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Das Bundeskanzleramt (BKA) und KulturKontakt Austria (KKA) zeigen ab 03. Dezember 2018 Werke folgender  Artists in Residence, die auf Einladung von BKA und KKA seit Oktober in Wien leben und arbeiten: dem Künstlerinnenduo Karolina Balcer und Iwona Ogrodzka (Polen), Heather Beardsley (USA), Britta Benno (Estland), Carina Emery (Schweiz), Demetris Shammas (Zypern) und Erdem Taşdelen (Kanada/Türkei).Eva Kovač, Kunsthistorikerin und Koordinatorin der Curators´Agenda bei BLOCKFREI, bietet bei der Vernissage Führungen an.Ausstellung:Eröffnung:  03. 12. 2018, von 17.00 bis 19.00 UhrAusstellungsdauer: 04. – 13. 12. 2018Ort: BKA-Veranstaltungsraum, Concordiaplatz 2, 1010 WienMontag bis Freitag geöffnet von 10.00 bis 17.00 UhrEintritt frei!Das Bundeskanzleramt stellt in Kooperation mit KKA Residence-Stipendien in Wien zur Verfügung. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten werden im Rahmen des Artists

Artikel

 Presse

November 2018

Werkpräsentation der Artists in Residence 04/2018


Das Bundeskanzleramt (BKA) und KulturKontakt Austria (KKA) zeigen ab 03. Dezember 2018 Werke folgender  Artists in Residence, die auf Einladung von BKA und KKA seit Oktober in Wien leben und arbeiten: dem Künstlerinnenduo Karolina Balcer und Iwona Ogrodzka (Polen), Heather Beardsley (USA), Britta Benno (Estland), Carina Emery (Schweiz), Demetris Shammas (Zypern) und Erdem Taşdelen (Kanada/Türkei).

Eva Kovač, Kunsthistorikerin und Koordinatorin der Curators´Agenda bei BLOCKFREI, bietet bei der Vernissage Führungen an.

Ausstellung:
Eröffnung:
  03. 12. 2018, von 17.00 bis 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 04. – 13. 12. 2018
Ort: BKA-Veranstaltungsraum, Concordiaplatz 2, 1010 Wien
Montag bis Freitag geöffnet von 10.00 bis 17.00 Uhr
Eintritt frei!

Das Bundeskanzleramt stellt in Kooperation mit KKA Residence-Stipendien in Wien zur Verfügung. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten werden im Rahmen des Artists-in-Residence-Programms vom BKA gefördert und von KKA beratend und organisatorisch begleitet.

Zur Ausstellung:

Anlässlich ihres aktuellen Aufenthalts in Wien treten Karolina Balcer und Iwona Ogrodzka als Duo auf und begeben sich auf die Suche nach den Einflüssen von Architektur und öffentlichem Wohnbau auf das Sozial- und Privatleben der Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Im Bemühen, eine einzigartige Geschichte urbaner Potenziale zu erzählen, bedient sich ihr Projekt mit dem Titel „The place which could become“ mehrerer Medien. Die farbenfrohe Skulptur-Installation fungiert als Inszenierung im Raum – die kleinere Version wurde für die Videoarbeit herangezogen, die größere, unvollständige dient als Bildträger für die Videoprojektion. Das relativ kurze Video wurde auf so undefinierbar zeitlose Art gefilmt, dass Zuschauer kaum erkennen können, wann es aufgenommen wurde. Die langsamen, hypnotisierenden und zugleich verstörenden Aufnahmen werden durch die Bearbeitung zu einem ästhetisch ansprechenden Ganzen. Man sieht abstrakte und beinahe geheimnisvolle Bilder. Sie zeigen nur die bewusste Inszenierung und Farbgebung als Träger von Sinn und Bedeutung. Übrigens folgen die Farbwechsel einem weiteren wesentlichen Kompositionselement – der im Voiceover erzählten Geschichte. Ausgehend von Material aus den diversen Quellen – persönlichen Geschichten, Internetrecherchen und historischen Fakten – präsentiert sich das einzigartige Narrativ als Gemeinschaftsprojekt der beiden Künstlerinnen.

