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In enger Zusammenarbeit mit dem albanischen Ministerium für Soziale Wohlfahrt und Jugend, dem Bildungsministerium, der Agentur für Berufsbildung und anderen albanischen Bildungsinstitutionen unterstützt KKA u.a. Projekte in den Bereichen Berufsbildung, Gender Equality an Schulen.

Artikel

 Partnerländer

Republik Albanien


albanien

Hauptstadt: Tirana
Landesfläche: 28.748 km²
Einwohneranzahl: 3.150.886
Amtssprache: Albanisch

Webtipps:
Ministerium für soziale Wohlfahrt und Jugend
Nationale Agentur für Berufsbildung

Tirana

In enger Zusammenarbeit mit dem albanischen Ministerium für Soziale Wohlfahrt und Jugend, Bildungsministerium, der Agentur für Berufsbildung und anderen albanischen Bildungsinstitutionen führt KKA Projekte zur Unterstützung von laufenden Reformen in den Bereichen Berufsbildung, Gender Equality an Schulen und Deutsch als Fremdsprache durch. KKA ist auch Mitglied der DACH Plus-Gruppe, einem offenen Forum der Zusammenarbeit von Organisationen, die in der Berufsbildung tätig sind.

Schwerpunkte:

  • Berufsbildung in mittleren und höheren Schulen (Wirtschafts-, Tourismus- und IT-Schulen)

  • Zugang von Mädchen zu technischen Berufen


Beispiele:

Entrepreneurship Learning
Die Förderung von Entrepreneurship als Motor für wirtschaftliche Entwicklung, aber auch als Schlüsselkompetenz, die dem/der Einzelnen die bestmögliche Entfaltung des eigenen Potentials ermöglicht, ist eine Entwicklungspriorität innerhalb  der EU und darüber hinaus. Bildung spielt in diesem Kontext eine zentrale Rolle. Für die erfolgreiche Förderung von Entrepreneurship Learning bedarf es allerdings neuer Lehr-/Lernzugänge und -settings und neuer Partnerschaften mit der Wirtschaft. In Albanien, Mazedonien und dem Kosovo gibt es an berufsbildenden Schulen das Fach „Entrepreneurship“ mindestens in einem Jahrgang.. Ziel des Projektes ist aufbauend auf frühen Projekten in diesem Themenbereich einen Beitrag zur Verbesserung der Qualität des Unterrichtes im Bereich Entrepreneurship Learning in der Berufsbildung zu leisten. Im Rahmen des Projektes werden MultiplikatorInnen  zur Vermittlung  neuer Lehr- und Lernzugängen für Entrepeneurship Learning ausgebildet und Fortbildungsmodule für Entprepeneurship Learning entwickelt. Diese sind Basis für die Fortbildung von  LehrerInnen an Berufsbildenden Schulen in den drei Partnerländer im Bereich innovativer Lernzugänge und –settings zur Förderung von EL. Parallel dazu wird ein Tool-kit entwickelt, das den berufsbildenden Schulen der einzelnen Länder für den Bereich „Entrepreneurship Learning“ zur Verfügung gestellt wird. Im Rahmen der innovativen Lehr-, Lernzugänge wird ein Schwerpunkt auf der Kooperation Schule – Wirtschaft liegen.

IT-Schule in Tirana
Der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften im IT Bereich ist in den letzten Jahren in Albanien gestiegen. Die österreichische Schule in Shkodra leistet in diesem Bereich mit dem Ausbildungszweig Informationstechnologie mit den Schwerpunkten Netzwerk- und Medientechnik, durch ihre qualitativ hochwertige, internationalen Standards entsprechenden Ausbildung, einen wichtigen Beitrag. Daher haben das albanische Ministerium für Soziale Wohlfahrt und Jugend und das österreichische Bundesministerium für Bildung und Frauen vereinbart, in einem gemeinsamen Projekt diese Erfahrung und Expertise zu nutzen, um  in Tirana eine berufsbildende Schule nach dem Vorbild der österreichischen HTL in Shkoder (Peter Mahringer Schule) aufzubauen. Ziel des Projektes ist es, komplementär zum Angebot der österreichischen Schule in Shkodra durch die Unterstützung des Aufbaus der berufsbildenden Schule für Informationstechnologie und Kommunikation „Hermann Gmeiner“ in Tirana einen weiteren Beitrag zu einer qualitativ hochwertigen, praxisnahen Ausbildung im IT Bereich in Albanien zu leisten.
» Fotos des Studienbesuches (FLICKR)
» Konferenz | Tirana 2015
» Konferenz | Tirana 2015: Kooperationsprioritäten wurden beschlossen

