Hier finden Sie Erfahrungen, Anregungen und Erlebnise, wie Film und Video im kreativen Unterricht umgesetzt werden kann. Lassen Sie sich inspirieren und browsen Sie durch unsere Berichte!
FILM MACHEN
Ein Kommentar von Mag. Irmgard Bebe
Beraterin für Film & Video
Vom Erlernen der Grundkenntnisse bis zum repräsentativen Wettbewerbsfilm gibt es unterschiedliche Zielsetzungen. Das Grundanliegen ist durch das aktive Gestalten, durch das eigene Erleben beim Filme - Machen in den SchülerInnen den undifferenzierten Konsum der medialen Bilder zu irritieren und ein kritisches Bewusstsein der Medienwelt zu wecken. SchülerInnen neigen dazu, das, was sie sehen, zu kopieren. Aufgabe des Künstlers ist es nun den Jugendlichen dieses Medium so näher zu bringen, dass sie es für sich neu entdecken, eine eigene Bildsprache entwickeln können. Es ist nicht immer leicht in einer mediendominierten Welt Eigenes zu erfinden, doch genau darin sollten die jungen Filmschaffenden bestärkt werden. Eine gelungene Produktion setzt Teamarbeit voraus, daher werden persönliche Eigenschaften wie Sozialkompetenz, Toleranz, Geduld und Ausdauer geschult. Diese Qualität und Wertschätzung des unsichtbaren Prozesses ist von großer Bedeutung! Die Schulstrukturen und die mangelnde technische Ausrüstung fördern nicht unbedingt aktive Filmarbeit, um so mehr möchte ich Sie ermutigen, sich auf dieses zeitgemäße Medium einzulassen. Mein Anliegen ist es, Sie dabei nach Kräften zu unterstützen!
Im Anschluss finden Sie interessante Projektdarstellungen und ich lade Sie herzlich ein, sich davon inspirieren zu lassen!
Massenmedien verstehen
Der aktuelle Oberstufenlehrplan-Entwurf sieht für den BE-Unterricht auch das Vermitteln von Schlüsselqualifikationen vor. Im künstlerisch-kreativem Tun soll die Persönlichkeit des jungen Menschen gefördert werden. In Projekten sollen Selbst- und Sozialkompetenzen entwickelt werden - wie Selbsterfahrung, Zielstrebigkeit, Engagement, Selbstorganisation, Flexibilität, Kommunikationsfähigkeit und Reflexionsbereitschaft. Darüber hinaus wird erwartet, dass verstärkt Medienkompetenz gelehrt wird.
Die SchülerInnen sollen mit visuellen Massenmedien bewusst und verantwortungsvoll umgehen lernen. Dabei geht es um das Entlarven gesellschaftlicher Klischees in visuellen Darstellungen und um das Erkennen, wie Technik und Ästhetik zusammenwirken. Am einfachsten lässt sich dieser analytische Durchblick dann erzielen, wenn Theorie und Praxis miteinander verbunden ist. Und die SchülerInnen selbst einen Film machen.
KulturKontakt Austria. Kulturvermittlung hat in den letzten Jahren im Auftrag des BMUKK die analytische und aktive Beschäftigung mit Film&Video im Unterricht unterstützt: Wir haben in Dialogveranstaltungen die Möglichkeit eingeräumt, dass SchülerInnen unter fachkundiger Anleitung von FilmemacherInnen einen Film machen können. Übrigens tragen die KünstlerInnen auch zu einer umfassenden Persönlichkeitsbildung der SchülerInnen bei.