Zu ihrem Werk inspiriert wurden sie durch den öffentlichen Wohnbau im Roten Wien zwischen 1918 und 1934, in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, als eine enorme Nachfrage nach erschwinglichem Wohnraum herrschte und der öffentliche Wohnbau zu einem der zentralen Anliegen der sozialdemokratischen Stadtregierung wurde. Balcer und Ogrodzka entwickeln aus der sozialistischen Idee des öffentlichen Wohnbaus heraus einen Ort der Utopie. Wenngleich die wesentliche Rolle des sozialen Wohnbaus in Wien nach wie vor im Bewusstsein der Wienerinnen und Wiener verankert ist, erscheint das Konzept durch zunehmende Gentrifizierung und sonstige Interessen des Großkapitals heute massiv gefährdet.

Das künstlerische Schaffen von Heather Beardsley kreist um die Erforschung des Schnittpunkts zwischen Kunst und Wissenschaft. In ihrer Serie akribischer und zugleich zarter Werke emuliert sie eine wissenschaftliche Arbeitsweise. Die in der Ausstellung gezeigten Werke widmen sich vor allem dem menschlichen Körper. Obwohl unsere ganze Welterfahrung auf Sinneswahrnehmungen beschränkt zu sein scheint, wird der eigene Körper häufig als selbstverständlich wahrgenommen. Das allgemeine Wissen um seine Funktionen ist eher gering, und oft wird die Unverzichtbarkeit seines einwandfreien Funktionierens übersehen.

In ihrer sehr präzisen und mitunter auch umständlichen Art des Kunstschaffens bedient sich Beardsley mehrerer Medien. So kommt im hier präsentierten Projekt neben Zeichnungen, mehrdimensionaler Skulpturenstickerei und Cyanotypie auch Polymer-Kunststofffolie, besser als Schrumpffolie bekannt, zur Anwendung. Unter Hitzeeinwirkung schrumpft dieses transparente Material und härtet aus. Mit Zeichnungen und Abschnürungen verwandeln sich damit zweidimensionale Formen in detailreiche Bilder menschlicher Körperteile. Diese recht einfachen manuellen, zugleich aber auch sehr präzisen Techniken machen Beardsleys Werke visuell attraktiv und taktil. Zugleich betonen sie den Fokus auf Materialien und Körperlichkeit. Solche Techniken werden häufig und bisweilen abwertend als „Handwerk“ bezeichnet, doch die hohe Professionalität und der Respekt der Künstlerin vor ihrem wissenschaftlichen Gebrauch erhebt Handwerk hier zu einem hochwertigen künstlerischen Medium. Ein weiteres Element des Projekts sind die Cyanotypie-Fotogramme kleiner Skulpturen des menschlichen Körpers. Blaudruck oder Cyanotypie, eine der ältesten fotografischen Techniken, wurde in der Vergangenheit für wissenschaftliche Zwecke eingesetzt.

Beardsleys künstlerische Gesamtästhetik ist der visuellen Sprache wissenschaftlicher Forschungspräsentationen entlehnt – primär der Vermittlung von Wissenschaft an ein Laienpublikum. Ihre Arbeit beleuchtet eine Schnittstelle zwischen Kunst, Museum und wissenschaftlichem Exponat. Inspiriert wurde die Künstlerin unter anderem von historischen wissenschaftlichen Modellen des menschlichen Körpers wie den anatomischen Wachsmodellen der Josephinum-Sammlung der Medizinuniversität Wien. Sie verkörpern und illustrieren sehr direkt, wie sich das Wissen über den menschlichen Körper entwickelt hat, und sie erinnern uns an dessen unleugbare Bedeutung.

