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Das BMUKK und KulturKontakt Austria laden zu den Werkpräsentationen der Artists in Residence an zwei Ausstellungsorte. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten Katarina Zdjelar aus Serbien und Dumitru Oboroc aus der Republik Moldau zeigen ihre Arbeiten in der Galerie ArtPoint. Die Werke von F. Ceren Çağlar aus der Türkei, Nathalie Noé Adam aus Luxemburg sowie Mona Bozorgi aus dem Iran sind im Ausstellungsraum des BMUKK am Concordiaplatz zu sehen.Ausstellungseröffnung: 18. 03. 2013Ausstellungsraum BMUKK: Concordiaplatz 2, 1010 WienBeginn 17.00 Uhr Geöffnet 19., 22. und 25. bis 29. 03., 10.00 bis 17.00 UhrGalerie ArtPoint: Universitätsstraße 5, 1010 Wien Beginn 19.00 Uhr Ausstellungsdauer: 19. – 29. 03. 2013Geöffnet Di, Mi, Fr 14.00 bis 18.00 Uhr, Do 14.00 bis 19.30 Uhrwww.facebook.com/kulturkontaktwww.twitter.com/kulturkontakt Dumitru Oboroc, Planking Art, Photography, Wien 2013©

Artikel

 Presse

März 2013

Werkpräsentationen der Artists in Residence 01/2013


in der Galerie ArtPoint und im Ausstellungsraum des BMUKK


Das BMUKK und KulturKontakt Austria laden zu den Werkpräsentationen der Artists in Residence an zwei Ausstellungsorte. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten Katarina Zdjelar aus Serbien und Dumitru Oboroc aus der Republik Moldau zeigen ihre Arbeiten in der Galerie ArtPoint. Die Werke von F. Ceren Çağlar aus der Türkei, Nathalie Noé Adam aus Luxemburg sowie Mona Bozorgi aus dem Iran sind im Ausstellungsraum des BMUKK am Concordiaplatz zu sehen.

Ausstellungseröffnung: 18. 03. 2013
Ausstellungsraum BMUKK: Concordiaplatz 2, 1010 Wien
Beginn 17.00 Uhr
Geöffnet 19., 22. und 25. bis 29. 03., 10.00 bis 17.00 Uhr
Galerie ArtPoint: Universitätsstraße 5, 1010 Wien
Beginn 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 19. – 29. 03. 2013
Geöffnet Di, Mi, Fr 14.00 bis 18.00 Uhr, Do 14.00 bis 19.30 Uhr

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Forografie einer Performance von Dumitru Oboroc
Dumitru Oboroc, Planking Art, Photography, Wien 2013
©Dumitru Oboroc
 Dumitru Oboroc, Planking Art, Photography, Wien 2013
Copyright: Dumitru Oboroc

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Videostill von Katarina Zdjelar
Katarina Zdjelar, Rise Again, Video, 2011
©Katarina Zdjelar
 Katarina Zdjelar, Rise Again, Video, 2011
Copyright: Katarina Zdjelar

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Abbildung eines Kunstwerks von Nathalie Noé Adam
Nathalie Noé Adam, jusqu'ici tout va bien, Mischtechnik auf Papier, 2013
©Nathalie Noé Adam
 Nathalie Noé Adam, jusqu'ici tout va bien, Mischtechnik auf Papier, 2013
Copyright: Nathalie Noé Adam

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Abbildung eines Kunstwerks von Mona Bozorgi
Mona Bozorgi, I am glad for having numerous choices, Photography, 2013
©Mona Bozorgi
 Mona Bozorgi, I am glad for having numerous choices, Photography, 2013
Copyright: Mona Bozorgi

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Werkabbildung von F. Ceren Çağlar
F. Ceren Çağlar, Lack of Colour, Mischtechnik auf Papier, 2013
©F. Ceren Çağlar
 F. Ceren Çağlar, Lack of Colour, Mischtechnik auf Papier, 2013
Copyright: F. Ceren Çağlar

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Werkpräsentationen in der Galerie ArtPoint


