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Statements von Virginia Rusnac, Alexandru Ciobanu und Malvina Copetinschi

Artikel

 30 Jahre KKA

Statements zu Inklusiver Bildung in der Republik Moldau:


Über den Erfahrungsaustausch
Anfang 2014 hatte unser Land den schwierigen Auftrag, neue psychopädagogische Servicestellen zu schaffen und zu entwickeln. Bereits zu Beginn hatten wir einen besonders wichtigen Partner – KulturKontakt Austria. Die kollegiale Unterstützung, die sich auf Partnerschafts- und Kompetenzgrundsätze konzentrierte, richtete sich einerseits auf die Bereiche der Strukturentwicklung, also auf die Management-, Organisations- und Evaluierungsebene, der Arbeit mit den Familien – Eltern und Kindern – sowie der Bildungseinrichtungen – Manager/innen und Lehrkräfte. Andererseits auch auf die Bereiche der Individualisierung des Bildungsprozesses, der Entwicklung von individuellen Bildungsplänen, der Förderung und Sensibilisierung zum Thema inklusive Bildung. Das ermöglichte ein Verständnis für die Bedarfe und die Entwicklung von Unterstützungspraktiken für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf im lokalen Kontext. Ein neuer Bereich unserer Zusammenarbeit ist die Entwicklung von inklusiver Berufsbildung. Es ist wichtig zu erwähnen, dass der Erfahrungsaustausch komplex war und innerhalb von hunderten Seminarstunden stattgefunden hat. Die Erfahrungen wurden im Rahmen von vielen runden Tischen konsolidiert und bei traditionellen nationalen Konferenzen zu inklusiver Bildung verbreitet. In diesem Prozess bleibt KulturKontakt Austria ein treuer Partner unseres Landes. Die Partner und die österreichischen Expertinnen und Experten zeigen uns mit besonderer Transparenz und Kompetenz, wie sie für die Kinder in ihrem Land arbeiten, und wir entwickeln ein System, das im moldauischen Kontext inklusiv und kinderfreundlich ist.

Virginia Rusnac
Direktorin Nationales Zentrum für Psychopädagogische Assistenz (CRAP)
www.incluziune.edu.gov.md/ro

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Foto: © Virginia Rusnac

Inklusive Berufsbildung
Für die Berufsschule Nr. 7 aus Chișinău, als jugendfreundliche Institution, war die Aufnahme in das IVET-Projekt eine Herausforderung. Denn die Ziele, die allen Prozessen zugrunde liegen, die in unserer Bildungseinrichtung stattfinden, sind die Förderung einer qualitativen Erziehung und die Schaffung eines effektiven Ausbildungsangebots für alle Schüler/innen.

Die wichtigsten Änderungen, die in der Berufsschule Nr. 7 aufgrund der Teilnahme an diesem Projekt entstanden sind, waren die Wahrnehmung und die Einstellung der Lehr- und Führungskräfte dahingehend, dass es eine Notwendigkeit ist, alle Lernbarrieren abzubauen und allen Personen, die zu einer benachteiligten Gruppe zählen, die Teilnahme an diesem Prozess zu ermöglichen.

So hat ein Großteil des Lehrkörpers an den im Rahmen des Projekts organisierten Schulungen und Seminaren zur inklusiven Bildung unter der Leitung von nationalen und österreichischen Expertinnen und Experten teilgenommen. Wir fühlen uns nun bereit, das Bildungsumfeld an die Bedürfnisse der Schüler/innen mit SEN anzupassen und den individuellen Ansatz durch den Einsatz von Lern-, Lehr- und Beurteilungsmethoden zu implementieren. Diese werden jetzt an das Potenzial des konkreten Schülers bzw. der Schülerin angepasst, einschließlich eines modifizierten Curriculums und individualisierten Lehrplans.

Alexandru Ciobanu
Direktor Berufsschule Nr. 7 in Chişinău
http://sp7.md/

Schule

Foto: © SP7

Aufmerksamkeit und Unterstützung
Die Lehrkräfte beraten die Schülerinnen und Schüler mit Behinderung. Sie haben eine verständnisvolle Einstellung gegenüber Schülerinnen und Schülern mit Bewegungsstörungen. Sie bieten Unterstützung zum Erwerb der Lerninhalte oder zur Durchführung von praktischen Aufgaben an. Solidarität und Respekt werden gefördert.

Die Muttersprache meiner Tochter Victoria ist Russisch. Seit sie den neu eingeführten Rumänischkurs in der Schule besucht, versteht sie schon mehr auf Rumänisch und es geht ihr viel besser auch im Unterricht. Jetzt gewinnt sie mehr Selbstvertrauen. Victoria hat auch eine Unterkunft entsprechend ihren persönlichen Bedürfnissen im Wohnheim bekommen. Die Lehrkräfte ermutigen sie und schenken ihr mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung bei der Aneignung der Lerninhalte. Die Berufsschule Colegiul Tehnologic wurde mit spezieller, an die besonderen Bedürfnisse angepasster Ausrüstung ausgestattet. Die Mitschüler/innen sind freundlich, verständnisvoll und solidarisch.

Malvina Copetinschi
Mutter eines Kindes am Colegiul Tehnologic in Chişinău
http://colegiultehnologic.md/



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