Britta Benno präsentiert Werke aus ihrer eigens für das Artists-in-Residence-Programm geschaffenen Serie, die jedoch aus dem über einjährigen urbanistischen Projekt der Künstlerin in Tallinn abgeleitet sind. Die bearbeiteten Gemälde zeigen zusammen mit Zeichnungen und anderen Grafiken unter dem Titel "Dystopisches Österreich" Stadtlandschaften nach dem imaginierten Aussterben des Menschen.

Die Künstlerin hatte dazu Bilder auf Flohmärkten in Wien gekauft und diese mit Techniken der Collage und manuellen Montage modifiziert. Ihre Arbeiten lassen sich am besten als eine Art historischer Mischbilder für die Zukunft beschreiben. Benno setzt Abbildungen von Gebäuden – Reproduktionen, Zeichnungen etc. – in die biedermeierlich kitschigen Landschaften der alten Werke. Häuser, Menschen und anderen Figuren, die sich zuvor auf diesen wiederverwerteten Gemälden befanden, sind nun gelöscht, ausradiert und übermalt. Dass sie fehlen, betont die alles erobernde Macht der Natur. Man kann die abgebildeten Gebäude durchaus erkennen – sie stehen für Macht, Kultur, Geld, Tradition, Religion, Geschäft und dergleichen. Und sie erinnern uns daran, dass diese Gebäude irgendwann in Zukunft ihre Bedeutung verlieren und zu Ruinen verfallen werden – zu Resten einst mächtiger Zivilisationen. Möglicherweise löst die Ästhetik der Bilder sogar eine Art „romantische“ Nostalgie aus. Was man gut als ‚Ruinenlust‘ oder die Freude und Begeisterung beschreiben könnte, die uns bisweilen beim Betrachten alter Gebäudereste befällt, entpuppt sich schließlich als selbstironischer Ansatz, wie er für unsere modernen Gesellschaften so typisch ist.

Etwas unheimlicher erscheint da der Verweis auf die Vernachlässigung und Zerstörung von Umwelt und Natur durch das kapitalistische System. Popularmedien und Nachrichtensendungen servieren uns täglich eine dystopische Bilderwelt. Und doch getraut sich kaum jemand zu fragen: Sind wir schon ganz abgestumpft? Sind wir tatsächlich so selbstvergessen, dass uns nicht einmal die Konfrontation mit der eigenen Winzigkeit und Machtlosigkeit aus unserer Selbstgefälligkeit wachrütteln kann? Benno möchte diese Fragen ansprechen und zeigt uns dazu ihre persönliche Befindlichkeit samt Pessimismus, Angstgefühlen und Beklemmungen, die der Betrachter häufig selbst nur allzu gut kennt.

Auch Carina Emery interessiert sich, wenn auch auf ganz andere Weise, für die lokale Architektur in Wien. Emery arbeitet hauptsächlich mit Skulpturen und Installationen. In ihrem Hang zu durchlässigen, porösen Oberflächen schafft sie große, häufig metallene Strukturen, die sie mit unterschiedlichsten Materialien verbindet. Diese Konstellationen emulieren Gefühle. Sie zirkulieren, stagnieren, laufen aus. Es sind fließende Körper und Systeme, die mit Momenten der Spannung und Unterbrechung arbeiten. Emerys Skulturen sind meist interaktiv, man kann durch einige von ihnen hindurchgehen und dabei mit Strukturen und Materialien kommunizieren. Die Künstlerin interessiert sich für die Ähnlichkeiten von Techniken und Materialien zu körperlichen oder seelischen Empfindungen, individuellen oder sozialen Körperzuständen. Die diversen Materialien werden dazu auf unübliche Weise verbunden. So verwendet Emery zum Zusammenhalten der einzelnen Elemente zum Beispiel Klebeband oder gebogenen Zinn. In ihrer Arbeit werden diese Verbindungen zwischen Materialien zu Metaphern für Gefühle und Beziehungen.

