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Zur Unterstützung einer nachhaltigen Systemwirkung und für einen effektiven Know-how-Transfer bedarf es einer effizienten Vernetzung von unterschiedlichen österreichischen Partnern wie Pädagogischen Hochschulen, Landesschulräten sowie Expertinnen und Experten aus der Praxis.

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 30 Jahre KKA

Qualitätsentwicklung im voruniversitären Bereich


Zur Unterstützung einer nachhaltigen Systemwirkung und für einen effektiven Know-how-Transfer bedarf es einer effizienten Vernetzung von unterschiedlichen österreichischen Partnern wie Pädagogischen Hochschulen, Landesschulräten sowie Expertinnen und Experten aus der Praxis. Ein Beispiel für die gute Vernetzung von KKA mit Schlüsselinstitutionen in den Partnerländern und in Österreich ist die Tätigkeit von KKA im Kosovo und in der Ukraine.

Im EU-geförderten Twinning-Projekt „Support for the Implementation of the Kosovo Education Strategic Plan“ (2014–2016) unterstützte KKA mit einem Team an Experten/innen das kosovarische Bildungsministerium und relevante Stakeholder in der Entwicklung und Umsetzung einer Strategie zur Einführung eines umfassenden QA-Systems im voruniversitären Bereich. Zur Umsetzung der neuen QA-Mechanismen auf Schul-, Verwaltungsdistrikt- und Ministeriumsebene wurde die kosovarische Seite dabei in der Entwicklung einer entsprechenden Verordnung und eines neuen Gesetzes für Schulinspektion beraten.

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Auf der Strategie aufbauend wurden 29 QA-Koordinator/innen auf Ebene der Bildungsdirektionen sowie rund 180 auf schulischer Ebene ausgebildet und ein Handbuch für die schulische Qualitätsentwicklung erarbeitet. Nach Ende des Twinning-Projekts 2017 unterstützt KKA weiterhin das kosovarische Bildungsministerium in der Umsetzung seiner QA-Strategie.  Der Fokus dabei liegt auf der Stärkung des Netzwerks an QA-Beauftragten auf Ebene der Bildungsdirektorate und der Qualitätssicherung in der Ausbildung schulischer QA-Koordinatoren/innen. Seit Herbst 2018 sind insgesamt rund 600 schulische Qualitätsbeauftragte im Kosovo tätig und 29 kosovarische Bildungsdirektorate verfügen jeweils über eine Qualitätskoordinatorin bzw. einen Qualitätskoordinator als Ansprechpartner/in für Schulen im Bereich Qualitätsentwicklung. Das kosovarische Projekt ist auch ein gutes Beispiel für die Bündelung von bilateralen und EU-Mitteln.

Auch im Rahmen der Bildungsreformen in der Ukraine ist die Verbesserung der Qualität der Bildungsangebote, besonders in den ländlichen Regionen, eine Reformpriorität. In einem ersten Schritt wurden ländliche Kleinschulen in Schul-Cluster zusammengefasst und mit größerer Schulautonomie ausgestattet. In diesem Rahmen sollen sie ab dem heurigen Schuljahr nun neue Lehr-/Lernsettings der sog. „neuen ukrainischen Schule“ umsetzen. Die Umsetzung dieser Reformschritte stellt neue Leadership- und Managementanforderungen an die Leitungsteams der Cluster-Schulen. KKA unterstützt Fortbildungsinstitutionen für Lehrer/innen aus vier ukrainischen Regionen und die Universität für Bildungsmanagement in Kiew bei der Entwicklung und Umsetzung eines Lehrgangs. Ziel des Lehrganges ist die Stärkung von Change Management und von Leadership-Kompetenzen von Schulleitungsteams der Cluster-Schulen, um effektive Qualitätsentwicklung umzusetzen. In der Pilotphase dieses Lehrgangs, die von KKA begleitet wird, werden 40 bis 60 Schulleitungsteams geschult. Die Erfahrungen und Erkenntnisse der Pilotphase werden im Anschluss im Fortbildungslehrgang berücksichtigt.

Ursula Hilmar
Leiterin Strategie + Kommunikation
KulturKontakt Austria

Foto: © alphaspirit - Fotolia



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