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Ein Querschnitt durch die zeitgenössische Kunst in Bosnien-Herzegowina. Kuratiert von Elio Krivdić.

Artikel

 Ausstellungen

Krieg.Kunst.Krise


Zeitgenössische Kunst in Bosnien-Herzegowina


Edin Numankadić, Zyklus Schriftzüge 1992-2010, Installation
Iva Simčić, BlindByLight, 2009/10
Mladen Miljanović, Tag 2
Radenko Milak, 28. Juni 1914, 2005
Veso Sovilj, Mausefalle, 2005


KulturKontakt Austria zeigt ab 13. April 2011 die Ausstellung „Krieg.Kunst.Krise“ und präsentiert damit einen  Querschnitt durch die zeitgenössische Kunst in Bosnien-Herzegowina. Der Kurator Elio Krivdić versucht dabei die Frage zu beantworten, welche Auswirkungen der Krieg in Bosnien-Herzegowina während der 90-er Jahre auf die dortige Kunstszene hatte.
Die in der Ausstellung gezeigten Arbeiten stammen von Edin Numankadić, Veso Sovilj, Iva Simčić, Radenko Milak und Mladen Miljanović. Sie alle waren auf ihre Weise vom Krieg betroffen. Ihre Erfahrungen spiegeln sich in ihrem künstlerischen Schaffen  wieder. 

Vernissage: Dienstag, 12. 04. 2011, 19.00 Uhr 

Ausstellungsdauer:  13. 04. – 03. 06. 2011, Mo-Fr 14.00-18.00 h


Bosnien-Herzegowina besteht seit dem Ende des Krieges aus zwei weitgehend autonomen Gliedstaaten, der Föderation Bosnien und Herzegowina und der Republika Srpska, sowie dem Sonderverwaltungsgebiet Brčko-Distrikt. Dem Kurator Elio Krivdić war es besonders wichtig, Künstlerinnen und Künstler aus beiden Zentren dieser zwei Entitäten, aus Banja Luka und Sarajevo auszuwählen und damit zu zeigen, dass – im Gegensatz zur Politik – die Kunstszene die Teilung des Landes überwunden hat.


Die in der Ausstellung gezeigten Arbeiten stammen von Künstlerinnen und Künstler, die alle auf ihre Weise vom Krieg betroffen waren: sei es als Überlebende der Belagerung von Sarajevo wie Edin Numankadić oder der Isolation während des Krieges wie Veso Sovilj in Banja Luka. Iva Simčić zählt zu den Emigranten/innen während des Krieges und den Heimkehrer/innen nach dem Krieg. Radenko Milak und Mladen Miljanović mussten als Angehörige der jungen Generation ihre Kinder- und Jugendjahre im Krieg verbringen und haben heute, wie vielen andere, mit der schwierigen gesellschaftlichen und politischen Situation in Bosnien-Herzegowina zu kämpfen.

Viele der gezeigten Arbeiten beschäftigen sich mit den spezifischen Umständen in Bosnien-Herzegowina.  So thematisieren Radenko Milak die Last der Geschichte und Edin Numankadić die Situation im belagerten Sarajevo. Veso Sovilj zeigt die Kriegsfolgen in Form von immer neuen, sich multiplizierenden Grenzen auf. Mladen Miljanović beschäftigt sich mit seiner Transformation vom Soldaten zum Künstler, während  Iva Simčić das Phänomen der zunehmenden Überlagerung der realen durch die virtuelle Welt in unserer Zeit auslotet.
Durch die Auswahl der Medien dieser Künstler wird gleichzeitig auch die Pluralität der künstlerischen Mittel präsentiert: Diese hat sich in Bosnien-Herzegowinas in der bildenden Kunst erst in den 1980-er Jahren entwickelt. In der Ausstellung wird dies zusätzlich durch die große Altersspanne der Künstlerinnen und Künstler unterstrichen.

Das Konzept der Ausstellung basiert auf der gleichnamigen, 2010 in Innsbruck gezeigten Ausstellung und ist eine der seltenen exemplarischen Darstellungen bildender Kunst aus Bosnien-Herzegowina in Österreich.
Die Innsbrucker Ausstellung wurde begleitet von dem Katalog „KRIEG.KUNST.KRISE. Ein Querschnitt durch die zeitgenössische Kunst Bosnien-Herzegowinas“, herausgegeben von Elio Krivdić.

Eine Ausstellung von KulturKontakt Austria in Kooperation mit Biber und der 1. Wiener Integrationswoche





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