Die Inspiration für die ausgestellten Werke bezog Emery teilweise durch die Architektur des Wiener Jugendstils, seine Elemente und insbesondere durch seine organischen und kurvenförmigen Ornamente. Ihr Interesse gilt diesen gekerbten, strukturierten Oberflächen, ihren Öffnungen und potenziellen Räumen des Zusammenziehens und Entfaltens sowie deren Verbindungen zu Sexualität, Geschlecht und Fluidität. Durch Grenzen ziehen und Durchgängen verschaffen prägt Architektur die Art und Weise, wie wir Räume bewohnen. Die Künstlerin widmet sich also unter anderem der Beobachtung von Architektur und ihrem Einfluss auf unser Leben.

Ähnlich wie die Ornamente des Jugendstils vermeidet auch Emery in ihren Skulpturen gerade Linien und Begrenzungswinkel. Ihre Metallelemente biegt sie meist von Hand und in kaltem Zustand, ohne sie zu erhitzen. Dabei schafft sie mit körperlicher Arbeit Objekte, in denen Physisches und Emotionales zusammenfließen. Sie teilt, faltet, biegt, durchbohrt und zerrt die Materialien, die im Zuge dieses Verfahrens zu Vehikeln eines verkörperlichten Wissens werden. Wesentlich für Emery sind der Tastsinn und der Akt des Berührens. Letztlich passen sich die Skulpturen an den vorhandenen Raum an und werden dadurch raumspezifisch. Während wir oft vergessen, wie durchlässig und vielschichtig der Boden ist, auf dem wir leben, erinnern uns die Skulpturen Emerys daran, dass dieser Boden weder fest noch geschlossen oder stabil ist.

Unser Privat- und Berufsleben wird heute in hohem Maße durch neueste Technologien und unsichtbare Prozesse der Erhebung, Filterung und Verarbeitung von Daten beeinflusst. Und wir dürfen uns allen Ernstes fragen: Inwieweit wird unser Gedächtnis durch technologische Prozesse beeinflusst und beherrscht? Was käme wohl heraus, würden wir ähnliche Technologien verwenden, um den Prozess der Erinnerung aufzubrechen, nachzuverfolgen und neu abzubilden? Demetris Shammas, Architekt und IT-Künstler, sondiert mit technologischen, algorithmischen Mitteln die Prozesse des Gedächtnisses und der Erinnerung und bricht sie auf. Seine „False Memory Machine“ ist ein Algorithmus, der darauf trainiert wurde, materielle Gegenstände zu erinnern und zu produzieren. Ein Mountain Bike, eine klassische Gitarre, ein Handschuh usw. sind die Artefakte – Kopien von Erinnerungen an Gegenstände mit emotionaler Bedeutung.

Shammas bezieht seine Inspiration aus der Geschichte „Tlön, Uqbar, Orbis Tertius“ von Jorge Luis Borges, in der es um die mysteriös fiktionale Welt Tlön geht – ein Utopia, das von idealistischen Menschen bewohnt wird. In den Worten des Künstlers: „Durch die Suche nach etwas Verlorenem, wie wir uns daran erinnern, können wir vielleicht finden, was unseren Erwartungen entspricht. Ein Hrönir vom Planeten Tlön ist ein solches Objekt. Dieses Objekt wurde durch den Akt des Erinnerns produziert. Erinnerung an das, wie es war, wie wir glauben, dass es war, wie wir hoffen, dass es war, wie wir wollen, dass es war.“

Dazu wurden die Datensätze von 140 Objekten aus dem Gedächtnis des Künstlers in den zuvor entwickelten Computer-Algorithmus ‚eingespeist‘. Die Hauptaufgabe der Maschine ist die Erinnerung – und damit Neuschaffung – eines vergangenen Ereignisses. „Die Maschine navigiert durch diesen Raum, wie ein Töpfer den Ton formt, sie tastet verschiedene Formen, verzerrte, verschmolzene und verschwommene Ränder ab, stößt bisweilen auf bekannte Details und erzeugt neue Objekte, wenngleich diese niemals perfekt oder wahr werden.“

