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„Ich konnte neue Ideen und Inspirationen für mein weiteres Schaffen sammeln und neuen Mut für ein schaffendes, kreatives Leben fassen“ Attila Kiss“, ungarischer Autor.Während ihres Aufenthaltes im Artists-in-Residence-Programm von Bundeskanzleramt und KKA werden pro Jahr 50 internationale Künstlerinnen und Künstler unter 40 Jahren von KKA unterstützt und nachhaltig gefördert. Im Rahmen ihres Stipendienaufenthaltes, der je nach Sparte 1-3 Monate dauert, haben die Kunstschaffenden die Möglichkeit, sich in Ruhe ihren Projekten bzw. Werken zu widmen, zu recherchieren, sich mit der österreichischen Kunst- und Kulturszene vertraut zu machen und auf Wunsch für ihre Arbeit relevante Personen kennenzulernen. Kateryna Babkina, ukrainische Autorin, hält fest: "Ich hatte einen perfekten Arbeitsplatz und erhielt großartige Tipps und Ratschläge, was man unternehmen oder sich ansehen könnte, um die Ins

Artikel

 30 Jahre KKA

Über ein nachhaltiges und innovatives Artists-in-Residence-Programm


„Ich konnte neue Ideen und Inspirationen für mein weiteres Schaffen sammeln und neuen Mut für ein schaffendes, kreatives Leben fassen“ Attila Kiss“, ungarischer Autor.

Während ihres Aufenthaltes im Artists-in-Residence-Programm von Bundeskanzleramt und KKA werden pro Jahr 50 internationale Künstlerinnen und Künstler unter 40 Jahren von KKA unterstützt und nachhaltig gefördert. Im Rahmen ihres Stipendienaufenthaltes, der je nach Sparte 1-3 Monate dauert, haben die Kunstschaffenden die Möglichkeit, sich in Ruhe ihren Projekten bzw. Werken zu widmen, zu recherchieren, sich mit der österreichischen Kunst- und Kulturszene vertraut zu machen und auf Wunsch für ihre Arbeit relevante Personen kennenzulernen. Kateryna Babkina, ukrainische Autorin, hält fest: "Ich hatte einen perfekten Arbeitsplatz und erhielt großartige Tipps und Ratschläge, was man unternehmen oder sich ansehen könnte, um die Inspiration zu fördern. Der wichtigste Aspekt war die Gelegenheit zu schreiben, ohne sich um alltägliche Dinge, Arbeit, Geld usw. Gedanken machen zu müssen".

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Mittels Ausstellungen, Konzerten, Gesprächen, Lesungen, Festivals, Vernetzungstreffen und vielen weiteren Formaten mehr schafft KKA für die Artists zusätzlich eine Plattform, um in Dialog zu treten und Partnerschaften zu entwickeln. So entsteht während eines Aufenthalts ein nachhaltiger Austausch zwischen dem österreichischen Publikum, zwischen österreichischen und internationalen Künstlerinnen und Künstlern.

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Die indonesische Kulturvermittlerin in Residence Ignatia Nilu drückt es wie folgt aus: „Während meines Aufenthalts nutzte ich die Gelegenheit, Netzwerke und Wissensaustausch zwischen Künstlerinnen und Künstlern, Kuratorinnen und Kuratoren, Musikerinnen und Musikern, Festivalorganisatorinnen und -organisatoren, Museen, Galerien und Gastgeberinnen und Gastgebern in Wien und Österreich aufzubauen. Ich fand für die Zeit nach meinem Wien-Aufenthalt drei Möglichkeiten der Ausstellungsgestaltung, an denen ich arbeite, um sie zu realisieren". Und Jelena Anđelovski, Schriftstellerin aus Serbien erzählt: "Dieser Stipendienaufenthalt war sehr nützlich für mich. Nicht nur wegen der Zeit, die man sich zum Schreiben nimmt, sondern auch wegen der Kontakte zu Schriftstellerinnen und Schriftstellern und anderen Kunstschaffenden. Im Rahmen meines Projekts habe ich zwei Schauspielerinnen des Burgtheaters getroffen und unsere Zusammenarbeit wird fortgesetzt.“

