Bei "Koop Interdisziplinär" nehmen StudentInnen bei Vorträgen, Seminaren von Kunstinstitutionen teil. Ein Projekt der wiener kunst schule.
Die Produktion von Kunst findet heute nicht mehr nur in weitläufigen Ateliers statt. Künstlerische Interventionen erzeugen neue Aufmerksamkeit, digitale Produktionsbedingungen schaffen neue Möglichkeiten und Diskussionsveranstaltungen erreichen neue Öffentlichkeiten. Nicht verwunderlich, dass in den vergangenen Jahren im nichtinstitutionellen Bereich eine ganze Reihe an Kulturinitiativen, Forschungseinrichtungen und Archiven entstanden ist. Sie mögen zwar grundverschieden sein, aber das Verbindende ist, dass sie beim Nachdenken und Sprechen über Kunst und Kultur ansetzen, um Begriffe wie Theorie und Praxis zirkeln und dabei immer weitere Kreise ziehen. Der Besuch solcher Vorträge oder Workshops sollte für angehende KulturarbeiterInnen eigentlich schon längst zum Studienalltag gehören. Die wiener kunst schule reagiert nun in ihrem Studienplan auf diese Entwicklung. Christoph Nebel und Andrea Hubin haben einen neuen Lehrveranstaltungstyp entwickelt: Unter dem Titel "KOOP Interdisziplinär" wird Studierenden ab Herbst 2001 der Besuch von Vorträgen, Symposien und Workshops als Unterrichtseinheit angerechnet.
Die Studierenden können sich die Veranstaltungen frei wählen, sie müssen mindestens zehn Termine wahrnehmen und diese dokumentieren. Die Institutionen decken verschiedene Kunstsparten sowie ein breites Spektrum zwischen Kunstvermittlung und -intervention ab. Zu den Partnern gehören: ÖKS, Depot, IWK, IKK, Medienwerkstatt, mica, Schule für Dichtung, das Büro für Kunstvermittlung und andere. "Mit KOOP Interdisziplinär reisen die Studierenden an Orte einer für sie (vorerst) fremden Diskurskultur", so die InitiatorInnen. "Wir bieten Orientierungshilfen an, um Barrieren abzubauen."
Info:
Die wiener kunst schule ist eine Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht, die seit jeher auf Aufnahmeprüfungen verzichtet und vor dem vierjährigen Kunststudium ein Orientierungsjahr ohne Zugangsbeschränkungen anbietet.
Kontakt:
Christoph Nebel und Andrea Rubin
Lazarettg. 27, 1090 Wien, T: 409 43 42-40,
Veranstaltungstipp:
KünstlerInnen als KunstvermittlerInnen
Ursula Hilmar und Ulrike Gießner präsentieren die Arbeit und Projekte des Österreichischen Kultur-Services an der Schnittstelle zwischen Kunst und Bildung:
Am 16. Jänner 2002 um 18:30 in der wiener kunst schule
die Arbeit und Projekte des Österreichischen Kultur-Services an der Schnittstelle zwischen Kunst und Bildung.
Kunstvermittlung im Sinne künstlerischer Bildungsarbeit umfasst die Einbeziehung des zeitgenössischen Kunstschaffens in Bildungsaktivitäten, die Qualifizierung von KünstlerInnen und LehrerInnen als VermittlerInnen und die Umsetzung von Vermittlungsprogrammen von Kunsteinrichtungen.
Der ÖKS berät und realisiert den Dialog zwischen Schulen, KünstlerInnen und Kunst- und Kultureinrichtungen in den verschiedenen Sparten zeitgenössischer Kunst und führt als Dienstleistungsunternehmen in diesem Kontext Projekte auf nationaler und internationaler Ebene durch.
Mag.Ursula Hilmar, ÖKS Bereichsleitung Marketing
Mag.Ulrike Gießner, ÖKS Bereichsleitung Projektmanagement