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KulturKontakt Austria beschäftigt sich seit 30 Jahren mit neuen Technologien im Kontext der Kulturellen Bildung. Bereits in den 90er Jahren begann die produktive Zusammenarbeit mit der Ars Electronica in Linz. Ein wesentliches Moment in der Beschäftigung mit „neuen“ -  jetzt „digital“ genannten - Medien war auch immer das „über die Grenzen“ schauen sowie österreichische Schulen mit unseren Nachbarschulen in Deutschland, der Schweiz, Italien oder Ungarn zusammen zu bringen.Im Fokus der zahlreichen Programme wie „u19 – CREATE YOUR WORLD“ oder „MUSEUM ONLINE“ (Kooperationen zwischen Schulen und Museen zur digitalen Vermittlung der Museumsinhalte) stand immer die kreative Auseinandersetzung zwischen Schülerinnen und Schülern und Kulturschaffenden. Es ging auch um das Bewusstmachen von unterschiedlichen Geschwindigkeiten von Teilhabe an der digitalen Entwicklung wie bei „Bridging the digital

Artikel

 30 Jahre KKA

Digitalisierung und Kulturelle Bildung – eine Erfolgsgeschichte


KulturKontakt Austria beschäftigt sich seit 30 Jahren mit neuen Technologien im Kontext der Kulturellen Bildung. Bereits in den 90er Jahren begann die produktive Zusammenarbeit mit der Ars Electronica in Linz. Ein wesentliches Moment in der Beschäftigung mit „neuen“ -  jetzt „digital“ genannten - Medien war auch immer das „über die Grenzen“ schauen sowie österreichische Schulen mit unseren Nachbarschulen in Deutschland, der Schweiz, Italien oder Ungarn zusammen zu bringen.

Peter Haselmayer Projection kl Darstellung

Im Fokus der zahlreichen Programme wie „u19 – CREATE YOUR WORLD“ oder „MUSEUM ONLINE“ (Kooperationen zwischen Schulen und Museen zur digitalen Vermittlung der Museumsinhalte) stand immer die kreative Auseinandersetzung zwischen Schülerinnen und Schülern und Kulturschaffenden. Es ging auch um das Bewusstmachen von unterschiedlichen Geschwindigkeiten von Teilhabe an der digitalen Entwicklung wie bei „Bridging the digital Gap“. Gemeinsam war allen Programmen, junge Menschen auf kreative, medienadäquate Weise, „alte“ und „neue“ – analoge und digitale – Medien in interaktiver Weise vertraut zu machen.

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Digitale Bildung ist per se kulturelle Bildung!
Im Gespräch mit Gerfried Stocker, künstlerischer Direktor der Ars Electronica in Linz


KKA: Seit über 20 Jahren sind AEC und KKA Kooperationspartner beim renommierten Prix Ars Electronica in der Sparte der u19 – CREATE YOUR WORLD. Welchen Mehrwert schöpfen Sie aus dieser Zusammenarbeit?

Gerfried Stocker: Von Anfang an war die Zusammenarbeit eine Symbiose, in die sowohl die Expertise von KKA mit kultureller Bildung als auch von uns mit der großen Erfahrung mit digitalen Projekten einflossen. Entstanden ist dadurch das Erfolgsmodell „u19 – CREATE YOUR WORLD“, ein digitaler kreativer Wettbewerb für junge Menschen. Wir haben gemeinsam eine Marke geschaffen, die auch international hohe Beachtung findet. Und wir konnten uns in der Bildungslandschaft Österreichs gut positionieren und Wegbereiter für vielfältige Auseinandersetzungen mit digitalen Welten der Jugendlichen sein.

KKA: Was zeichnet für Sie die Verbindung von kultureller Bildung mit digitaler Bildung aus?

Gerfried Stocker: Digitale Bildung ist per se kulturelle Bildung! Viele Anzeichen sprechen dafür, dass die digitale Revolution eine kulturelle ist. Was uns beschäftigt sind kulturelle und gesellschaftliche Veränderungen, die mit der Digitalisierung einhergehen. Jede Bildungsnation, die für die Zukunft gerüstet sein will, braucht Strategien, um digitale Kompetenzen aufzubauen. Es ist daher notwendig, sich mit der kulturellen Relevanz von digitalen Techniken auseinanderzusetzen. Beides ist nicht voneinander zu trennen. Projekte wie von KKA und dem AEC unterstützen dabei.

KKA: Welche Entwicklungen sehen Sie in Bezug auf die Schule und die Digitalisierung der Gesellschaft?

Gerfried Stocker: Die Annäherung von Schule und Digitalisierung hat eine Zeitlang gedauert. Die Erkenntnis nimmt zu, dass die Digitalisierung ein integraler Bestandteil von Bildung sein muss. Digitalisierung als kulturelle und soziale Dimension zu verstehen ist aber weit mehr als das Wissen wie Geräte und Software gehandhabt werden. Es ist daher ermutigend und wichtig, dass Lehrpersonen gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern inspirierende digitale Projekte umsetzen und damit auch die Potentiale erkennen. Das macht Mut.

KKA: Vielen Dank für das Gespräch.
Das Gespräch führte KKA/Sirikit Amann, Leiterin der Kulturvermittlung.
Cover mtb 2017

More than Bytes – Kulturelle Bildung und digitale Medien. Was bringt die Zukunft?
Der Themenschwerpunkt „More than Bytes“ wird ab dem Schuljahr 2019/20 von KulturKontakt Austria im Auftrag des BMBWF in den verschiedenen Programmen für Kunst- und Kulturvermittlung mit Schulen gesetzt.

Unterstützt werden neue Zugänge zur kreativen Auseinandersetzung von Schüler/innen mit digitalen Medien und die Potenziale der kulturellen Bildung in diesem Kontext deutlich gemacht. Der Themenschwerpunkt bezieht sich u.a. auf die Förderung der mit der Digitalisierung verbundenen kreativen Potenziale der Schülerinnen und Schülern sowie der Stärkung von Talenten.

In der Zusammenarbeit zwischen Schulen, Künstlerinnen und Künstlern und Kultureinrichtungen erwerben die Schüler/innen wesentliche Schlüsselkompetenzen. Gerade die 21st Century Skills – Kreativität (Creativity), Kommunikation (Communication), Teamwork (Collaboration) und kritisches Denken (Critical Thinking) – werden durch Arbeitsansätze der kulturellen Bildung gestärkt. Diese sind wesentliche Aspekte zur Entwicklung von digitaler Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften.

Fotos: © Peter Haselmayer, robert bauernhansl, KKA



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