Förderung des Zuganges von Mädchen in technische Berufe
Auftaktworkshop „Mädchen in technische Berufe“: Im Rahmen des Projektes zur Förderung des Zuganges von Mädchen in technische Berufe in Albanien, trafen sich am 18. und 19. 12. 2015 SchulleiterInnen und LehrerInnen aller albanischen Schulen, die eine technische Ausbildung im IT-Bereich anbieten. Es war eine Auftaktveranstaltung bei der zum einen mit den Beteiligten erhoben wurde, wo es mögliche Entwicklungs- und Fortbildungsbedarfe geben könnte,  um technische Schulen für Mädchen attraktiver werden zu lassen. So wird das Projekt bei der Entwicklung eines gendersensiblen Schulklimas ansetzen. Zum anderen werden Schulen dabei unterstützt, gezielte Maßnahmen zu setzen, um Mädchen und deren Eltern anzusprechen und für eine IT-Ausbildung zu gewinnen. Das Projekt wird von KKA in Albanien mit dem albanischen Ministerium für Soziale Wohlfahrt und Jugend und technischen Schulen durchgeführt.
» Fotos des Auftaktworkshops (FLICKR)

Genderworkshop in Tirana
Alle albanischen Schulen, die eine Ausbildung im IT-Bereich anbieten, nahmen am 15. und 16. 09. 2016 am Workshop "Gender Sensibilisierung und Schaffung einer gendersensiblen Schulkultur" teil . Ziel waren Maßnahmen zu entwickeln, wie gendersensible Schulkultur hergestellt werden kann mit dem Fokus auf gendersensible Unterrichtsmethoden und gendersensible Berufsorientierung. Es wurden konkrete Aktivitäten für gendersensible Berufsorientierungsmaßnahmen an der Schule erarbeitet sowie intensiv Genderkonzepte und eigene Rollenstereotype in Bezug auf die eigenen Vorstellungen von Berufen sowie die Gesellschaft in Albanien diskutiert. Alle Schulen haben eine Synergie Map für den Transfer an die eigene Schulen erstellt, die die Grundlage für einen weiteren Aktionsplan darstellt.

AL-Tour
Der Tourismussektor hat großes Potential die Beschäftigung und das Wirtschaftswachstum in Albanien zu erhöhen und damit einen Beitrag zur Reduktion von Arbeitslosigkeit zu leisten. Um dieses Potential zu nutzen, wurde die Steigerung der Qualität der Dienstleistungen im Tourismus als eine der vier Entwicklungsprioritäten definiert. Voraussetzung dafür ist die Steigerung der Qualität und Arbeitsmarktrelevanz der Tourismusausbildung und des Zugangs zu Ausbildungsangeboten in diesem Sektor.

Ziel des neuen KKA-Projektes AL-Tour ist die Verbesserung der Arbeitsmarktrelevanz, Qualität und sozialen Inklusion der Berufsbildungsangebote für den Bereich Tourismus und Gastgewerbe. AL-Tour wird in enger Kooperation mit den relevanten staatlichen Stellen, vorrangig dem albanischen Ministerium für Soziale Wohlfahrt und Jugend, der Nationalen Agentur für Berufsbildung und Qualifikationen, dem nationalen Arbeitsmarktservice, zwei Munizipalitäten sowie mit relevanten VertreterInnen aus der Tourismuswirtschaft, Sozialpartnern und Betrieben umgesetzt werden. Mitte Mai wird im Beisein des albanischen Ministers für Sozial Wohlfahrt und Jugend und vieler Partnerinstitute der Auftakt des Projekts stattfinden. AL-Tour wird von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (ADA) finanziert und von KKA umgesetzt.

