KKA auf Facebook KKA auf twitter KKA auf youtube KKA auf flickr Diversitätsblog

Barbara Neundlinger über wichtige politische Grundlagen der der EU-Kulturpolitik.

Artikel

 Magazin Internationale Arbeit

EU-ExpertInnengruppen im Zeichen kultureller Bildung und Teilhabe


Barbara Neundlinger


In der EU-Kulturpolitik sind die Europäische Kulturagenda 2007, der damit verbundene EU-Arbeitsplan für Kultur 2011–2014 sowie die „Offene Koordinierungsmethode“ und der zivilgesellschaftliche Dialog wichtige politische Grundlagen.

Sie haben das Ziel, einen breiten Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedstaaten zu aktuellen Entwicklungen und Best-Practice-Modellen sowie eine Ausrichtung der nationalen Politiken an gemeinsamen Zielen der Europäischen Union zu ermöglichen.

Zum Thema „Kultur“ hat die EU-Kommission sechs Arbeitsgruppen initiiert. Ihre Themenschwerpunkte sind:

•    Kulturelle Vielfalt, interkultureller Dialog, Zugang zu Kultur
•    Kultur- und Kreativwirtschaft
•    Kompetenzen und Mobilität
•    Kulturelles Erbe und Mobilität von Sammlungen
•    Kultur und Außenbeziehungen
•    Kulturstatistiken

KKA nimmt seit 2008 als ExpertInnenorganisation an drei EU-Arbeitsgruppen teil:

Die Arbeitsgruppe, die sich mit Synergien zwischen Kultur und Bildung beschäftigt (2009/2010), empfiehlt in ihrem Bericht unter anderem die Verankerung der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Kultureinrichtungen in einer langfristigen politischen Struktur. Diese Empfehlung wird in Österreich unter anderem in Initiativen wie p[ART], Culture Connected und Macht|schule|theater umgesetzt.

Der Bericht der Arbeitsgruppe über die Rolle öffentlicher Kunst- und Kultureinrichtungen für einen besseren Zugang zur Kultur und zu breiterer kultureller Teilhabe (2011/2012) beinhaltet eine ganze Reihe europäischer Good-Practice-Modelle, die zeigen, welche Aktivitäten Kultureinrichtungen setzen, um möglichst breite Publikumsschichten anzusprechen. Unter anderem wird empfohlen, Kunst und kulturelle Bildung in die Lehrpläne aller Schularten und in die berufliche Ausbildung aufzunehmen.

Der Austausch über Kreative Partnerschaften – damit sind Partnerschaften zwischen dem Kulturbereich und anderen Sektoren (z. B. Wirtschaft, Gesundheit, Soziales) gemeint – ist Gegenstand der aktuellen Arbeitsgruppe „Förderung von Kreativen Partnerschaften“ (2012/2013), die bis Ende 2013 ein Handbuch mit Good-Practice-Beispielen und Empfehlungen für politische Entscheidungsträger und Akteure aus den genannten Sektoren fertigstellen wird.

Obwohl es im Kulturbereich keine auf EU-Ebene koordinierten nationalen Aktionspläne gibt, die Ergebnisse von Arbeitsgruppen in diesem Bereich weniger verbindlich sind und die Resonanz in den einzelnen Mitgliedstaaten unterschiedlich stark ist, lassen sich Auswirkungen auf die Politikgestaltung feststellen. Die Empfehlungen der Arbeitsgruppen mündeten unter anderem in das neue Förderprogramm „Kreatives Europa“ (2014–2020) mit Fokus auf die Aspekte Synergien zwischen Kultur und Bildung und Audience Development.

Barbara Neundlinger, Leiterin des Bereichs Kulturvermittlung bei KKA mit den Arbeitsschwerpunkten kulturelle Bildung, Kulturvermittlung mit Schulen in Österreich, Vernetzung auf EU-Ebene; verantwortlich für die Koordination von EU-Projekten und für die Artists-in-Residence-Programme; Mitglied in Beiräten und Jurys sowie unterschiedlichen EU-Arbeitsgruppen (z. B. zu den Themen Synergien zwischen Kultur und Bildung, kreative Partnerschaften).



auf Facebook teilen twitter Drucken









 

Facebook


 

Twitter