von Birgit Mandel
1. Funktionen der Kulturvermittlung
Hinter dem Begriff der Kulturvermittlung verbergen sich sehr unterschiedliche Funktionen und Zielsetzungen, die historisch unterschiedlich gewichtet wurden. Diese differenziert in den Blick zu nehmen und zu hinterfragen, ist Voraussetzung für die Positionierung von Studiengängen der Kulturvermittlung.
Kulturvermittlung als Kunstvermittlung im engeren Sinne sollte und soll den Zugang zu den (öffentlich geförderten) professionellen künstlerischen Produktionen ermöglichen, indem diese zum Beispiel durch museums- oder theaterpädagogische Angebote in ihren Inhalten und ihrer Ästhetik verständlich gemacht werden. Ein Großteil der Vermittlungsansätze in den traditionellen Kulturinstitutionen arbeitet (oftmals nicht bewusst) mit der Idee der Übersetzung, der Erklärung des Sinns einer künstlerischen Produktion in einer autorisierten Fassung, ausgehend von dem Anspruch, dass sich Kunst ohne Vorwissen nicht erschließen lässt, oftmals auch davon ausgehend, dass es die eine „richtige“ Fassung der Entschlüsselung eines Kunstwerks gibt.
Kulturvermittlung, wie sie etwa vor allem in den Musikschulen oder auch in allgemein bildenden Schulen praktiziert wird, meint vor allem die Vermittlung künstlerischer Techniken als Voraussetzung für ästhetisches Ausdrucksvermögen, wobei es nicht zwingend auch darum geht, eigene Ideen und Inhalte mittels Kunst zum Ausdruck zu bringen.
Kulturvermittlung als Kulturpädagogik im weiteren Sinne impliziert darüber hinaus das Ziel, nicht nur die von Experten hervorgebrachten und definierten Kulturleistungen zugänglich zu machen, sondern Menschen zu ermutigen, eigene kulturelle Ausdrucksweisen zu entdecken, und weiterzuentwickeln, und kulturelle Kompetenz zu erwerben, zum einen als Kompetenz kulturelle Phänomene zu deuten, zum anderen als Fähigkeit, eigenständige, kreative Lösungen zu finden.
Der in den 70er Jahren geprägte Begriff der Kulturpädagogik wird seit einiger Zeit weitgehend durch den der kulturellen Bildung ersetzt, der stärker vom Vermittler auf den Adressaten lenkt und darauf abhebt, dass es vor allem um Selbstbildungsprozesse mit Kunst und Kultur geht.
Anregung zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und zur Gestaltung kultureller Prozesse
Noch weiter weg von den professionellen Künsten hin zur Beschäftigung mit der eigenen Alltagskultur zielt die Soziokultur, die sich ebenfalls Ende der 1960er/Anfang der 1970er Jahre gründete mit dem Anspruch, vor allem den Gegensatz zwischen Kultur und Alltag aufzuheben. Die Soziokultur basiert auf einem weiten, politisch definierten Kulturbegriff. Kulturvermittlung innerhalb der Soziokultur will Anstöße geben, Menschen in einer demokratischen Gesellschaft zu aktiv Mitgestaltenden zu machen.
Aufmerksamkeit, Interesse und Nachfrage für Kunst schaffen
Seit Ende der 80er Jahre entwickelten sich verstärkt Formen von Marketing und Public Relations, die spezifisch auf die Belange von Kultur zugeschnitten sind und bei denen es darum geht, die Kommunikation im Sinne von Aufmerksamkeitsmanagement und die Rahmenbedingungen von Kulturangeboten und Kulturrezeptionsprozessen so zu gestalten, dass sie für unterschiedliche Zielgruppen attraktiv werden. So können etwa Marken- und Eventstrategien dazu geeignet sein, auch kulturfernere Gruppen für Kunst zu mobilisieren, und Kultur auch bei breiteren Bevölkerungskreisen als gesellschaftliches Ereignis ins Bewusstsein zu bringen, wie u. a. der Erfolg von Ausstellungen wie „Moma in Berlin“ zeigt, die auf einer ausgefeilten Kommunikationsstrategie basierte.
