 2, 1010 Wien
Beginn 17.00 Uhr
Geöffnet werktags von 10.00 bis 17.00 Uhr    

Galerie ArtPoint: Universitätsstraße 5, 1010 Wien
Beginn 19.00 Uhr

Geöffnet Di, Mi, Fr 14.00 bis 18.00 Uhr, Do 14.00 bis 19.30 Uhr
oder nach telefonischer Vereinbarung +43 1 523 87 65-47

Werkpräsentationen in der Galerie ArtPoint


Dumitru Oboroc aus Moldau beschäftigt sich in vielen seiner Werke mit der Auswirkung geopolitischer Grenzen auf die kulturelle und ethnische Identität. Er hinterfragt und kritisiert aber oft auch Kunst- und den Kultureinrichtungen.
In der Galerie ArtPoint zeigt er die Fotoserie „Planking Art“, die ihn selbst beim Planking in verschiedenen Wiener Museen zeigt. Durch die bewusste Wahl des Ortes, an dem er sich starr auf den Boden legt, führt Oboroc das Internet-Phänomen weiter und bringt es von öffentlichen Plätzen weg in einen Kunstraum. Damit wirft er die Frage auf, inwieweit der Ort eine Handlung bestimmt: Handelt es sich im konkreten Fall um Planking oder um eine künstlerische Performance?
Bei seiner Intervention in der Galerie ArtPoint führt er die bereits vorhandene Raumintervention der ehemaligen KKA-Stipendiaten Albin Muja und Ivan Moudov weiter, indem der die Wände im gleichen Grauton wie den Boden und die Stiege streicht. Oboroc fragt damit, ob er als Künstler eine bereits existierende künstlerische Arbeit weiterführen darf und wie langfristig er als Künstler in einen Galerieraum einwirken kann.
Mit seinem Video „Lollipop vs. Europe“ nimmt er Bezug auf seine positiven und negativen Erfahrungen als Künstler, der dank verschiedener Stipendien unterschiedliche Länder und Gesellschaften kennen lernt.

Katarina Zdjelar setzt sich in ihren Arbeiten mit der Idee des Fremdseins auseinander. Viele ihrer Projekte entstehen im Umfeld von Personen, die sich in einer Realität jenseits ihrer gewohnten familiären Umstände wiederfinden. Geregelte Systeme (Wissen, Sprache, Ideologie) werden gebrochen durch Stimmen (Amateure, Fremde, Kinder), die aus einem nicht autoritären Umfeld kommen und damit den Kontext von Ethik und Werten hinterfragen.
Im Video „My lifetime (Malaika)“ rückt sie Ghanas National Symphony Orchestra in den Blickwinkel. Gegründet nach der Wiedererlangung der Unabhängigkeit des Landes in den späten 1950ern sollte es die Entwicklung des Landes von der Kolonialherrschaft zu einem
unabhängigen Staat unterstützen und helfen, ein Nationalbewusstsein zu entwickeln. Damit verbunden war die Loslösung von der traditionellen Partizipation des Publikums bei Konzerten. Nach mehreren gesellschaftlichen Veränderungen hat das Orchester nur mehr eine geringe Bedeutung in der Gesellschaft und erhält keine finanzielle Unterstützung. Eine Auflösung des Orchesters würde zu politischen Unruhen führen.
Im Zentrum ihres zweite Videos, „Rise Again“ (2011), stehen Asylwerber aus Afghanistan. Zdjelar dokumentiert, wie diese im Wald neben dem Asylzentrum mit Hilfe von Kung Fu aus ihrer Rolle als Flüchtlinge heraustreten und so versuchen, ein neues Selbstverständnis zu entwickeln. In allegorischen Bildern, angereichert durch Kampfsportelemente, erzählt das Video von den Transformationen dieser Männer. Dabei lässt Zdjelar offen, ob die Rollen, in die sie schlüpfen, bereits verinnerlicht sind oder gespielt werden.

Werkpräsentationen im Ausstellungsraum des BMUKK


In den Arbeiten der aus Luxemburg stammenden Künstlerin Nathalie Noé Adam spielt Zeit eine zentrale Rolle. Die in Wien entstandenen Werke sind Teil der Serie „39 km Einsamkeit“ und sind „vielleicht ein Versuch das zeitgenössische Tempo runter zu schrauben“ (N. Noé Adam). Im Zentrum der Arbeit steht der Stratosphärensprung von Felix Baumgartner, den Noé Adam mit dem Vergehen der Zeit und dem Umgang mit Einsamkeit verbindet. Um eine Bilderserie zusammenzustellen, hat Noé Adam Ausschnitte aus verschiedenen YouTube-Videos benutzt, sie wie Zeitungsausschnitte zusammengeschnitten und weiterverwendet. „Ich stoppe die Zeit um das Geschehen besser betrachten zu können“, so Noé Adam. Dabei legt sie großen Wert darauf, dass der filmische Ursprung erkennbar bleibt, gleichzeitig verweist sie auf die unterschiedlichen Sichtweisen und Interpretationsmöglichkeiten jeder beliebigen Geschichte.

Die aus dem Iran stammende Künstlerin Mona Bozorgi arbeitet mit dem Medium der Fotografie. Inhaltlich setzt sie sich mit der Gesellschaft im Iran auseinander. Bozorgi thematisiert die vorgegebenen Regeln und Gesetze und ihre Auswirkungen auf das Verhalten der Menschen im öffentlichen oder im privaten Leben. Das führt dazu, dass sich insbesondere Frauen, wie Bozorgi berichtet, „im öffentlichen Leben und in der Gesellschaft völlig anders verhalten müssen, als es ihrem Innersten entspricht“. Mit ihrer Fotografie versucht Bozorgi diese unterschiedlichen Aspekte des Lebens im Iran wiederzugeben.

F. Ceren Çağlar aus der Türkei verwendet für ihre Arbeiten gebrauchte Materialien, die sie mit monochromen Farben überarbeitet. So greift sie beispielsweise auf Zeitungen oder alte Buchseiten zurück, um ihnen neuerlich Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Sie selbst sieht darin eine Möglichkeit bereits Wahrgenommenes ein zweites Mal zu entdecken und spricht von ihren Arbeiten als einen Versuch „eine Brück zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu schlagen“.



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