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Die Kunstschaffenden Hrvoje Hiršl aus Kroatien, Anastasia Ryabova aus Russland und Özlem Sulak aus der Türkei sind drei Monate in Wien zu Gast bei KKA und präsentieren im Rahmen der Ausstellung Arbeiten, die während dieser Zeit entstanden sind.

Artikel

 Ausstellungen

Werkpräsentationen der Artists in Residence 02/2012


Zeitgenössische Kunst aus Kroatien, Russland und der Türkei


Hrvoje Hiršl, Resonance (The Bell), 2012, Industrial steel tube, audio speaker, audio amplifier, 100x30cm, 30kg
Hrvoje Hiršl, 400 Hz, Brown noise, 300 Hz, 2012, laser printer powder toner on paper, steel frames, 100x50cm
Hrvoje Hiršl, Brown noise, 2012, laser printer powder toner on paper, steel frames, 100x50cm
Hrvoje Hiršl
Anastasia Ryabova, New World Order, 2012, 24 digital prints on self-adhesive foil, aprox. 21x30cm each
Anastasia Ryabova, New World Order, 2012, 24 digital prints on self-adhesive foil, aprox. 21x30cm each
Anastasia Ryabova, New World Order, 2012, 24 digital prints on self-adhesive foil, aprox. 21x30cm each
Anastasia Ryabova
Özlem Sulak, Fictive Presence, 2012, Installation, Postcards
Özlem Sulak, September 12, 2011, HD-Video, sound, 19’10’’
Özlem Sulak, September 12, 2011, HD-Video, sound, 19’10’’
Özlem Sulak


Die Kunstschaffenden Hrvoje Hiršl aus Kroatien, Anastasia Ryabova aus Russland und Özlem Sulak aus der Türkei sind drei Monate in Wien zu Gast bei KKA und präsentieren im Rahmen der Ausstellung Arbeiten, die während dieser Zeit entstanden sind.

Ausstellungseröffnung: 20. 06. 2012, 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 
21. 06. - 27. 07. 2012

Hrvoje Hiršl arbeitet im Bereich von Crossmedia. Er übersetzt scheinbar einfache Ideen mittels visueller und akustischer Kanäle in komplexe Zusammenhänge und kreiert dadurch neue Räume. Bei seiner Arbeit „Resonance (The Bell)“, die er in der Galerie ArtPoint zeigt, setzt er mit einer rostigen, von der Decke hängenden Röhre einen Kontrapunkt zu den weißen gestrichenen Wänden und der klassizistischen Deckenverzierung. Die Röhre, obwohl von bescheidenem Ausmaß, nimmt den Raum sowohl optisch als auch akustisch mittels Sound und Vibrationen ein.
Bei seiner zweiten Arbeit, „prints“, setzt Hiršl akustische Wellen ein, um – ohne menschliches Zutun – Druckgrafiken herzustellen. Durch Schallwellen ändert sich den Pigmetauftrag auf der Plexiglasplatte und wird von einer statischen zu einer bewegten Form. So entsteht eine Grafik durch einen mechanischen Vorgang ohne einen menschlichen Eingriff. Hiršl dazu: „Print is a memory, a recording of some force, some event preserved on the surface. Particles that are in one moment static, in the other one take a form of some event preserved in their shape. Stimulating them by sound, they move, create patterns, shapes, textures.”

Anastasia Ryabova setzt sich in ihrer Arbeit mit Verbotsschildern im öffentlichen Raum auseinander. Sie hinterfragt deren Bedeutung und Notwendigkeit, indem sie diesen Schildern selbst entworfene, großteils auffallend bunte Tafeln gegenüberstellt. In der Ausstellung zeigt sie ihre eigenen Verbotsschilder sowie eine Fotodokumentation, bei der die von Ryabova entworfenen Arbeiten neben realen Schildern in der Stadt positioniert sind.

Özlem Sulak sieht ihre künstlerische Arbeit als eine Antwort auf Ideologien, individuelle Reaktionen oder poltische Entscheidungen. Dabei spart sie jeglichen moralischen oder belehrenden Kommentar aus. Sie zeigt Menschen, deren Leben durch äußere Ereignisse geprägt wurden, Menschen, die ihre Stellung in der Gesellschaft auf beherzte, mutige, manchmal auch fröhliche Art und Weise suchen.
Für ihre Arbeit „Fictive Presence“ hat Sulak 250 Postkarten anfertigen lassen, die auf ihre für acht Monate ausgestellte „Fiktionsbescheinigung“ Bezug nehmen: Was versteht man unter diesem Begriff, für wen ist er relevant und welche Art von Präsenz kann als „Fiktion“ bezeichnet werden?
In ihrem Video „September 12“ (DE, 2011) verweist Sulak auf den Militärputsch am 12. September 1980. Im Zuge des Putsches wurden alle politischen Parteien verboten, die Regierung wurde ihres Amtes enthoben und rund 60.000 Menschen flohen nach Deutschland. In diesem Video lässt Sulak einige der damaligen Flüchtlinge über ihre Situation während und nach dem Putsch sowie über ihre erste Zeit in Deutschland sprechen. „There is a conjunctive aspect to this search: Memory, either conscious or unconscious, structures our life and unites our experiences of the past with those of the future”, so Sulak.

Das Gastatelier-Programm


KulturKontakt Austria hat 2012 12 junge Künstlerinnen und Künstler als Artists in Residence nach Wien eingeladen. In vier Ausstellungen in der Galerie ArtPoint zeigen sie u.a. Werke, die sie während ihres dreimonatigen Wien-Aufenthalts entwickeln. Das Artists-in-Residence-Programm wendet sich an bildende Künstlerinnen und Künstler und Fotograf/innen aus Ost-, Südosteuropa und der Türkei und wird seit 1992 von KulturKontakt Austria ausgeschrieben. Seit Beginn des
Programms haben sich mehr als 5.600 Künstlerlnnen beworben, 248 (inkl. 2012) Künstlerinnen und Künstler nahmen am Programm teil. Mit dem Artists-in-Residence-Programm unterstützt KulturKontakt Austria die Kontaktaufnahme und den Austausch der Künstlerinnen und Künstler mit der österreichischen und internationalen Kunstszene.



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