„Fiktion ist die Lüge, durch die wir die Wahrheit sagen.“, lautet ein Zitat, das meist Albert Camus zugeschrieben wird. Ob tatsächlich er es geprägt hat, ist strittig, was die Aussage ironischerweise zusätzlich bestätigt. Erdem Taşdelen erkundet die faszinierende Beziehung zwischen Fakten und Lügen, Fiktion und Wahrheit auf seine Weise. Dabei schöpft er häufig aus einzigartigen historischen Narrativen, anhand derer er auf die Komplexität aktueller soziopolitischer Themen verweist. Auch das hier gezeigte Projekt bildet keine Ausnahme.

Der Künstler präsentiert seine laufende Arbeit unter dem Titel „I am Manifest Proof of Deviation“. Das Video eröffnet einzigartige Einblicke in den kreativen Prozess und die Methodik des Künstlers. Hauptbezugspunkt des Projekts, wenngleich er im Video nicht explizit erwähnt wird, ist das öffentlich abgelegte Geständnis Mehdi Hashemis, eines Mitglieds der Islamischen Revolutionsgarden, der des Verrats beschuldigt wurde. Hashemi verlas sein Schuldbekenntnis kurz vor seiner Hinrichtung 1987 im iranischen Fernsehen. Es gibt allerdings glaubhafte Berichte, wonach er massiv unter Druck gesetzt worden dar. Nach monatelangen Verhören wurde schließlich das Geständnis aufgezeichnet und in Zeitungen unter der Schlagzeile veröffentlicht: „I am Manifest Proof of Deviation“, die der Künstler als Titel seiner Arbeit entlehnt hat. Taşdelen ließ die vollständige Transkription des Geständnisses aus der Originalsprache Farsi ins Englische übersetzen. Dieser Text und die Frage, wie erzwungene Geständnisse in unserer technologisierten Welt aussehen könnten oder tatsächlich aussehen, bilden die Grundlage dieses Werks.

Heute sind Technologien der künstlichen Intelligenz (KI) in der Lage, das Gesicht eines Sprechers realistisch über das eines anderen zu legen und zugleich einen stimmlichen Avatar zu erstellen, der Sprache und Intonation imitiert. Mit dem Video soll auf diese potenziell gefährlichen technologischen Applikationen verwiesen werden. Es zeigt einen Schauspieler mit einer adaptierten und abstrahierten Version von Hashemis Geständnis, was zugleich den performativen Aspekt von ‚Geständnissen‘ hervorhebt, deren Zweck es ja ist, zu überzeugen. Die historischen Fakten rund um Hashemis Geständnis werden abstrahiert und fiktionalisiert. Auf diese Weise entsteht ein neues, halb fiktives Narrativ. In der Audiospur werden Musik, Geräusche und Lesen künstlich zu einer spannenden Atmosphäre verdichtet, die dem Betrachter vor Augen führt, dass das, was er oder sie sieht, gefälscht ist.


Text: Eva Kovač, Kunsthistorikerin und
Koordinatorin der Curators' Agenda von BLOCKFREI


Über die Artists in Residence:

Duo: Karolina Balcer und Iwona Ogrodzka | Polen
Karolina Balcer
, geboren 1988, lebt und arbeitet in Wroclaw (Breslau). Sie hat ihr Studium der Bildenden Kunst an der Kunstakademie Wroclaw 2014 abgeschlossen. Ebenfalls an der Kunstakademie Wroclaw beendete sie 2017 ihr Doktoratsstudium. Gegenwärtig arbeitet sie an ihrer Dissertation über Architektur als Instrument zur Organisation des sozialen Lebens. Balcer beschäftigt sich mit unterschiedlichen Gebieten der Kunst wie Malerei, Videokunst und Installationen im öffentlichen Raum. Seit 2015 ist sie eine der Betreiberinnen der Galerie Wykwit.
http://karolinabalcer.com

