KKA auf Facebook KKA auf twitter KKA auf youtube KKA auf flickr

From 19 October to 25 November, KulturKontakt Austria will be showing new video works and photographs by the Moldovan artist Pavel Braila at Galerie ArtPoint. Braila, who was a KKA Artist in Residence in 2001, is now one of Moldova's most important contemporary artists. His works have been presented at renowned international exhibitions and venues such as documenta 11 and the Neue Nationalgalerie in Berlin. Pavel Braila, without title©Pavel Braila  Pavel Braila, without titleCopyright: Pavel BrailaDateityp: JPGAuflösung: 1280x720px download... Pavel Braila, without title©Pavel Braila  Pavel Braila, without titleCopyright: Pavel BrailaDateityp: JPGAuflösung: 1280x720px download... Pavel Braila, without title©Pavel Braila  Pavel Braila, without titleCopyright: Pavel BrailaDateityp: JPGAuflösung: 1280

Artikel

 Presse

September 2011

Pavel Braila: Chişinău – City Difficult to Pronounce


KulturKontakt Austria zeigt in der Galerie ArtPoint ab 19. Oktober 2011 neue Video- und Fotoarbeiten des moldauischen Künstlers Pavel Braila. Braila war 2001 Artist in Residence von KKA und zählt heute zu den wichtigsten Kunstschaffenden aus der Republik Moldau. Seine Arbeiten waren u.a. bei der documenta 11 und in der Neuen Nationalgalerie Berlin zu sehen.

Kunstwerk von Pavel Braila
Pavel Braila, o.T.
©Pavel Braila
 Pavel Braila, o.T.
Copyright: Pavel Braila

Dateityp: JPG
Auflösung: 1280x720px
 download...
Kunstwerk von Pavel Braila
Pavel Braila, o.T.
©Pavel Braila
 Pavel Braila, o.T.
Copyright: Pavel Braila

Dateityp: JPG
Auflösung: 1280x720px
 download...
Kunstwerk von Pavel Braila
Pavel Braila, o.T.
©Pavel Braila
 Pavel Braila, o.T.
Copyright: Pavel Braila

Dateityp: JPG
Auflösung: 1280x720px
 download...
Kunstwerk von Pavel Braila
Pavel Braila, o.T.
©Pavel Braila
 Pavel Braila, o.T.
Copyright: Pavel Braila

Dateityp: JPG
Auflösung: 1280x720px
 download...


Ausstellungseröffnung: 18. Oktober 2011, 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 19. Oktober – 25. November 2011, Mo – Fr, 14.00 - 18.00 Uhr
Ort: Galerie ArtPoint, Universitätsstraße 5, 1010 Wien

2007 zeigte Pavel Braila unter großem medialen Interesse seine Arbeit „Barons' Hill“ (2007) in der Neuen Nationalgalerie in Berlin. In der sechsteiligen Videoarbeit dokumentierte er das Streben nach Reichtum und Anerkennung von moldauischen Sinti und Roma, die sich u.a. durch die neu entstandene Prachtarchitektur zeigte.

Im Zentrum seiner jüngsten, vierteiligen Videoarbeit, die er für die Ausstellung in der
Galerie ArtPoint schuf, steht das Leben in Chişinău während eines Jahres, steht die Hauptstadt Moldaus zu allen vier Jahreszeiten. Provokant nennt Braila seine Geburtsstadt „Chişinău – City Difficult to Pronounce“ – und wirft damit nicht nur die Frage nach der korrekten Aussprache auf.

Vielmehr untersucht Braila das Leben in der Republik Moldau in der postsowjetischen Ära und fragt nach ihrer Identität. Er sucht nach Leerstellen in der Geschichtsschreibung und versucht mit seinen Film- und Videoarbeiten auf das Fehlen jeglichen Film- und Fotomaterials der Stadt seit 1986 zu reagieren.
Zu Zeiten der Sowjetunion wurde das öffentliche Leben und der Alltag mittels Film und Fotografie genau dokumentiert. Doch mit dem Ende der UdSSR kam es auch zu einem jähen Ende der Dokumentation und damit auch der Geschichtsschreibung dieses kleinen Landes.
Gleich einer Leerstelle scheinen die letzten 25 Jahre nirgends auf – und das, obwohl Moldau gerade in dieser Zeit weitreichende Veränderungen und einen starken Wandel auf politischer, gesellschaftlicher und kultureller Ebene erfuhr.

Detailgenau und mit großer Aufmerksamkeit und Sorgfalt hält Braila mit seinem künstlerischen Schaffen das Heute für das Morgen fest. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag sowohl für das kulturelle Erbe seiner Heimat als auch für die historische Dokumentation des frühen 21. Jahrhunderts.

Die in der Ausstellung „Chişinău – City Difficult to Pronounce“ gezeigten Videos werden ergänzt durch Fotoarbeiten von Pavel Braila. Zusätzlich zeigt Braila drei Dokumentarfilme:
„Chişinău – 500” (Moldova-Film 1966)
„My White City” (Moldova-film 1973)
und „Kishinev” (Moldova-film 1975)

Teile der Videos erscheinen 2012 als Volume 3 der KKA-Videoedition über Pavel Braila.

Kurzbiografie Pavel Braïla


Geboren 1971 in Chişinău (Republik Moldau). Mit Videoarbeiten und Performances seit Mitte der 1990er Jahre auf zahlreichen internationalen Kunstausstellungen und Filmfestivals präsent. Lebt und arbeitet als Künstler und Filmemacher in Chişinău.

Ausbildung
2003 Le Fresnoy, Nationales Atelier für Zeitgenössische Kunst, Tourcoing (Frankreich)
2001 Jan van Eyck  Akademie, Maastricht (Holland)
1997 Staatliche Universität Moldau, Chişinău (Diplomübersetzer/ Korrekturleser)
1994 Technische Universität Moldau, Chişinău (Diplomingenieur/ Mechaniker)

Stipendien
2001 Artist in Residence von KulturKontakt Austria
2005 Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD

Gruppenausstellungen (Auswahl)
2006 „Why Pictures Now“, MUMOK, Wien (Austria)
2003 „Blut & Honig – Zukunft ist am Balkan“
2002 „Shoes for Europe“, Video, Documenta 11, Kassel (Deutschland)

Einzelausstellungen (Auswahl)
2010 National Museum Brukenthal (Rumänien)
2009 Gallery Jan Dhaese, Gent (Belgien)
2008 Yvon Lambert Paris (Frankreich)
2007 Neue Nationalgalerie, Berlin (Deutschland)
Stedelijk Museum Schiedam, Schiedam (Niederlande)
Kiasma – Museum of Contemporary Art, Helsinki (Finnland)
2006 Baltic Art Center, Visby (Schweden)
Galerie Im Taxispalais, Innsbruck (Österreich)
Jan Dhaese, Gent (Belgien)
2005 MIT List Visual Arts Center, Boston (USA)
Baltic Art Center, Visby (Schweden)
List Visual Arts Center, Cambridge, Massachusetts (USA)
2004 Yvon Lambert, Paris (Frankreich)
2003 Kunstbuero, Wien (Österreich)

Filmauswahl
1996 Unde, unde, undeva
1998 Shortcut to the Moon
2000 Handmade Song
2001 Loudspeaker
2002 Shoes for Eu¬rope; 105/7
2004 Le Cadeau
2005 Barons’ Hill
2006 Eurolines Cate¬ring or Homesick Cuisine
2007 Plush Wonder

Preise
Filmpreis des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen für den Film „Definitively Unfinished“.



auf Facebook teilen twitter Drucken