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On the basis of European pilot projects and the priorities set in cultural policy and educational policy, KKA launched a new programme in 2008 that allowed for long-term collaborations between schools and cultural institutions for a period of three years for the first time in Austria. The first call for tenders took place in the 2008/09 school year under the name “p[ART] Partnerschaften zwischen Schulen und Kultureinrichtungen” (p[ART] Partnerships between Schools and Cultural Institutions). The new model was largely inspired by Berlin’s “Patenschaften Künste & Schule” (Sponsorships for the Arts and Schools) programme that had been introduced in 2007 and was developed in a broadly based process that included pilot projects, a conference with experts, and public discussion events prior to the launch.The key aspect was the long-term collaboration between a given school and a cultural i

Artikel

 30 Jahre KKA

Kooperationen zwischen Schulen und Kultureinrichtungen


Ausgehend von europäischen Pilotprojekten sowie kultur- und bildungspolitischen Schwerpunktsetzungen startete KKA 2008 ein neues Programm, das erstmals in Österreich nachhaltige Kooperationen zwischen Schulen und Kultureinrichtungen über drei Jahre hinweg ermöglichte. Unter dem Titel „p[ART] Partnerschaften zwischen Schulen und Kultureinrichtungen“ fand im Schuljahr 2008/09 die erste Ausschreibung statt. Das neue Modell war stark von den 2007 entstandenen Berliner „Patenschaften Künste & Schule“ inspiriert und wurde in einem breit angelegten Prozess – mit Pilotprojekten sowie einer Tagung mit Expertinnen und Experten und öffentlichen Diskussionsveranstaltungen im Vorfeld – entwickelt.

Zentraler Punkt war die mehrjährige und nachhaltige Zusammenarbeit zwischen je einer Schule und einer Kultureinrichtung. Die Arbeitsweisen innerhalb der Partnerschaften konzentrierten sich dabei nicht ausschließlich auf die Umsetzung von Einzelaktivitäten, sondern sollten eine strukturelle Veränderung bewirken. p[ART] beabsichtigte die sehr unterschiedlichen Systeme „Schule“ und „Kultureinrichtung“ in dauerhafte Beziehung zu bringen – mit der Intention, die Öffnung auf beiden Seiten zu unterstützen.

Bis 2017 wurden insgesamt 86 Partnerschaften gestartet und jeweils über 3 Jahre durchgeführt. Die Partnerschaften fanden in ganz Österreich statt, mit allen Schularten und Kultureinrichtungen ganz unterschiedlicher Sparten. Begleitend zu dem Programm wurden Startworkshops sowie gemeinsame Netzwerkveranstaltungen organisiert. 2012 unterstützte die Robert Bosch Stiftung das Programm, eine Evaluation und eine Tagung zum Thema „Nachhaltigkeit“ konnten stattfinden. p[ART] wurde zum Vorbild für das Förderprogramm „Double Check“ in Vorarlberg. Dort wurde es 2014/15 erweitert, sodass auch Kindergärten als Bildungseinrichtungen teilnehmen konnten. Im Salzburger Kulturentwicklungsplan findet sich – ebenfalls inspiriert von p[ART] – die Idee, ab 2020 nachhaltige Partnerschaften zu starten.

Aus den praktischen Erfahrungen erarbeitete KKA ein Beratungsangebot zur Kulturellen Schulentwicklung sowie Empfehlungen und einen Leitfaden für interessierte Schulen.

18 weitere Partnerschaften zwischen Pflichtschulen und Kultureinrichtungen erproben unter dem Titel „Blick_Wechsel“ Schulentwicklungsprozesse mit kultureller Bildung noch bis Ende 2019.

Um auf breiterer und kurzfristigerer Ebene (Semesterprojekte) die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Kultureinrichtungen zu unterstützen, startete das Bildungsministerium 2011 die Initiative „culture connected“, die von KKA konzipiert und umgesetzt wird. Hier können pro Schuljahr rund 170 Kooperationsprojekte unterstützt werden – in ganz Österreich, in allen Schularten und Kunstsparten.

Von Beginn an achtete die Jury auf eine ausgewogene regionale Verteilung von Kooperationsprojekten, die partizipative Einbindung der Schüler/innen unter Berücksichtigung ihres unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergrundes und die altersgerechte Umsetzung sowie die Kreativität und Intensität der Zusammenarbeit zwischen Schule und Kulturinstitution.

Kindern und Jugendlichen mit vielfältigem kulturellem und sozialem Hintergrund wird durch die Teilnahme Zugang zu Kunst und Kultur eröffnet. Die Kooperation mit Kultureinrichtungen bietet ihnen Einblicke in künstlerische Prozesse, erweitert den Lernort Schule und fördert soziales und kooperatives Lernen. Das positive, emotionale Erleben und Kennenlernen der jeweiligen Kultureinrichtung fördert die Lust zur kulturellen Teilhabe und öffnet einen gesellschaftlichen Diskurs.

Der thematische Bogen der Kooperationen ist weit gefasst und reicht von der Beschäftigung mit zeitgenössischen Kunstformen über die Erforschung von historischen Begebenheiten rund um den Schulstandort, über den „Blick hinter die Kulissen“ in Richtung Kunstproduktion bis hin zur künstlerischen Aufarbeitung von gesellschaftlichen Themen wie Mobbing in der Schule. In den letzten Jahren wurden verstärkt demokratische Prozesse sowie der Einfluss der digitalen Medien auf junge Menschen zum Thema gemacht. Die Bandbreite der Themen zeigt das große Potenzial der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Kultureinrichtungen für Lernprozesse von Kindern und Jugendlichen.

Ulrike Gießner-Bogner und Sirikit Amann
Leiterinnen des KKA-Programmbereiches Kulturvermittlung mit Schulen

www.kulturkontakt.or.at/kulturvermittlung

UG und SA

Fotos: © Lukas Beck, KKA



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