Diese kulturmanagerialen Funktionen bezeichne ich als indirekte Formen von Kulturvermittlung.
2. Kulturvermittlung als interdisziplinäre Gestaltungsaufgabe
Kulturvermittlung umfasst ein breites Spektrum an Funktionen, von der direkten kulturellen Bildung bis zum Marketing, durch deren Zusammenspiel ein Mehrwert entsteht.
Die unterschiedlichen Funktionen und Erscheinungsformen von Kulturvermittlung werden in Deutschland bislang in der Theorie weitgehend getrennt betrachtet und in der Praxis nur selten zusammengedacht, obwohl ein koordiniertes Zusammenspiel am ehesten eine nachhaltige Wirksamkeit verspricht: So ist die Positionierung von Kulturveranstaltungen durch Marketing und PR eine Voraussetzung, um in einer ökonomisierten und lebensstilorientierten Welt, wirksame Kulturvermittlungsstrategien zu entwickeln. Eine direkte dialogische Vermittlung, die die gezielte Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur beinhaltet, Hintergründe und kulturelle Codes vermittelt und zugleich hinterfragt und zu Selbstbildungsprozessen anregt, ist notwendig dafür, dass es nicht beim Kultur-Event-Konsum bleibt, sondern Kultur ihren Bildungsauftrag auch wirklich erfüllen kann.
Ein kultur- und bildungspolitisches Konzept, das kulturelle Bildung, über den Kunstunterricht hinaus, für alle Schülerinnen und Schüler in Deutschland ermöglicht, ist Voraussetzung für die nachhaltige Entwicklung eines gemeinschaftlichen öffentlichen kulturellen Lebens.
Dieser breite Begriff von Kulturvermittlung korrespondiert mit einem erweiterten Kulturbegriff, durch den die populäre Kultur genauso wie Formen der so genannten Breitenkultur etwa in Vereinen und soziokulturellen Zentren als gleichwertig zu Formen öffentlich geförderter Hochkultur betrachtet werden.
Vermittlung geht dabei über traditionelle bildungsbürgerliche Codes hinaus und setzt bei der Bedeutung von Kunst für den eigenen Alltag der potenziellen Rezipienten an.
Damit wird der Blick geöffnet für ein breites Spektrum an relevanten Kulturformen, die in Vermittlungsprozessen in Beziehung zueinander gebracht werden können, um die Kluft zwischen U und E, zwischen populär und elitär zu überbrücken, und neue fruchtbare Bezüge herzustellen.
Die Künste sind Ausgangspunkt und wesentliche Substanz für die Kulturvermittlung, sie sind jedoch nicht deren alleiniges Ziel: „It takes art to make life more interesting than art.“
Die Künste als Schlüssel für die Kulturvermittlung zu begreifen, ist insofern sinnvoll, als nur die Kunst immer neue Sicht- und Handlungsweisen auf Gesellschaft und Alltag vermittelt, jenseits von Sachzwängen und Einschränkungen. Kunst spricht sowohl auf der kognitiven wie auf der emotionalen Ebene an. Obwohl Kunst sich gerade durch Zweckfreiheit auszeichnet, ist der Effekt, der von kunstorientierter Kulturvermittlung ausgeht, nicht auf die Kunstwertschätzung innerhalb der Kunstwelt beschränkt. Ziele von Kulturvermittlung weisen deutlich über Kunst hinaus und bestehen etwa darin, Kommunikation und Gemeinschaft zu stiften, Lebensqualität zu erhöhen, Menschen zu ermutigen, neue Sichtweisen auf ihr Leben einzunehmen, sie zu stärken. Gerade in ihrer Zweckfreiheit ist Kunst in einzigartiger Weise in der Lage, diese Prozesse zu stimulieren.
Hier setzen in jüngerer Zeit Projekte so genannter partizipativer Kunst an, in denen es darum geht, bewusst in gesellschaftlich schwierigen Situationen zu intervenieren, durch Kunst soziale Veränderungen und Stadtentwicklungsprozesse in Kommunen zu befördern, mit Kindern und Jugendlichen in Bildungseinrichtungen Projekte zu erarbeiten.
