KulturKontakt Austria - Entwicklung praxisnaher Berufsbildung
 
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Eine praxisnahe Berufsaus- und -weiterbildung, die flexibel auf die sich immer schneller ändernden Bedürfnisse des Arbeitsmarktes reagiert, über Mechanismen zur Qualitätssicherung verfügt und vielfältige Angebote mit horizontaler wie vertikaler Durchlässigkeit bietet, hat hohe Priorität.

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 Schwerpunkte

Entwicklung praxisnaher Berufsbildung


Eine praxisnahe Berufsaus- und -weiterbildung, die flexibel auf die sich immer schneller ändernden Bedürfnisse des Arbeitsmarktes reagiert, über Mechanismen zur Qualitätssicherung verfügt und vielfältige Angebote mit horizontaler wie vertikaler Durchlässigkeit bietet, hat in der EU und unseren Partnerländern hohe Priorität.

Projekt tour.reg,Tourismusausbildung, Podgorica
Projekt MolAgri, Bienen
Projekt MolAgri, Weinbau
Projekt ALBIZ, World Café
Projekt tour.reg, Buffet, Bulgarien


KulturKontakt Austria bietet Unterstützung bei der Entwicklung praxisnaher Ausbildungsprofile und regionaler Schulprofilentwicklung. Wir fördern neue Formen der Kooperation zwischen Schule und Wirtschaft und beraten bei der Entwicklung von Curricula und Lehrmaterialien. Wichtige Komponenten unserer Projekte sind weiters LehrerInnenfortbildung, MultiplikatorInnenausbildung, DirektorInnenschulung in neuen Managementformen und Qualitätsentwicklung sowie die Integration von Informations- und Kommunikationstechnologien in die Berufsbildung (z.B. in Form von Digital Business).
Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Wirtschafts-, Tourismus- und IT-Ausbildung.

Beispiel: Entrepreneurship Learning
Die Förderung von Entrepreneurship als Motor für wirtschaftliche Entwicklung, aber auch als Schlüsselkompetenz, die dem/der Einzelnen die bestmögliche Entfaltung des eigenen Potentials ermöglicht, ist eine Entwicklungspriorität innerhalb der EU und darüber hinaus. Bildung spielt in diesem Kontext eine zentrale Rolle. Für die erfolgreiche Förderung von Entrepreneurship Learning bedarf es allerdings neuer Lehr-/Lernzugänge und -settings und neuer Partnerschaften mit der Wirtschaft. Aufbauend auf den Erfahrungen mit der Implementierung des Übungsfirmen-Unterrichtes in Südosteuropa ab 2001 arbeitet KKA seit Herbst 2014 in dem regionalen Projekt „Entrepreneurship Learning“ mit ExpertInnen aus Albanien, dem Kosovo und Mazedonien an der Einführung von neuen Lehr- und Lernmethoden. In allen drei Ländern gibt es an berufsbildenden Schulen das Fach „Entrepreneurship“ in mindestens einem Jahrgang. Ziel des Projektes ist es, einen Beitrag zur Verbesserung der Qualität des Unterrichtes im Bereich Entrepreneurship Learning in der Berufsbildung zu leisten.

Im Rahmen des Projektes wurden 17 MultiplikatorInnen der drei Länder zur Vermittlung neuer Lehr- und Lernzugängen für Entrepreneurship Learning ausgebildet und Fortbildungsmodule für Entrepreneurship Learning entwickelt. Diese sind Basis für die Fortbildung von rund 250 LehrerInnen an über 130 berufsbildenden Schulen in den drei Partnerländern zur Umsetzung innovativer Lernzugänge zur Förderung von Entrepreneurship Learning. Parallel dazu wurde ein mehrsprachiges Tool Kit entwickelt, das den berufsbildenden Schulen der einzelnen Länder für den Bereich Entrepreneurship Learning zur Verfügung gestellt wird. Im Rahmen der innovativen Lehr-, Lernzugänge liegt ein Schwerpunkt auf der Kooperation Schule – Wirtschaft.

