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Die Ausstellung „I Advocate Feminism“ beschäftigt sich mit dem feministischen Kampf gegen alltägliche Diskriminierung, sexuelle Unterdrückung und patriarchale Umgangsformen und zeigt Feminismus als allgemeineres politisches und soziales Engagement.

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Statement: I Advocate Feminism


Die Ausstellung „I Advocate Feminism“ beschäftigt sich mit dem feministischen Kampf gegen alltägliche Diskriminierung, sexuelle Unterdrückung und patriarchale Umgangsformen und zeigt Feminismus als allgemeineres politisches und soziales Engagement. Im Zentrum stehen dabei nicht nur frauenspezifische Themen, sondern die Veränderung hin zu einem gleichwertigen Umgang beider Geschlechter miteinander und damit einhergehend ein Ende des Patriarchats.
Eine Ausstellung von KulturKontakt Austria, kuratiert von Olivia Nitis.
Mit Arbeiten von Elena Kovylina (RU), Igor Grubić (HR) & Lana Čmajčanin (BA), Patricia Teodorescu (RO).

Vernissage: Dienstag, 11. 01. 2011, 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 12. 01. – 25. 02. 2011, Mo – Fr, 14.00 bis 18.00 Uhr
Ort: Galerie ArtPoint, Universitätsstraße 5, 1010 Wien

Der Kroate Igor Grubić und Lana Čmajčanin aus Bosnien-Herzegowina beziehen sich in ihrer Arbeit „I Begged Them to Kill Me“ auf die Massenvergewaltigungen von Frauen und Mädchen während des Krieges in Bosnien und Herzegowina. Sie thematisieren einerseits das Phänomen der Massenvergewaltigung als bewusst eingesetzte Methode der Kriegsführung, gleichzeitig stellen sie die Frage nach dem Umgang mit den Opfern. Welches sind die oftmals totgeschwiegenen Konsequenzen einer Vergewaltigung – für das Opfer ebenso wie für die Gesellschaft? Vielfach sind die Opfer traumatisiert, haben aber mit den Folgen ohne adäquate Unterstützung zu kämpfen. Ausgrenzung und der soziale Absturz sind nicht selten zu beobachten. Igor Grubić und Lana Čmajčanin verwiesen auch auf die Gesetzlage in den Entitäten Bosnien und Herzegowina und Republika Srpska und stellen die Frage, wie Opfer zu ihrem Recht kommen können, wenn die Gesetzeslage in den beiden Entitäten unterschiedlich ist.
Mit einer Reihe von Aktionen im öffentlichen Raum und in Galerien weisen Grubić und Čmajčanin auf die Probleme hin, mit denen die Opfer tagtäglich konfrontiert sind. Die in ihrer künstlerischen Arbeit angeführte Zahl 20.000 entspricht der offiziell angenommenen Zahl an Missbrauchsopfern während des Krieges in Bosnien-Herzegowina. Es ist davon auszugehen, dass die Dunkelziffer weit höher liegt.

Die Russin Elena Kovylina geht in ihrer Arbeit „Who Is Feminist Today?” der Frage nach dem heutigen „Gesicht“ des Feminismus nach. Dabei setzt sie mit ihrer Kritik bei den Massenmedien an, die Feminismus im Laufe der Jahrzehnte weniger kritisch diskutierten als ihn mit Klischees und vulgären Behauptungen aufluden. Damit einhergehend beklagt Kovylina das langsame Verschwinden der ursprünglichen Idee hinter dem Begriff „Feminismus“. Sie spielt mit gängigen Assoziationen zum Begriff „Feminismus“, die von „Männerhasser“, über sexuelle Konnotationen, bis hin zu „Punk“, „Fremde“ oder der „rauchenden Karrierefrau“ reichen und fragt, wo es für junge Frauen und Mädchen heute Identifitaktionsmomente mit dem Feminismus in seiner primären Bedeutung gibt.
Gleichzeitig stellt sie die Frage, wie sich Feministinnen selbst definieren und wo sie ihre Rolle in der Gesellschaft sehen.

Patricia Teodorescu  aus Rumänien zeigt die Arbeit „Freedom She Said”. Darin betont sie die Eigenständigkeit von Frauen, ihre Kraft und ihre Talente und ihren Kampfesgeist, wenn es um Diskriminierung jeglicher Art geht. Dazu schreibt sie:
„ I don’t want to prove to men that I am their equal; I’m not. I am my father’s daughter, my lover’s woman, I shall be the mother of my child…. I am my own self. I have a voice to use as a weapon of truth: the word.
I am more talented than some and less talented than others; I have equal rights with them, and when I don’t, I fight for them.
I hate false education that imposes rules on children, on girls or boys, about who washes the dishes and who should keep silent in so-called couple diplomacy, in society, in politics or economics. (…)
I don’t wish to quarrel with anybody, nor to live my life in strife, but life is a battle with ourselves and when I see injustice I suffer, (…) I revolt and get involved, when I or my rights are attacked I defend myself. And the best self-defence is the attack on intention, and attention: I have great intuition!”



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