3. Berufsfeld und Arbeitsmarkt Kulturvermittlung
Während künstlerische Berufe eine sehr lange Tradition haben, konnten sich Tätigkeiten im Bereich Kulturvermittlung erst seit Ende der 60er Jahre als eigenständige Arbeitsbereiche etablieren. In dieser Zeit wurden im Zuge der gesellschaftlichen Reformbewegung die Forderungen nach mehr Demokratie und die Teilhabe aller an Kultur in neuen Kulturinitiativen umgesetzt. Der Grad der Professionalisierung von Kulturvermittlungsberufen ist seit den 70er Jahren beständig angestiegen, neben Fort- und Weiterbildungen sind einige Hochschulstudiengänge entstanden, die sich um Qualifizierung und Qualitätssicherung im Bereich „Kulturvermittlung“ bemühen. Die Absolventen dieser Studiengänge haben zur Professionalisierung, Ausdifferenzierung und Erweiterung des Arbeitsfeldes beigetragen, sie haben sich selbst neue Stellen geschaffen und neue Dienstleistungen in der Kulturvermittlung entwickelt. Entgegen des noch immer verbreiteten Vorurteils von den Kulturberufen als brotloser Kunst ist auch die Nachfrage nach Kulturarbeitern kontinuierlich gestiegen.
Die Zahl der in Kulturberufen Tätigen ist in Deutschland seit den 70er Jahren überdurchschnittlich gewachsen. Zwischen 1995 und 2003 hat sie um 31% zugenommen, während im gleichen Zeitraum die Erwerbstätigkeit in Deutschland insgesamt stagnierte. Die Wachstumsdynamik in den Kulturberufen ist wesentlich auf das starke Wachstum der Selbstständigen in Kulturberufen zurückzuführen (Söndermann 2004).
Der Kultur-Arbeitsmarkt gehört zu den dynamischsten und zukunftsträchtigen Arbeitsfeldern, dem beim Wandel von der Produktions- zur Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft beste Wachstumschancen vorausgesagt werden. Einiges spricht damit dafür, dass auch der Bedarf an professionellen Kulturvermittlern weiter zunehmen wird, und zwar nicht nur im engeren Kultursektor, sondern in der Vernetzung mit anderen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen.
4. Zukünftige Herausforderungen an die Kulturvermittlung
Strukturveränderungen in der Produktion und Rezeption von Kunst und Kultur führen auch zu Veränderungen in den Aufgaben und Formen von Kulturvermittlung. Vor allem folgende Entwicklungen und Probleme lassen neue Herausforderungen an die Kulturvermittlung erkennen: Die Ökonomisierung des Kultursektors wird unter anderem durch internationale Einflüsse forciert, wie etwa die EU-Offensive zur Stärkung der Creative Industries. Es ist eine für deutsche Kulturpolitik neue Betrachtungsweise, Kulturwirtschaft und öffentliche Kulturbetriebe unter einer ökonomischen Perspektive der Wirtschaftsförderung zusammen zu denken, doch unter internationalem Druck sowie aufgrund des Wachstums der privaten Kulturwirtschaft wird auch in Deutschland eine stärker ökonomisch orientierte Sichtweise des Kultursektors vorangetrieben.
Hinzu kommt die Verknappung öffentlicher Fördergelder, eine zunehmende Konkurrenz unter den Kultur- und Freizeitanbietern und der Strukturwandel der Kulturnachfrage. Das traditionelle Kulturbürgertum beginnt sich aufzulösen bzw. auszusterben, das jüngere Publikum teilt sich in immer kleinere, schwieriger zu erreichende Interessengruppen und Szenen. Kulturbesucher zeigen wachsende Ansprüche an Service, attraktive Rahmenbedingungen und an Kommunikationsleistungen der Kulturanbieter.
In der Folge zeichnet sich ein wachsender Bedarf an professionellen Vermittlungsdienstleistungen im Kulturbetrieb ab. Gleichzeitig werden im öffentlichen Kultursektor Stellen abgebaut und solche Dienstleistungen vermehrt outgesourct.