Beispiel: VEN – Einkommensgenerierung an berufsbildenden Schulen und Kollegs
Ziel des Projektes ist es, gemeinsam mit EntscheidungsträgerInnen und SchulvertreterInnen, die Möglichkeiten der transparenten Einkommensgenerierung  von Berufsschulen zur Steigerung der Qualität der Berufsbildung zu verbessern. Im Rahmen des Projekts wurden in der ersten Phase auf Basis einer Bedarfserhebung sieben berufsbildende Schulen mit Potential zur Einkommensgenerierung darin unterstützt, entsprechendes schulisches UnternehmerInnentum zu entwickeln und im Rahmen der bestehenden gesetzlichen Rahmenbedingungen erste Schritte in der transparenten Einkommensgenerierung zu setzen. Die Schulen entwickelten Business Pläne, setzten diese im Rahmen der Ausbildungsprofile zu Einkommensgenerierung um und etablierten ein transparentes Finanzmanagement, das die Reinvestition der zusätzlichen Mittel zur Qualitätsverbesserung der schulischen Angebote ermöglichte. Daneben wurden in einer begleitenden Studie die Möglichkeiten der Einkommensgenerierung unter den bestehenden gesetzlichen Rahmenbedingungen erhoben und mit EntscheidungsträgerInnen der relevanten Ministerien Empfehlungen erarbeitet, welche gesetzlichen Änderungen notwendigen wären, um effiziente und transparente Einkommensgenerierung zur Erhöhung der Qualität von berufsbildenden Schulen zu ermöglichen.

Einkommensgenerierung Umsetzungsphase
Interministerielle Arbeitsgruppe
2015_12_03_Interministerieller Runder Tisch zum Thema Einkommensgenerierung in Berufsbildenden Schulen und College


Basierend auf diesen Erfahrungen wird die interministerielle Arbeitsgruppe zur Einkommensgenerierung in der Entwicklung eines Aktionsplans zur Einführung von schulischer Einkommensgenerierung unterstützt. In Abstimmung mit den relevanten Ministerien werden darauf basierend Guidelines, Vorlagen und Instrumente für die Umsetzung von transparenter Einkommensgenerierung erarbeitet und der Bedarf an Fortbildungsangeboten und Stützstrukturen erhoben. In Kooperation mit relevanten Partnerinstitutionen werden entsprechende Fortbildungsangebote für alle Ebenen des Bildungssystems entwickelt und pilotiert. Daneben erhält die interministerielle Arbeitsgruppe weitere Unterstützung in der Frage der Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungen. In diesem Projekt arbeitet KulturKontakt Austria zusammen mit dem liechtensteinischen Entwicklungsdienst LED.

Beispiel: Kooperation Schule – Wirtschaft im Bereich Tourismus
Voraussetzung für eine qualitativ hochwertige, arbeitsmarktrelevante Berufsbildung ist eine enge Kooperation zwischen der Berufsbildung und Betrieben. Projektziel des regionalen Projekts „Kooperation Schule – Wirtschaft“ ist die Erhöhung der Qualität der praktischen Ausbildung von SchülerInnen durch die Verbesserung der Kooperation zwischen PartnerInnen aus der Tourismuswirtschaft und den Tourismus- und Gastgewerbeschulen. Der Fokus dabei liegt auf der Organisation von qualitativen Betriebspraktika. Zu den Projektergebnissen gehören die Erarbeitung und Verankerung eines erweiterten Aufgabenprofils der schulischen FachpraxiskoordinatorInnen als Schnittstellen zwischen Schulen und Betrieben, besonders in der Organisation von betrieblichen Praktika. Zur Umsetzung des neuen Aufgabenprofils werden Guidelines entwickelt, die auch Maßnahmen zur Verankerung der Kooperation Schule - Wirtschaft in der schulischen Qualitätsentwicklung beinhalten. Zur Verbesserung des Informationsflusses zwischen Betrieben und Schulen werden nationale Webportale und andere Disseminationsmechanismen entwickelt. Der regionale Fokus des Projekts ermöglicht den Austausch von Erfahrungen zwischen Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Serbien und Österreich in diesem Bereich.

Zur Verankerung des neuen Aufgabenprofils der FachpraxiskoordinatorInnen in den Bildungssystemen werden landesweit Workshops mit relevanten Stakeholdern veranstaltet. VertreterInnen von rund 50 Schulen, die Ausbildungen im Bereich Tourismus anbieten, werden in der Verbesserung der Kooperation mit Betrieben zur Erhöhung der Qualität betrieblicher Praktika geschult. Der Leitfaden für FachpaxiskoordinatorInnen sowie Good-practice Beispiele der Kooperation zwischen Schulen und Betrieben sollen die Schulen darin unterstützen, ihre Kooperationen mit Betrieben weiter auszubauen.



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