Iwona Ogrodzka, geboren 1991, ist Absolventin der Kunstakademie Wroclaw (Breslau), wo sie auch lebt und arbeitet. Ogrodzka beschäftigt sich mit Medienkunst, Installationen und Malerei.
http://iwonaogrodzka.com

Iwona Ogrodzka und Karolina Balcer teilen ihr Interesse für Installationskunst, neue Medien und Malerei. Im Rahmen des Artists in Residence Programms von KulturKontakt Austria treten Ogrodzka und Balcer als künstlerisches Duo auf. Die beiden hatten auch schon davor gemeinsam an verschiedenen Projekten gearbeitet, und sie sind Mitbegründerinnen des Künstlerkollektivs Wykwitex. Beide schätzen Kooperation, Gruppenarbeit oder einfach nur die Gesellschaft freundlicher Menschen, die sie dem isolierten Arbeiten allein vorziehen.
http://wykwitex.pl; http://wykwitex-tower.pl/

Heather Beardsley | USA
Heather Beardsley, geboren 1987, ist eine bildende Künstlerin aus Virginia Beach, VA, USA. Sie beendete 2009 ihr Studium an der University of Virginia mit dem Titel Bachelor of Arts, und erwarb 2015 ihren MFA-Abschluss im Fach Fasern und Materialien am School of the Art Institute of Chicago. Beardsley erhielt für das Studienjahr 2015/16 ein Fulbright-Stipendium für Installationskunst in Wien, Österreich, das gemeinsam mit der Universität für Angewandte Kunst in Wien vergeben wird. Ihre Werke waren bisher in den USA und Europa, konkret in New York, Chicago, Österreich, Deutschland, der Slowakei, Großbritannien und Irland zu sehen. Sie erhielt 2016 ein internationales Braunschweig PROJECTS-Stipendium für zwölf Monate, das vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gemeinsam mit der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig vergeben wird. Zu den jüngsten Ausstellungen Beardsleys gehörten „Department Of“ an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig, Deutschland, „Books Undone“ am Pennsylvania College of Technology und „Fake in der Science Gallery“ in Dublin, Irland.
www.heatherbeardsley.com

Britta Benno | Estland
Britta Benno, geboren 1984, ist eine Druckgrafikerin und Zeichnerin, die in Tallinn, Estland, lebt und arbeitet. Ihr Werk vermittelt autobiografische Narrative in einer sehr persönlichen Grafiksprache unter Zuhilfenahme diverser Techniken – Zeichnungen, Druckgrafiken, Animationen und Installationen. Gegenwärtig schreibt sie ihre Dissertation an der Estonian Academy of Arts zum Thema Räume, Identitäten und Medien zeitgenössischer estnischer Druckgrafikerinnen. Benno gründete 2009 das unabhängige Druckgrafikstudio Grafodroom. Sie unterrichtet Kunst, ist Mitglied in mehreren Künstlergruppen und bereits als Kuratorin von Gruppenausstellungen und Organisatorin von Kunstveranstaltungen in Erscheinung getreten.
www.brittabenno.com

Carina Emery | Schweiz
Carina Emery, geboren 1991 in Thun, lebt und arbeitet in Paris. Sie studierte zuerst Theorie an der Zürcher Hochschule der Künste, danach Bildende Kunst bei Dominique Figarella an der Ecole Nationale Supérieure des Beaux-Arts de Paris. In diesem Rahmen verfasste sie ihre Masterarbeit „Die Permeabilität des Bodens - das Offene ist bewohnbar“, mentoriert von Pierre Alferi. Carina Emery schafft hauptsächlich raumgreifende Installationen und skulpturale Arbeiten, die wie Organismen funktionieren. Dabei beschäftigt sie sich mit der Durchlässigkeit von Körpern und Oberflächen und interessiert sich insbesondere dafür, wie Gesten und Emotionen verleiblicht werden, zirkulieren oder stagnieren.
https://bit.ly/2zKFAEd

