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The Austrian Federal Chancellery and KulturKontakt Austria extend a cordial invitation to an exhibition of works by international Artists in Residence in the fourth quarter of 2014, in the exhibition space of the Austrian Federal Chancellery on Concordiaplatz. The exhibition will present works by Bjarki Bragason (Iceland), Karolina Breguła (Poland), Cristina David (Romania), Ryo Ikeshiro (UK/Japan), Ben Landau (Australia), Vladimir Miladinović (Serbia), Julio Orozco (Mexico), Miha Šubic (Slovenia) and Chibuike Uzoma (Nigeria). The Austrian Federal Chancellery, in cooperation with KKA, offers scholarships for residencies in Vienna. The scholarships are funded by the Federal Chancellery within the framework of the Artists in Residence programme and are organised and implemented by KKA, which also provides support and advice to the scholarship winners.Vernissage: 9 December 2014, 5 p.m. to

Artikel

 Presse

Dezember 2014

Werkpräsentation der Artists in Residence 04/2014


im Ausstellungsraum des Bundeskanzleramtes


Das Bundeskanzleramt (BKA) und KulturKontakt Austria (KKA) laden zur Werkpräsentation der internationalen Artists in Residence des vierten Quartals in den Ausstellungsraum des Bundeskanzleramtes am Concordiaplatz. Gezeigt werden Arbeiten von Bjarki Bragason (Island), Karolina Breguła (Polen), Cristina David (Rumänien), Ryo Ikeshiro (UK/Japan), Ben Landau (Australien/Ungarn/Niederlande), Vladimir Miladinović (Serbien), Julio Orozco (Mexiko), Miha Šubic (Slowenien), Chibuike Uzoma (Nigeria).

Das Bundeskanzleramt (BKA) stellt in Kooperation mit KKA Residence-Stipendien in Wien zur Verfügung. Die Stipendien werden im Rahmen der Artists-in-Residence-Programme vom BKA gefördert und von KKA beratend und organisatorisch begleitet.

Eröffnung: 09. 12. 2014, von 17.00 bis 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 10. – 18. 12. 2014
Ort: Ausstellungsraum des BKA, Concordiaplatz 2, 1010 Wien
werktags geöffnet von 10.00 bis 17.00 Uhr

www.facebook.com/kulturkontakt
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Bjarki Bragason (Island)
Zeit ist in der künstlerischen Praxis von Bjarki Bragason das zentrale Thema, dem er sich über Politikwissenschaft, Architektur, Sprache und Archäologie annähert. Sein jüngstes Projekt bezieht sich darauf, wie sich Zeit in der modernen Architektur manifestiert und wie sich Ideologie und Unordnung auf Zeiträume auswirken. Seine Werke basieren auf Architektur, Dialog und Forschungsprozessen. Bevorstehende Projekte sind Infinite Next, mit Fokus auf Forschungen am Jakobshavn-Gletscher und eine Ausstellung in Ilulissat, Westgrönland, in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Anna Líndal. Im Dezember 2014 realisiert Bragason in Wien zwei ortsspezifische Installationen: Eine in der Antikensammlung des Kunsthistorischen Museums, die andere in der Mineraliensammlung des Naturhistorischen Museums. Im Ausstellungsraum Concordiaplatz präsentiert Bragason, der in Island, Deutschland und Kalifornien studiert hat, eine Videoarbeit zur Zergliederung der Sprache durch Übersetzung.

Karolina Breguła (Polen)
zeigt am Concordiaplatz ein Video als Fragment eines Films, an dem sie während ihres Stipendienaufenthalts in Wien arbeitet. Der Film mit dem Titel „The Tower“ erzählt die Geschichte einer Gruppe von Menschen, die einen Zuckerturm bauen wollen. Die Filmmusik wird von Ela Orleans komponiert.

Die Premiere ihrer Opernperformance „The Tower“, die von Träumen, Erwartungen und Realität des Lebens in Wohnblöcken handelt, fand im September 2014 im Rahmen des Warschauer Galerien-Wochenendes in der Kammeroper und am Theaterinstitut in Warschau statt, der Stadt in der Karolina Breguła als polnische Multimedia-Künstlerin lebt und in den Bereichen Installationen, Happenings, Video- und Fotokunst tätig ist.