Am 21. 11. 2016 fand in Tirana ein Austausch zwischen albanischen Tourismusbetrieben und Tourismusschulen mit österreichischen ExpertInnen statt. Besprochen wurden internationale Trends im Tourismus und deren Implikation für die Tourismusausbildung. Dieser Round Table war Auftakt für das Projekt AL-Tour.

Gender Mainstreaming im Sekundarschulbereich
Das Genderprojekt zielt seit 2009 auf die Sensibilisierung und Schulung von LehrerInnen im Umgang mit diesem wichtigen Thema, die Umsetzung von Projekten an den Schulen, einen gendergerechten Unterrichtsstil und auf Gendermainstreaming durch MultiplikatorInnen. Es konnten 20 LehrerInnen und 5 DirektorInnen an fünf albanischen Schulen intensiv geschult und in der Umsetzung des Gelernten an den eigenen Schulen begleitet werden. Ihre Erfahrungen und Ergebnisse wurden bei einer Konferenz im Oktober 2013 präsentiert und  sind auf der Homepage www.gendertirana.wordpress.com veröffentlicht. Weiters konnten acht der LehrerInnen zu TrainerInnen ausgebildet werden. Sieben dieser LehrerInnen wurden in einer weiteren Phase des Projekts als MultiplikatorInnen für Trainings an 7 Schulen eingesetzt. Für die Umsetzung von weiteren Fortbildungen durch die TrainerInnen wurden Bedarfsanalysen durchgeführt. Entsprechend der Bedarfe wurden die Trainings individuell angepasst und weitere werden. Insgesamt wurden bisher rund 200 LehrerInnen in der Umsetzung gendersensiblen Unterrichts geschult.

BNE Projekt (Bildung für nachhaltige Entwicklung)
Das Projekt BNE hat die Einführung des neuen Unterrichtsfaches „Umwelt und nachhaltige Entwicklung“ an den 41 berufsbildenden Schulen Albaniens 2012 unterstützt. Ziel des Projektes war die Etablierung eines Umwelt-Netzwerkes von berufsbildenden Schulen. Regelmäßige Aktivitäten innerhalb der Netzwerkgruppe unterstützen die Entwicklung von  Lehrmaterialien, neuer Unterrichtsmethoden und von Projektideen. Bei der Abschlusskonferenz konnte die Lehrmaterialien allen LehrerInnen die „Umwelt und nachhaltige Entwicklung“ unterrichten zur Verfügung gestellt werde. Daneben wurden Fortbildungsveranstaltungen für alle LehrerInnen berufsbildender Schulen, die das neue Fach unterrichten, durchgeführt. Insgesamt wurden 55 LehrerInnen in der Umsetzung des neuen Unterrichtsfaches geschult.

ALBIZ - Reform der wirtschaftlichen Ausbildung an Schulen
Die Steigerung von Qualität und Arbeitsmarktrelevanz der beruflichen Ausbildung sind seit fast 20 Jahren einer der Schwerpunkte der Kooperation von KulturKontakt Austria mit Albanien. Mit dem Projekt ALBIZ unterstützte KKA das Ziel des albanischen Bildungsministeriums, die wirtschaftsschulische Ausbildung praxisnäher, attraktiver und arbeitsmarktrelevanter zu gestalten. Im Rahmen des Projekts wurden Maßnahmen zur Steigerung der Qualität und Arbeitsmarktrelevanz der wirtschaftsschulischen Ausbildung an den 14 Wirtschaftsschulen Albaniens gesetzt. Maßnahmen umfassten die Erneuerung von Curricula und Lehrmaterialien, LehrerInnenfortbildung und die Einführung neuer Formen des Qualitätsmanagements auf Schulebene. Ein Projektschwerpunkt von ALBIZ lag auf der Förderung der Kommunikation und der Kooperation zwischen Schule und Wirtschaft. Im Rahmen des Projektes wurden 2012 pro Schule „Pasos“, das heißt „Kontaktpersonen für die Wirtschaft“, etabliert und durch einen Wirtschaftscoach geschult. Die Schulen sollen damit in der Entwicklung neuer Kooperationsformen mit der Wirtschaft unterstützt werden. Daneben unterstützte KKA im Rahmen dieses Projektes das albanische Bildungsministerium und die Berufsbildungsagentur in der Entwicklung und Einführung von Umsetzungsbestimmungen für das neue Bildungsgesetz im Bereich betriebliche Praktika. Weiters wurde die generelle Reform der Wirtschaftsausbildung in allen maßgeblichen Aspekten gefördert: Curriculumsentwicklung, LehrerInnenfortbildung, Lehrmaterialentwicklung,  Qualitätsentwicklung auf Schulebene, Schaffung verstärkter Gendersensibilität und  Infrastruktur. Schließlich umfasste ALBIZ auch Maßnahmen zur Steigerung der Gendersensibilität in der Wirtschaftsausbildung. ALBIZ lief von 2009 bis 2013 und wurde von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (ADA) und dem BMBF finanziert.

