Task Force Bildung und Jugend
Der Erweiterte Graz Prozess –
Stabilitätspakt für Südosteuropa

ZIELE:
Unterstützung von nachhaltigen Bildungsreformen auf nationaler und regionaler Ebene und eine langfristige Einbeziehung aller südosteuropäischen Länder in den europäischen Bildungsraum.
Die Ziele der Task Force sind unter anderem die Förderung von regionalen Netzwerken und Strukturen, die den Informationsaustausch erweitern und die Einbeziehung regionaler Expertise und ExpertInnen verstärken.


AKTIVITÄTEN

Education Reform Initiative in
South Eastern Europe (ERI SEE)
Die Task Force Education and Youth/ Enhanced Graz Prozess startete im Dezember 2002 die ”Education Reform Initiative in South Eastern Europe” mit dem Ziel, Bildungsreformen in Südosteuropa (SOE) in Hinblick auf einen erweiterten europäischen Bildungsraum zu unterstützen. Das Prinzip ist die Förderung nachhaltiger und an EU Standards orientierter Bildungsreformen unter Berücksichtigung von länderspezifischen Eigenheiten. Die Bildungsminister von Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, EJR Mazedonien, Serbien und Montenegro unterzeichneten am 28. Juni 2003 im Rahmen der siebten Konferenz der europäischen BildungsministerInnen in Nikosia ein „Memorandum of Understanding“ um ihrer Unterstützung für diese Initiative Ausdruck zu verleihen. Weitere SOE BildungsministerInnen haben ihr Interesse signalisiert, dies zu einem späteren Zeitpunkt zu tun.

Die ERI SEE trägt nicht nur den Entwicklungen auf EU-Ebene Rechnung, sondern verlagert Verantwortlichkeiten für den regionalen Verständigungsprozess nach Südosteuropa. 2004 soll die Initiative logistisch in der Region verankert werden.

Strategy 2001
Die OECD hat zehn ”Thematische Länderstudien” zur Situation der Bildungssysteme in Südosteuropa erarbeitet, speziell zu Bereichen, in denen besonderer Reformbedarf besteht wie Zugang zur Bildung und Chancengleichheit, Qualitätssicherung, LehrerInnenfortbildung, Schulmanagement etc. Die Berichte beinhalten nicht nur Analysen sondern auch Empfehlungen hinsichtlich notwendiger Reformen.
Diese Länderstudien werden im Rahmen von Disseminationskonferenzen präsentiert, die eine umfassende Diskussion über Reformprioritäten und ihre Umsetzung auf nationaler und regionaler Ebene unterstützen. Außerdem dienen derartige Veranstaltungen der Bildung von Netzwerken zwischen ExpertInnen, politischen EntscheidungsträgerInnen und GeldgeberInnen.
Bis jetzt wurden Konferenzen in Serbien, Montenegro, Kroatien und im Kosovo abgehalten. Für 2003 sind weitere Konferenzen in Bulgarien, Rumänien, Mazedonien und Moldau geplant.


South East Europe Education
Cooperation Network (SEE-ECN)
Diese länderübergreifende Internetplattform ist ein gemeinsames Projekt von KulturKontakt AUSTRIA und CEPS Ljubljana, das den notwendigen Informationsaustausch unterstützt, Zugang zu europäischen Bildungsressourcen ermöglicht und damit die Bildungsreform in Südosteuropa unterstützt. Dieses Netzwerk beinhaltet unter anderem eine virtuelle Bibliothek, deren Ziel es ist, eine systematisch-strukturierte Präsentation der Bildungssysteme in Südosteuropa anzubieten.
Siehe auch: http://www.see-educoop.net


44 Quick Start Projekte
Seit März 2000 bis Mitte 2002 wurden 44 sog. “Quick Start Projekte” im Rahmen der Task Force Bildung und Jugend implementiert, aus denen auch wichtige Folgeprojekte entstanden.
Siehe auch: http://www.see-educoop.net (>archive)


“New Priority Projects”
Anfang 2002 lancierte die Task Force eine Projektausschreibung in drei ausgewählten Bereichen: Demokratieerziehung und Umgang mit Vielfalt, Geschichte und Geschichtsunterricht und Jugend. Mit Hilfe von ExpertInnen wurden von 60 eingereichten Projekten 27 positiv evaluiert. Die Koordination der notwendigen Finanzmittel erfolgte über das Task Force Büro. Für knapp die Hälfte der Projekte konnte Kofinanzierung gefunden werden.
Siehe auch: http://www.see-educoop.net (>activities)



GESCHICHTE
Ende 1998 wurde unter dem EU-Vorsitz Österreichs eine internationale Projektgruppe als Graz Prozess gegründet, mit dem Ziel, durch Unterstützung und Koordination von Bildungsprojekten eine demokratische und friedliche Entwicklung in Südosteuropa voranzutreiben. Bei Gründung des Stabilitätspaktes 1999 wurde der Graz Prozess mit der Koordination des Bereiches Bildung und Jugend beauftragt, nun mehr bekannt als „Der Erweiterte Graz Prozess/Task Force Bildung und Jugend“.

Die Task Force hat zurzeit etwa 40 Mitglieder, darunter europäische und internationale Institutionen (Europarat, Europäische Kommission, OECD, UNESCO, UNICEF, Weltbank, usw.), die EU-Vorsitzländer sowie alle südosteuropäischen Länder, zehn weitere europäische Staaten und die USA. Die Mitgliedschaft steht allen dem Stabilitätspakt angehörenden Ländern und Organisationen offen.


Kontakt:
Sekretariat: Bei KulturKontakt Austria ist das Koordinationsbüro der Task Force Bildung und Jugend angesiedelt.

KulturKontakt Austria
Mag. Kanita Kovacevic
Büro der Task Force Bildung und Jugend
Spittelberggasse 3/M, A-1070 Wien
T: +43 1 523 87 65 – 72; F: +43 1 524 66 55
kanita.kovacevic@kulturkontakt.or.at

Vorsitzender der Task Force Bildung und Jugend
SC Dr. Anton Dobart
Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur,
Minoritenplatz 5, A-1014 Wien
Kontakt: Mag. Gerhard Kowar
T: +43 1 531 20 44 50; F: +43 1 531 20 81 44 50
gerhard.kowar@bmbwk.gv.at

Weitere Informationen:
http://www.see-educoop.net

Weitere
Informationen:
www.see-educoop.net