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Beate TötterströmIn order to develop entrepreneurship competences within the context of school instruction, various projects have been and are being implemented – especially in the vocational school sector (upper secondary level). Their common goal is to empower young people with autonomy and self-initiative and, with this in mind, to foster action-oriented competence. I can creatively develop ideas and recognise their value. (A1) I can plan goals, develop work packages for implementation, and carry out a project. (B2) I implement my ideas (my business models) with ecological and social awareness. (C1)These are three examples from the reference framework for entrepreneurship education. The Future Learning subgroup of the European Commission Directorate-General for Education’s thematic working group Entrepreneurship Education began work on this, which was continued in Austria.The referenc

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 Magazin Kompetenzen

Entrepreneurship-Kompetenzen garantieren Berufschancen


Beate Tötterström

Zur Entwicklung von Entrepreneurship-Kompetenzen im Rahmen des Schulunterrichts wurden und werden vielfältige Projekte – vor allem im Bereich der berufsbildenden Schulen (Sekundarstufe II) – umgesetzt. Ihr gemeinsames Ziel ist, die Jugendlichen zu Eigenverantwortung und Eigeninitiative zu befähigen und in diesem Sinn Handlungskompetenz zu entwickeln.

  • Ich kann kreativ Ideen entwickeln und erkenne ihren Wert. (A1)

  • Ich kann Ziele planen, Arbeitspakete für die Umsetzung entwickeln und ein Projekt durchführen. (B2)

  • Ich setze meine Ideen (meine Geschäftsmodelle) ökologisch und sozial sensibel um. (C1)


Das sind drei Beispiele aus dem Referenzrahmen für Entrepreneurship Education. Die Arbeit daran wurde in der „Subgroup Future Learning“ der „Thematic Workgroup Entrepreneurship Education der Generaldirektion Bildung der EU-Kommission“ begonnen und in Österreich weitergeführt.

Der Referenzrahmen orientiert sich am Modell unterschiedlicher Kompetenzniveaus und umfasst die Kompetenzstufen A1–C2 sowie eine Gliederung in die Bereiche

  • „Ideen entwickeln“ (Chancen erkennen/handeln),

  • „Ideen umsetzen“ (miteinander arbeiten/organisieren) und

  • „Nachhaltig denken“ (Finanz-ABC/zukunftsorientiert handeln).


Die Verankerung der Entrepreneurship-Erziehung als Unterrichtsprinzip in verschiedenen Lehrplänen, didaktische Interpretationen bestehender Unterrichtsfächer, insbesondere des Wirtschaftsunterrichts und des Projektmanagements (unter anderem in der Übungsfirmenarbeit), bis zur Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung sind geeignete Maßnahmen dafür.

Die Hauptfrage ist, durch welches didaktische Methodenset Entrepreneurship-Kompetenzen entwickelt werden können. Der Bogen spannt sich vom „Learning by doing“ bis zur inhaltlichen und kritischen Auseinandersetzung mit komplexen Themen. Ein Ziel ist, anders auf Probleme zu schauen und wo möglich Chancen zur Initiative für die Gestaltung von Veränderungen und Innovationen zu sehen. Sich etwas zutrauen, kreativ sein, aber auch konsequent Ziele verfolgen, sind persönliche Eigenschaften, die Jugendliche in einer Zeit des raschen Wandels benötigen, um ihren Lebensweg sowohl im ökonomischen als auch im privaten Bereich zu meistern. Unternehmen wünschen sich „Intrapreneure“, also Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Verantwortung übernehmen und kreativ gestalten.

Verschiedene Projekte in südosteuropäischen Ländern, die Österreich bereits seit vielen Jahren durchführt, setzen hier an. Die Maßnahmen reichen von der Unterstützung in der Curriculumsentwicklung über die Entwicklung geeigneter Unterrichtsmaterialien bis zu vielfältigen Fortbildungsprogrammen für Lehrerinnen und Lehrer in den Projektländern. So konnte z.B. im Zeitraum 2001–2010 die Methode „Übungsfirma“ nachhaltig in zehn Ländern verankert werden.

Ein aktuelles Beispiel ist das länderübergreifende Projekt „Entrepreneurship Learning“, das in den Ländern Albanien, Mazedonien und Kosovo erfolgreich läuft und 2017 zum Abschluss kommen wird. Neben der Entwicklung von geeigneten Unterrichtsmaterialien wurden Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ausgebildet, die dazu beitragen, dass viele engagierte Lehrerinnen und Lehrer den „Entrepreneurial Spirit“ weiter in die Klassenzimmer tragen.

Was sind nun die Besonderheiten von Entrepreneurial Learning?

Im Vordergrund stehen aktivierende Unterrichtsmethoden, die die Schülerinnen und Schüler in Form von Projektarbeiten, Teilnahmen an Wettbewerben (z.B. Businessplan-Wettbewerbe) oder mit Methoden zur Stärkung der Teamarbeit und Selbstkompetenz herausfordern. Das stärkt – neben dem Fachwissen – sowohl die Selbstkompetenz als auch „social skills“ und trägt so wesentlich zur „Employability“, aber auch zur Gestaltung eines eigenverantwortlichen Lebens in der Gesellschaft bei.

Zahlreiche Erfolgsgeschichten von Absolventinnen und Absolventen zeigen, dass diese Art des Unterrichts zukunftsorientiert und erfolgreich im Hinblick auf die größeren Chancen im Berufsleben ist.

Beate Tötterström, Impulszentrum für Entrepreneurship-Education e.e.si

www.eesi-impulszentrum.at



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Der REPORT inkludiert jeweils einen Diskursteil mit Beiträgen, die unsere gegenwärtigen und künftigen Arbeitsperspektiven exemplarisch darstellen sowie den Jahresbericht (bis 2015 online erschienen).