Dumitru Oboroc aus Moldau beschäftigt sich in vielen seiner Werke mit der Auswirkung geopolitischer Grenzen auf die kulturelle und ethnische Identität. Er hinterfragt und kritisiert aber oft auch Kunst- und den Kultureinrichtungen.
In der Galerie ArtPoint zeigt er die Fotoserie „Planking Art“, die ihn selbst beim Planking in verschiedenen Wiener Museen zeigt. Durch die bewusste Wahl des Ortes, an dem er sich starr auf den Boden legt, führt Oboroc das Internet-Phänomen weiter und bringt es von öffentlichen Plätzen weg in einen Kunstraum. Damit wirft er die Frage auf, inwieweit der Ort eine Handlung bestimmt: Handelt es sich im konkreten Fall um Planking oder um eine künstlerische Performance?
Bei seiner Intervention in der Galerie ArtPoint führt er die bereits vorhandene Raumintervention der ehemaligen KKA-Stipendiaten Albin Muja und Ivan Moudov weiter, indem der die Wände im gleichen Grauton wie den Boden und die Stiege streicht. Oboroc fragt damit, ob er als Künstler eine bereits existierende künstlerische Arbeit weiterführen darf und wie langfristig er als Künstler in einen Galerieraum einwirken kann.
Mit seinem Video „Lollipop vs. Europe“ nimmt er Bezug auf seine positiven und negativen Erfahrungen als Künstler, der dank verschiedener Stipendien unterschiedliche Länder und Gesellschaften kennen lernt.

Katarina Zdjelar setzt sich in ihren Arbeiten mit der Idee des Fremdseins auseinander. Viele ihrer Projekte entstehen im Umfeld von Personen, die sich in einer Realität jenseits ihrer gewohnten familiären Umstände wiederfinden. Geregelte Systeme (Wissen, Sprache, Ideologie) werden gebrochen durch Stimmen (Amateure, Fremde, Kinder), die aus einem nicht autoritären Umfeld kommen und damit den Kontext von Ethik und Werten hinterfragen.
Im Video „My lifetime (Malaika)“ rückt sie Ghanas National Symphony Orchestra in den Blickwinkel. Gegründet nach der Wiedererlangung der Unabhängigkeit des Landes in den späten 1950ern sollte es die Entwicklung des Landes von der Kolonialherrschaft zu einem
unabhängigen Staat unterstützen und helfen, ein Nationalbewusstsein zu entwickeln. Damit verbunden war die Loslösung von der traditionellen Partizipation des Publikums bei Konzerten. Nach mehreren gesellschaftlichen Veränderungen hat das Orchester nur mehr eine geringe Bedeutung in der Gesellschaft und erhält keine finanzielle Unterstützung. Eine Auflösung des Orchesters würde zu politischen Unruhen führen.
Im Zentrum ihres zweite Videos, „Rise Again“ (2011), stehen Asylwerber aus Afghanistan. Zdjelar dokumentiert, wie diese im Wald neben dem Asylzentrum mit Hilfe von Kung Fu aus ihrer Rolle als Flüchtlinge heraustreten und so versuchen, ein neues Selbstverständnis zu entwickeln. In allegorischen Bildern, angereichert durch Kampfsportelemente, erzählt das Video von den Transformationen dieser Männer. Dabei lässt Zdjelar offen, ob die Rollen, in die sie schlüpfen, bereits verinnerlicht sind oder gespielt werden.

Werkpräsentationen im Ausstellungsraum des BMUKK


In den Arbeiten der aus Luxemburg stammenden Künstlerin Nathalie Noé Adam spielt Zeit eine zentrale Rolle. Die in Wien entstandenen Werke sind Teil der Serie „39 km Einsamkeit“ und sind „vielleicht ein Versuch das zeitgenössische Tempo runter zu schrauben“ (N. Noé Adam). Im Zentrum der Arbeit steht der Stratosphärensprung von Felix Baumgartner, den Noé Adam mit dem Vergehen der Zeit und dem Umgang mit Einsamkeit verbindet. Um eine Bilderserie zusammenzustellen, hat Noé Adam Ausschnitte aus verschiedenen YouTube-Videos benutzt, sie wie Zeitungsausschnitte zusammengeschnitten und weiterverwendet. „Ich stoppe die Zeit um das Geschehen besser betrachten zu können“, so Noé Adam. Dabei legt sie großen Wert darauf, dass der filmische Ursprung erkennbar bleibt, gleichzeitig verweist sie auf die unterschiedlichen Sichtweisen und Interpretationsmöglichkeiten jeder beliebigen Geschichte.