Für zukünftige Kulturvermittler bedeutet dies, dass sie zunehmend weniger in öffentlichen Institutionen fest angestellt sein werden, und stattdessen selbstständig in immer neuen Projekten unternehmerisch tätig sind. Die neuen selbstständig tätigen Kulturvermittler, so zeigt eine Studie, die ich vor einem Jahr durchgeführt habe, finden Nischen für Kulturvermittlungsleistungen, die bislang nicht angeboten wurden, und sie schaffen neuen Bedarf, häufig in Grenzbereichen zwischen Kultur und Wirtschaft, Kultur und Bildung.
Die Kulturalisierung der Ökonomie – Kulturvermittler als Moderatoren zwischen Kultur und anderen gesellschaftlichen Bereichen
Gegenläufig zur Ökonomisierung der Kultur wird von einer Kulturalisierung der Ökonomie gesprochen.
Der Wirtschaftssektor adaptiert zunehmend ästhetische und kulturelle Elemente, indem Kunst als Gestaltungs- und Imagefaktor für die Corporate Identity von Firmen genutzt wird. Kulturschaffende und Kulturvermittler sind immer häufiger in Wirtschaftsunternehmen tätig mit dem Ziel, dort Innovationen zu befördern, etwa indem sie etwa künstlerische Workshops in der Ausbildung von Lehrlingen durchführen oder Unternehmenstheater einsetzen, um Konflikte in Teams zu erkennen.
Künstlerische und kulturelle Kompetenzen und damit verbundene Kulturvermittlungsdienstleistungen werden auch in anderen Sektoren wie dem Tourismus, dem Gesundheitswesen, dem Bildungssystem nachgefragt.
Kulturvermittler als Protagonisten der von Richard Florida so genannten „creative class“ agieren als Motor einer auf Veränderung durch Kreativität angewiesenen Gesellschaft.
Und sie tragen dazu bei, den Einflussbereich von Kunst und Kultur weit über den Kultursektor hinaus auszuweiten.
Die größte und dringendste Herausforderung für Kulturpolitik und Kulturvermittlung wird es dabei sein, Kultur in den Bildungssektor einzubringen, das heißt kulturelle Bildung flächendeckend in den Schulen zu etablieren.
Kunst und Kultur als gesellschaftlicher Integrationsfaktor – Kulturvermittler als Anreger neuer Formen kultureller Partizipation
Erkenntnisse der Kulturnutzerforschung zeigen eine alarmierend geringe, sozial selektive und vor allem bei jüngeren Bevölkerungsgruppen sinkende Partizipation an den öffentlich geförderten Kulturangeboten. Dies wirft nicht nur die Frage nach der Legitimation, Effizienz und Zielorientierung bisheriger Kultur-Förderpolitik auf. Die öffentliche Bereitstellung eines großen Kulturangebots bei hoch subventionierten Eintrittspreisen kann allein offensichtlich nicht bewirken, eine breite Bevölkerung am öffentlichen Kulturleben zu beteiligen. Angesichts gesellschaftlicher Spaltungstendenzen, der wachsenden Probleme der Integration von Migranten und einer zunehmenden Abkehr vor allem bildungsferner gesellschaftlicher Gruppen vom öffentlichem und kulturellen Leben, stellt sich zudem die Frage, wie mit kulturellen Unterschieden produktiv umgegangen und Kunst als integrative Kraft genutzt werden könnte.
Diese Aufgaben erfordern die Entwicklung neuer Formen von Kulturvermittlung, die sich in besonderem Maße den Problemen der potenziellen Rezipienten zuwenden.
