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Three artists from Armenia tell of the difficulties of surviving in times of social uncertainty. At the invitation of KulturKontakt Austria, the Armenian artist and curator Arpine Tokmajyan curated the exhibition “Ambiguous Boundaries”, which presents works by Karine Matsakyan, Mher Azatyan and Karen Alekyan.Vernissage: Wednesday, 18 January 2012, 7 p.m.Exhibition duration: 19 January - 24 February 2012Mon. to Fri., 2 p.m. to 6 p.m.Location: Galerie ArtPoint,Universitätsstraße 5, 1010 Vienna Karen Alekyan, Beyond the Fence, 2010©Karen Alekyan  Karen Alekyan, Beyond the Fence, 2010Copyright: Karen AlekyanDateityp: JPGAuflösung: 913x648px download... Karen Alekyan, Beyond the Fence, 2010©Karen Alekyan  Karen Alekyan, Beyond the Fence, 2010Copyright: Karen AlekyanDateityp: JPGAuflösung: 5000x3536px download... Mher Aza

Artikel

 Presse

Dezember 2011

Ambiguous Boundaries / Verschwommene Grenzen


Positionen zeitgenössischer Kunst aus Armenien


Drei Künstlerinnen und Künstler aus Armenien erzählen von den Schwierigkeiten, in Zeiten sozialer Unsicherheit zu überleben. Auf Einladung von KulturKontakt Austria kuratiert die armenische Künstler/in und Kuratorin Arpine Tokmajyan die Ausstellung „Ambiguous Boundaries“ und präsentiert Arbeiten von Karine Matsakyan, Mher Azatyan und Karen Alekyan.

Vernissage: Mittwoch, 18.01.2012, 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 19.01. - 24.02.2012
Mo – Fr, 14.00 bis 18.00 Uhr
Ort: Galerie ArtPoint,
Universitätsstraße 5, 1010 Wien

Zeichnung von Karen Alekyan
Karen Alekyan, Beyond the Fence, 2010
©Karen Alekyan
 Karen Alekyan, Beyond the Fence, 2010
Copyright: Karen Alekyan

Dateityp: JPG
Auflösung: 913x648px
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Zeichnung von Karen Alekyan
Karen Alekyan, Beyond the Fence, 2010
©Karen Alekyan
 Karen Alekyan, Beyond the Fence, 2010
Copyright: Karen Alekyan

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Auflösung: 5000x3536px
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Kunstwerk von Mher Azatyan
Mher Azatyan, In Sadness People are Together, 2011/2012
©Mher Azatyan
 Mher Azatyan, In Sadness People are Together, 2011/2012
Copyright: Mher Azatyan

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Kunstwerk von Mher Azatyan
Mher Azatyan, In Sadness People are Together, 2011/2012
©Mher Azatyan
 Mher Azatyan, In Sadness People are Together, 2011/2012
Copyright: Mher Azatyan

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Kunstwerk von Mher Azatyan
Mher Azatyan, In Sadness People are Together, 2011/2012
©Mher Azatyan
 Mher Azatyan, In Sadness People are Together, 2011/2012
Copyright: Mher Azatyan

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Kunstwerk von Karine Matsakyan
Karine Matsakyan, City Crisis, 2008
©Karine Matsakyan
 Karine Matsakyan, City Crisis, 2008
Copyright: Karine Matsakyan

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Die in der Ausstellung präsentierten Arbeiten fragen nach den Möglichkeiten, wie man sich in einer Welt mit sich stark veränderndem Wertesystem einrichtet und behauptet. Dabei gehen die Künstlerinnen und Künstler von ihrem Heimatland aus: Armenien.
Alle drei haben die Zeit der Sowjetära bewusst erlebt. Nun zeigen die Kunstschaffenden die Situation des Landes und ihrer Bewohner/innen seit dem Zerfall der Sowjetunion vor rund 20 Jahren auf. "Es war eine Zeit, in der Kunst, Kultur, das gesellschaftliche Leben und fast alles andere sich nach den vom Staat diktierten Szenarien abspielte. Zu dieser Zeit waren die Grenzen zahlreich, streng und unzweideutig", erzählt die Kuratorin.

Doch auch der Zusammenbruch des kommunistischen Systems brachte nicht die erhofften Freiräume und Stabilität – weder in der Wirtschaft, der Kultur, der Kunst noch in der Wissenschaft. Dazu Arpine Tokmajyan: "Viele Probleme Armeniens treffen auf alle postsowjetischen Länder zu, wenn sie auch im Detail und der Intensität unterschiedlich sind: eine schwache freie Marktwirtschaft, soziale Instabilität, das Fehlen eines im und vom Land selbst geprägten Wertesystems – es ist ein „geschlossener Raum" im Umbruch mit vielen verschwommenen Grenzen. Und es ist nicht leicht, einen Ansatzpunkt zu finden, der aus dieser Situation herausführt."

Die Arbeit von Karen Alekyan "On the other side of the fence" (Auf der anderen Seite des Zauns) beruht auf Fotografien von Zäunen, die Alekyan in verschiedenen Regionen Armeniens aufgenommen hat. Aus der Perspektive des Künstlers sind dies symbolkräftige Zäune, bestehen sie doch aus Materialien der Vergangenheit – aus Teilen von Erzeugnissen der sowjetischen Industrie.

Karine Matsakyan war bereits 2001 Artist in Residence von KKA und zählt heute zu den bekanntesten zeitgenössischen Künstlerinnen Armeniens. Sie zeigt in ihren Arbeiten „die Instabilität und Ambiguität einer Gesellschaftsordnung, in der das tägliche Überleben von Schwierigkeiten geprägt ist. Sie fragt nach dem Einfluss dieser Ordnung auf die Menschen, die nach ihrer Rolle und Identität in dieser Gesellschaft ohne Form suchen.“

Mher Azatyans war 2011 einer von drei Künstlern, die Armenien auf der 54. Biennale von Venedig 2011 vertraten. Fotografien und freie Texte beschäftigen sich mit individuellen und kollektiven menschlichen Verfassungen. Die von ihm an öffentlichen Orten aufgeschnappten Satzfragmente verbindet er mit seinen eigenen Gedanken zu Stimmen einzelner Menschen, die gleichzeitig die Haltung des Künstlers und anderer Menschen zur aktuellen gesellschaftlichen Situation widerspiegeln. (Tokmayan)

Arpine Tokmajyan ist bildende Künstlerin und Kuratorin. Sie war 2010 als Artist in Residence Gast von KKA.



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