Cristina David (Rumänien)
Cristina David, die Mathematik und Bildende Kunst in Rumänien und Norwegen studierte, beschäftigt sich künstlerisch mit Raum- und Videoinstallationen, und auf Text basierenden Arbeiten. Sie zeigt in der Ausstellung am Concordiaplatz eine Rauminstallation und die Fotoarbeit 154, welche folgenden Hintergrund haben:

„Was anderen an mir gleich auffällt, ist meine Körpergröße. Ich bin 154 cm groß. In Europa ist das im Bevölkerungsdurchschnitt eher klein.

Diese Tatsache wird gewöhnlich mit psychologischen Eigenschaften wie Niedlichkeit, Kindlichkeit und Unschuld assoziiert. Ich glaube nicht, dass ich diese Eigenschaften besitze. Eher neige ich dazu, etwas boshaft zu sein. Daher setze ich meine Körpergröße nicht dazu ein, irgendwelche positiven Eigenschaften anzudeuten, sondern – inspiriert von Prokrustes, dem Bösewicht der griechischen Mythen – als eine Art  von Strategie.“ (Cristina David)

Ryo Ikeshiro (UK/Japan)
lebt und arbeitet interdisziplinär als Kunstschaffender in Großbritannien. Seine Werke spannen den Bogen von audiovisuellen Live-Performances und interaktiven Installationen zu Gruppenimprovisationen und orchestrierten Kompositionen. Er wurde ursprünglich als klassischer Musiker ausgebildet und entdeckte dann die elektronische Musik und andere Disziplinen für sich. Das Zusammentreffen dieser beiden Welten befruchtet seine künstlerische Praxis, in der er sich mit Computerästhetik beschäftigt, die über die Nachahmung menschlicher Kreativität und bestehender Kunstformen hinausgeht. Während seines Stipendienaufenthalts in Wien setzt er seine Arbeit an laufenden Projekten fort, in denen er untersucht, wie Computer die Welt um uns analysieren und auf sie reagieren, und was das impliziert. Die am Concordiaplatz gezeigte Installation basiert auf der Visualisierung und Vertonung von Daten, Bilderkennung, generativen Systemen und Interaktivität.

Ben Landau (Australien/Ungarn/Niederlande)
Ben Landau hat soeben sein Masterstudium Contextual Design an der Design Academy Eindhoven (Niederlande) beendet. Landau schafft Situationen, die das Publikum bzw. die Öffentlichkeit dazu auffordern, die Welt um sich herum und die Auswirkungen von Design auf ihr Leben zu hinterfragen. Seine kritischen Brüche mit dem Status quo dekonstruieren das Vertrauen in bestehende Systeme. In seinen Aktionen bricht er soziale, politische und kulturelle Vorstellungen auf, um das Publikum zur Handlungsfähigkeit anzuregen.

In der Ausstellung am Concordiaplatz zeigt er Zeichnungen, Modelle und Videokunst zur Beleuchtung einer alternativen Produktionsmethode, die ästhetische Einflüsse aus dem Alltagsleben mit dem Unbewussten kombiniert und durch bewusstes Träumen eine Synthese bewirkt.

Vladimir Miladinović (Serbien)
hat in Belgrad studiert und ist ebendort in der wissenschaftlichen Forschung tätig. Er zeigt in Wien einen Teil seines Projektes “Rendered History“, eine Serie von Zeichnungen, ein Work in Progress. Den Rahmen für das Projekt „Rendered History“ bildet die Beschäftigung mit Krieg und Nachkriegstrauma in den ex-jugoslawischen Gesellschaften. Das Projekt steht beispielhaft für Kunst, die sich mit der medialen, forensischen, politischen und moralischen Identifizierung und Darstellung von Kriegsverbrechen ebenso beschäftigt wie mit den derzeitigen Transformationsideologien des Leugnens und Verschweigens. Der Künstler hinterfragt, wie Medien und Institutionen in den post-jugoslawischen Gesellschaften öffentlichen Raum gestalten und damit das kollektive Gedächtnis formen. Sein Ziel ist es, Kunst als eine Form von Gegenöffentlichkeit einzusetzen, um Fragen zu medialer Kriegspropaganda, Manipulation, geschichtlicher Verantwortung und intellektuellem Engagement aufzuwerfen