Demetris Shammas | Zypern
Demetris Shammas, geboren 1984, ist ein zypriotischer Architekt, der heute als IT-Künstler arbeitet. Er verwendet digitale Daten als Kompositionsinstrumente, überlagert Physisches mit Digitalem und entwickelt daraus ‚algorithmische Erfahrungen‘. Seine scheinbar rationalen Arbeiten sind von der Faszination für das Unvorstellbare, das nicht Realisierte und von dem Bestreben getrieben, das Mögliche als etwas letztlich Unfassbares zu sondieren. Die Schritte auf dem Weg dahin sind unsicher und von willkürlich festgelegten Regeln durchzogen, da sie zunächst einer ‚Aufzeichnung der Erfahrung'*, dann einer ‚Kodierung der Erfahrung‘ und schließlich der ‚Synthese einer virtuellen Interpretation‘ folgen, die ihrerseits wieder in Realität umgesetzt werden kann. Demetris verfügt über einen Master-Abschluss des CAAD (Computer Aided Architectural Design) der ETH Zürich. Sein Architekturstudium hat er an der NTU Athen absolviert. Er lehrt algorithmisches Design an der ETH Zürich und an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel.
www.shammas.xyz

Erdem Taşdelen | Kanada/Türkei
Erdem Taşdelen, geboren 1985, ist ein türkisch-kanadischer Künstler. Er lebt und arbeitet in Toronto. Seine künstlerische Tätigkeit ist im Konzeptualismus verwurzelt, und er bedient sich so unterschiedlicher Medien wie Installationen, Videos, Bildhauerei, Klangkunst und Kunstbücher. International gezeigt wurden seine Arbeiten bereits in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen und in Publikationen wie Artforum, Flash Art, ArtAsiaPacific, Financial Times, Canadian Art und dem C-Magazine. Taşdelen erhielt 2016 den Joseph S. Stauffer Prize in Visual Arts des Canada Council for the Arts und 2014 den Charles Pachter Prize for Emerging Artists der Hnatyshyn Foundation. Im kommenden Jahr, 2019, wird Taşdelen seine Tätigkeit als Artist in Residence im Rupert Centre in Vilnius, Litauen, fortsetzen.
www.erdemtasdelen

Iwona Ogrodzka and Karolina Balcer, The place which could become, video installation, 2018
Iwona Ogrodzka and Karolina Balcer, The place which could become, video installation, 2018
©Iwona Ogrodzka, Karolina Balcer
 Iwona Ogrodzka and Karolina Balcer, The place which could become, video installation, 2018
Copyright: Iwona Ogrodzka, Karolina Balcer

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Heather Beardsley, o.T., shrink film on panel, 2018
Heather Beardsley, o.T., shrink film on panel, 2018
©Heather Beardsley
 Heather Beardsley, o.T., shrink film on panel, 2018
Copyright: Heather Beardsley

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Benno Britta, Dystopical Millennium Tower, Vienna, Collage, 2018
Benno Britta, Dystopical Millennium Tower, Vienna, Collage, 2018
©Benno Britta
 Benno Britta, Dystopical Millennium Tower, Vienna, Collage, 2018
Copyright: Benno Britta

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Demetris Shammas, False Memory Machine, 3d printed sculptures and computer animation, 2018
Demetris Shammas, False Memory Machine, 3d printed sculptures and computer animation, 2018
©Demetris Shammas
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Copyright: Demetris Shammas

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Erdem Taşdelen, I_Am_Manifest_Proof_of_Deviation, single-channel HD video, 2018
Erdem Taşdelen, I_Am_Manifest_Proof_of_Deviation, single-channel HD video, 2018
©Erdem Taşdelen
 Erdem Taşdelen, I_Am_Manifest_Proof_of_Deviation, single-channel HD video, 2018
Copyright: Erdem Taşdelen

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