5. Konsequenzen für Studiengänge der Kulturvermittlung
Vor dem Hintergrund der Breite des Tätigkeitsfeldes und des aufgezeigten Wandels der Funktionen und des Arbeitsmarktes für Kulturvermittler sehe ich folgende Konsequenzen für die universitäre Ausbildung von Kulturvermittlern:
Multidisziplinäre Betrachtung von Kulturvermittlung
Das Wissen um die unterschiedlichen Strukturen, Ziele, Interessen und Wirkungsweisen von Kulturvermittlung, die Betrachtung sowohl aus künstlerischer, pädagogischer, kulturmanagerialer, sozialwissenschaftlicher wie kulturpolitischer Perspektive ist notwendig, um einen eigenen reflektierten Standpunkt in der Kulturvermittlung einzunehmen, das heißt, zu wissen, warum ich für wen welche Formen von Kulturvermittlung betreiben möchte. Die kritische Reflexion der eigenen Rolle als Kulturvermittler verhilft dazu, den oben genannten Gefahren der Standardisierung, Ökonomisierung, Pädagogisierung, Missionierung zu entgegnen. Die Auseinandersetzung mit kulturpolitischen Positionen trägt dazu bei, den Status quo nicht als unveränderlich hinzunehmen.
Auch die Erweiterung der nationalen Perspektive durch den internationalen Vergleich von Ansätzen der Kulturpolitik und Kulturvermittlung ermöglicht einen differenzierten Blick auf bestehende Strukturen und befördert die Entwicklung innovativer Ansätze.
Enge Anbindung der Kulturvermittlung an die Künste
Die wissenschaftlich reflektierende wie die eigene künstlerisch-praktische Auseinandersetzung mit Kunst ist aus meiner Sicht eine zentrale Voraussetzung für Kulturvermittlung. Dadurch erst wird die spezifische Qualität künstlerischen Denkens und Handelns erfahrbar.
Diese Erfahrungen sind essenziell für die Gestaltung von Vermittlungsprozessen. Nicht nur die Produktion von Kunst, auch die Gestaltung von Vermittlung erfordert profunde Fachkenntnisse über Kunst und ästhetische Kompetenz. Die künstlerische Fundierung trägt dazu bei, auf Augenhöhe der Kunst innovative Formen der Vermittlung zu erfinden.
Bei der anstehenden Umwandlung in BA-Studiengänge sollten wir darauf achten, unseren Studierenden diese Freiräume für das zweckfreie Sich-Auseinandersetzen in den Künsten zu erhalten.
Förderung kulturunternehmerischen Denkens und Handelns
Die Fähigkeit proaktiv, eigenverantwortlich und auch wirtschaftlich zu denken und zu handeln vor dem Hintergrund eigener Visionen, ist nicht nur für zukünftige Kulturunternehmer notwendig, sondern für sämtliche Kulturberufe. Dabei geht es nicht in erster Linie darum, Basiswissen für die Existenzgründung zu vermitteln, sondern vielmehr darum, eigenständiges Handeln, Team- und Führungsqualitäten, die Entwicklung eigener Ideen sowie Strategien für ihre Umsetzbarkeit zu befördern. Dafür sind Lehrformen zu entwickeln, vor allem die Arbeit in Projekten, in denen die Studierenden stärker in die Verantwortung genommen werden.
Forschungsprojekte in Kooperation mit Institutionen der kulturellen Praxis
Kooperationsbeziehungen zur kulturellen Praxis sollten über Praktika hinausgehen und auch gemeinsame Forschungs-Projekte umfassen, in denen die Studierenden im Sinne des forschenden Lernens exemplarisch relevante Probleme der kulturellen Praxis erkennen, systematische Vorgehensweisen erlernen bei der Generierung neuer Erkenntnisse über Prozesse der Kulturrezeption und der Kulturvermittlung, und an der Gestaltung, Erprobung und Evaluation von neuen Formen der Kulturvermittlung für unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen mitwirken.
Auch die Studiengänge sind verantwortlich dafür, den Stellenwert und die Qualität von Kulturvermittlung als einer Schlüsselfunktion auf dem Weg in eine Kulturgesellschaft zu erhöhen durch unermüdliche Lobbyarbeit, durch kontinuierliche Forschung im Bereich der Kulturvermittlung und vor allem auch dadurch, dass sie engagierte und professionelle Absolventen entlassen, die der Kulturvermittlung neue Impulse geben.
Prof. Dr. Birgit Mandel, Kulturwissenschaftlerin, seit 1996 wissenschaftliche Mitarbeiterin, zuständig für den Bereich Kultur und Management an der Universität Hildesheim, Institut für Kulturpolitik.