Julio Orozco (Mexiko)
ist ein Konzeptkünstler aus Tijuana, dessen künstlerische Bandbreite Installationen, Videokunst und Fotografie umfasst. Stets im Zentrum seiner Arbeit steht das Spiel mit Fakten und Fiktion. Die meisten seiner Projekte drehen sich in um die Themen Kino und Stadt, Themen zwischen Realität und Fantasie, zwischen einer Vergangenheit, die schon ausgelöscht ist und einer Zukunft, die noch nicht begriffen werden kann. Am Concordiaplatz zeigt er den Prototyp (Work in Progress) eines Projektionssystems auf Basis der Wiederverwertung von analogen Fernsehgeräten, alten DVD-Abspielgeräten, Metallteilen und Rädern, die er zu einzigartigen Lichtobjekten zusammenfügt

Miha Šubic (Slowenien)
ist ein aus Maribor stammender Filmregisseur, Drehbuchautor, Animationsfilmer und Mitbegründer der Filmgesellschaft Film Factory. Er arbeitet sowohl an Realfilmen wie auch an computeranimierten Filmen.

Während seines Aufenthalts als Artist in Residence in Wien arbeitet er an seinem nächsten animierten Kurzfilm, einer schwarzen Komödie bzw. Satire mit dem Titel „Honey, can you take my human for a walk?“, die er 2016 herausbringen will. In der Ausstellung am Concordiaplatz zeigt er seinen neuesten Kurzspielfilm mit dem Titel „Food Fetish“ eine Komödie/Satire, 2014 in Slowenien entstanden, produziert von Film Factory.

Chibuike Uzoma (Nigeria)
Der aus Port Harcourt stammende Künstler, studierte Malerei an der Universität Benin, seit 2010 ist er auch als Fotograf tätig. Am Concordiaplatz zeigt er die in Wien entstandene Fotoserie “West to The Horn is The Heart”, begleitet von Soundeffekten. „’West to The Horn is The Heart’ ist ein Wortindex, um die Geografie meines Landes zu zeigen, wenn man eine afrikanische Landkarte in der Hand hält. Ideen für dieses neue Projekt kamen mir während meines Aufenthalts in Wien. Ich erstelle konzeptuelle Bilder aus starren Performances und versuche die Problematiken zu ergründen, die möglicherweise Aussagen wie folgender zugrunde liegen: ‚Wenn ich hier bin, weiß ich, dass ich nicht dazugehöre und wenn ich auf Besuch nach Hause fahre, habe ich auch das Gefühl, dass ich da nicht hingehöre. Ich bin also sozusagen dazwischen, mein Bruder, und das ist verwirrend.’ – Aus einem Gespräch mit einem Ghanaer in der Diaspora, der seit etwa 10 Jahren in Wien lebt.

Es ist verwirrend und kompliziert (sogar in dieser kurzen Beschreibung scheint es so), aber ich stehe nicht still, sondern versuche, einen Platz der Ruhe zu finden.“ (Chibuike Uzoma)

Werk Untitled von Chibuike Uzoma
Chibuike Uzoma, Untitled, Fotografie, 2014
©Chibuike Uzoma
 Chibuike Uzoma, Untitled, Fotografie, 2014
Copyright: Chibuike Uzoma

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Still aus dem Film
Miha Šubic, Food Fetish, Fiction Film (8 min 45 sec), 2014
©Miha Šubic
 Miha Šubic, Food Fetish, Fiction Film (8 min 45 sec), 2014
Copyright: Miha Šubic

Dateityp: JPG
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Ausschnitt aus dem Film The Tower von Karolina Breguła
Karolina Breguła, The Tower, Film, 2014
©Karolina Breguła
 Karolina Breguła, The Tower, Film, 2014
Copyright: Karolina Breguła

Dateityp: JPG
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Das Bild zeigt einen Ausschnitt aus der Installation Sleeper Cells von Ben Landau
Ben Landau, Sleeper Cells, Installation 2014
©Ben Landau
 Ben Landau, Sleeper Cells, Installation 2014
Copyright: Ben Landau

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Still der Installation Ethnic Diversity in Sites of Cultural Activity von Ryo Ikeshiro
Ryo Ikeshiro, Ethnic Diversity in Sites of Cultural Activity, Interactive audiovisual installation, 2014
©Ryo Ikeshiro
 Ryo Ikeshiro, Ethnic Diversity in Sites of Cultural Activity, Interactive audiovisual installation, 2014
Copyright: Ryo Ikeshiro

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