Die aus dem Iran stammende Künstlerin Mona Bozorgi arbeitet mit dem Medium der Fotografie. Inhaltlich setzt sie sich mit der Gesellschaft im Iran auseinander. Bozorgi thematisiert die vorgegebenen Regeln und Gesetze und ihre Auswirkungen auf das Verhalten der Menschen im öffentlichen oder im privaten Leben. Das führt dazu, dass sich insbesondere Frauen, wie Bozorgi berichtet, „im öffentlichen Leben und in der Gesellschaft völlig anders verhalten müssen, als es ihrem Innersten entspricht“. Mit ihrer Fotografie versucht Bozorgi diese unterschiedlichen Aspekte des Lebens im Iran wiederzugeben.

F. Ceren Çağlar aus der Türkei verwendet für ihre Arbeiten gebrauchte Materialien, die sie mit monochromen Farben überarbeitet. So greift sie beispielsweise auf Zeitungen oder alte Buchseiten zurück, um ihnen neuerlich Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Sie selbst sieht darin eine Möglichkeit bereits Wahrgenommenes ein zweites Mal zu entdecken und spricht von ihren Arbeiten als einen Versuch „eine Brück zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu schlagen“.

Internationale Residence-Programme


Die internationalen Residence-Programme werden vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur gefördert und von KulturKontakt Austria beratend und organisatorisch begleitet. Sie verfolgen das Ziel, innerhalb Österreichs das Interesse und die Auseinandersetzung mit dem Kultur- und Geistesleben anderer Länder zu wecken. Es gibt Programme für bildende Kunst und Design, Literatur und Übersetzung, Musik, zeitgenössischen Tanz, Kulturvermittlung sowie für Kurator/innen.

Das Artists-in-Residence-Programm für bildende Kunst zeichnet sich durch seine besondere Kontinuität aus. Es gibt nur wenige Programme, die über einen so langen Zeitraum und mit solcher Konsequenz verfolgt wurden wie dieses. Das Programm wird seit 1992 ausgeschrieben. Bislang haben sich mehr als 5.600 Kunstschaffende beworben, 248 Künstlerinnen und Künstler nahmen von 1992 bis einschließlich 2012 am Programm teil. In Ost- und Südosteuropa zählt es zu den wichtigsten und bekanntesten Stipendien.

KKA verpflichtet sich bei der Gestaltung seiner Programme dem Gedanken der Diversität. Dies betrifft auch die internationalen Residence-Programme, die seit 2013 Kunstschaffenden aus aller Welt offen stehen. Unter dem Aspekt von Vielfalt und Unterschiedlichkeit ist es KKA ein Anliegen, auch bei diesen Programmen im Sinne eines chancengerechten Zugangs zu Kultur und Kunst für Alle zu agieren.

Mit den Residence-Programmen unterstützt KKA die Kontaktaufnahme und den Austausch der Künstlerinnen und Künstler mit der österreichischen und internationalen Kunstszene. Zusätzlich ist es KKA wichtig, die Kontakte mit den Künstlerinnen und Künstlern nicht auf den Residence-Aufenthalt zu beschränken, sondern diese zu pflegen und weiterhin die Zusammenarbeit zu suchen. So ist es KKA gelungen, viele nachhaltige und dauerhafte Kontakte aufzubauen und maßgeblich zum Aufbau eines engen Netzwerkes mit Kultur- und Partnerinstitutionen beizutragen. Besonderes Augenmerk wird im Sinne einer Nachhaltigkeit der Programme auf den Aufbau eines Mentoringsystems gelegt.



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