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Die von KKA geschaffenen Optionen und Kontakte in Österreich sind es, die viele Kunstschaffende nachhaltig in ihrer Tätigkeit unterstützen, sei es zu anderen Kunstschaffenden – durchaus auch aus anderen Disziplinen – zu Galerien und Museen, zu Literaturhäusern oder zu Ensembles und Konzerthäusern. „Was die professionelle Arbeit betrifft, so glaube ich, dass der interessanteste Aspekt der Residency – abgesehen von den eigentlichen Werken, die ich produzieren konnte – das Netzwerk und die Möglichkeit war, so viele Kolleginnen und Kollegen und Musikerinnen und Musiker zu treffen", so Martin Herraiz, der als Composer in Residence in Wien gleich an drei Projekten arbeitete und mit dem Ensemble Reconsil zusammenarbeitete. Robin Waart, Kunstschaffender aus den Niederlanden, betont: "Ich hatte nicht eine solche offene Szene erwartet; sich willkommen zu fühlen; den Buchworkshop an der Angewandte nutzen zu dürfen. Ich habe sowohl Freundschaften als auch informelle und formelle Arbeitskontakte geknüpft und habe das Gefühl, die Grundlage für (oftmaliges) Wiederkehren nach Wien gelegt zu haben.“

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Die gemeinsamen Residence-Stipendien von BKA und KKA wurden seit 2014 an 300 Kunstschaffende aus aller Welt vergeben. KKA legt großen Wert auf den Austausch der Stipendiatinnen und Stipendiaten untereinander und fördert dies mittels „Come together“ und gemeinsamer „Gallery Walks“. Das positive Feedback, das KKA bislang von den Artists in Residence am Ende ihres Aufenthaltes in Österreich erhalten hat, gibt dem recht und zeugt von der sehr hohen Qualität der Betreuung, die den Vergleich mit anderen nationalen oder internationalen Residence-Anbietern nicht zu scheuen braucht. Bojana S. Knežević, serbischeKünstlerin: "Ich halte dieses Programm für eines der Besten in Europa. Für Künstlerinnen und Künstler ist es am wichtigsten, die Möglichkeit zu haben, sich ohne zusätzlichen (existentiellen) Stress auf die künstlerische Forschung zu konzentrieren. Der Gastaufenthalt entsprach meinen Erwartungen, und ich bekam große Unterstützung für mein Projekt".

Besondere Momente sind, wenn Kunstschaffende über Ausstellungen, CD-Veröffentlichungen oder den Start von Initiativen informieren, die als Folge ihres Residence-Aufenthaltes im Artists-in-Residence-Programm entstanden sind. So berichtete der ehemalige brasilianische Composer in Residence Aurélio Edler-Copes, dass er seine 2015 in Wien entstandenen Werke auf der CD „in c+50“ herausgebracht hat. Edler-Copes arbeitete dabei während seines Aufenthalts in Wien eng mit den amann studios zusammen. Enrico Floriddia, ehemaliger Artist in Residence aus Italien, hielt im ersten Halbjahr 2019 in Wien zahlreiche Lectures zu seinem Projekt "Bildungsroman", an dem er während seiners Gastaufenthalts arbeitete (im WUK Kunsthalle Exnergasse, bei „philomena +“, im Italienischen Kulturinstitut und an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Um nur einige zu nennen).

Cover

Von 1992 bis 2013 waren insgesamt 436 Kunstschaffende aus Ost- und Südosteuropa aus verschiedenen Sparten bei KKA zu Gast in Wien. Beginnend mit dem gemeinsamen Stipendienprogramm vom Bundeskanzleramt und KKA waren es seit 2014 296 internationale Stipendiatinnen und Stipendiaten, die von KKA inhaltlich und organisatorisch begleitet wurden. Viele Künstlerinnen und Künstler nutzten das AIR-Programm als Sprungbrett für ihre künstlerische Laufbahn. 732 – diese Zahl an Artists in Residence wird in der umfassenden Datenbank mit den Lebensläufen aller Kunstschaffenden, die von KKA betreut wurden, angezeigt. Auch so erzielt das AIR-Programm eine Nachhaltigkeit, die weit über den Zeitraum des Aufenthalts in Österreich hinausgeht.

Ursula Hilmar
Leiterin Strategie + Kommunikation
KulturKontakt Austria



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