Erfahrungsaustausch im Februar 2014
Die Zuständigkeit für berufliche Aus- und Weiterbildung liegt seit Herbst 2013 in Albanien beim Ministerium für Soziale Wohlfahrt und Jugend. ExpertInnen des Ministeriums arbeiten derzeit in Absprache mit relevanten Stakeholdern an einer grundlegenden Reform der beruflichen Aus- und Weiterbildung. In diesem Zusammenhang besteht großes Interesse am Erfahrungsaustausch mit KollegInnen in Österreich. Die breite Angebotspalette der österreichischen Berufsbildung im Rahmen von berufsbildenden mittleren und höheren Schulen und dem dualen System – sowie die enge Kooperation mit Wirtschaft und Sozialpartnern sind hier von besonderem Interesse.
Daher organisierte KKA im Rahmen des Projektes ALBIZ eine Studienreise (11. bis 14. 02. 2014) zum Erfahrungsaustausch mit relevanten Stakeholdern der Berufsbildung in Österreich. Schwerpunkte des Erfahrungsaustauschs lagen in den Bereichen Governance Strukturen der beruflichen Aus- und Weiterbildung, Trends in der Entwicklung von Angeboten in der beruflichen Aus- und Weiterbildung und Maßnahmen zur Erhöhung des Zugangs zu beruflichen Qualifikationen von benachteiligten Jugendlichen. Am Erfahrungsaustausch nahm auch der albanische Minister für Soziale Wohlfahrt und Jugend Erion Veliaj teil, der zu Treffen mit FBM Heinisch-Hosek und BM Hundstorfer nach Wien kam.
Albanische Delegation: Minister für Soziale Wohlfahrt und Jugend Erion Veliaj und Vizeministerin Gentjana Sula, BildungsexpertInnen des für die Strategie und Umsetzung verantwortlichen Ministeriums für Soziale Wohlfahrt und Jugend, ExpertInnen des albanischen Bildungsministeriums und der Agentur für Berufsbildung, der Leiter des AMS Albaniens sowie der Parlamentsabgeordnete Besnik Bare.
» Fotos vom Round Table (FLICKR)
» Fotos von der Studienreise (FLICKR)

Abschlussevent in Tirana
Teams aller beteiligten Projektschulen, VertreterInnen des Bildungsministeriums und des Ministeriums für Soziale Wohlfahrt und Jugend, nun zuständig für die Berufsbildung in Albanien, und VertreterInnen der Agentur für Berufsbildung und anderer relevanter Partner des Projekts trafen sich am 19. 02. 2014 in Tirana zum Abschlussevent von ALBIZ. Im Rahmen des Projekts wurden Maßnahmen zur Steigerung der Qualität und Arbeitsmarktrelevanz der wirtschaftsschulischen Ausbildung an allen Wirtschaftsschulen Albaniens gesetzt. Diese umfassten die Erneuerung des Curriculums, die Entwicklung von Lehrmaterialien, die Fortbildung von LehrerInnen und SchulleiterInnen und die Einführung neuer Formen des Qualitätsmanagements auf Schulebene.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Förderung der Kooperation zwischen Schule und Wirtschaft. Dazu wurden an den Schulen eigene Kontaktpersonen für die Wirtschaft etabliert. 26 Personen wurden in diesem Kontext durch einen Wirtschaftscoach beraten und ausgebildet. Die Erfahrungen von ALBIZ in diesem Bereich sollen zukünftig für alle Berufsbildenden Schulen Albaniens genutzt werden.
» Fotos vom Abschlussevent (FLICKR)

Kontakt
Michael Schernthaner (Bildungsbeauftragter)



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