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In enger Zusammenarbeit mit dem alb. Ministerium für Soziale Wohlfahrt und Jugend, dem Bildungsministerium, der Agentur für Berufsbildung und anderen alb. Bildungsinstitutionen unterstützt KKA u.a. Projekte in Berufsbildung, Gender Equality an Schulen und der Einführung von kompetenzbasiertem Lernen.

Artikel

 Partnerländer

Republik Albanien


albanien

Hauptstadt: Tirana
Landesfläche: 28.748 km²
Einwohneranzahl: 2.800.138 (2011)
Amtssprache: Albanisch

Webtipps:
Ministerium für soziale Wohlfahrt und Jugend
Ministerium für Bildung und Sport
Nationale Agentur für Berufsbildung

Tirana
In enger Zusammenarbeit mit dem albanischen Ministerium für Soziale Wohlfahrt und Jugend, dem Bildungsministerium, der Agentur für Berufsbildung und anderen albanischen Bildungsinstitutionen unterstützt KKA u.a. Projekte in den Bereichen Berufsbildung, Gender Equality an Schulen und der Einführung von kompetenzbasiertem Lernen.

Schwerpunkte:

  • Berufsbildung in mittleren und höheren Schulen (Wirtschafts-, Tourismus- und IT-Schulen)

  • Zugang von Mädchen zu technischen Berufen


Beispiele:

Entrepreneurship Learning
Die Förderung von Entrepreneurship als Motor für wirtschaftliche Entwicklung, aber auch als Schlüsselkompetenz, die dem/der Einzelnen die bestmögliche Entfaltung des eigenen Potentials ermöglicht, ist eine Entwicklungspriorität innerhalb  der EU und darüber hinaus. Bildung spielt in diesem Kontext eine zentrale Rolle. Für die erfolgreiche Förderung von Entrepreneurship Learning bedarf es allerdings neuer Lehr-/Lernzugänge und -settings und neuer Partnerschaften mit der Wirtschaft. Aufbauend auf den Erfahrungen mit der Implementierung des Übungsfirmen-Unterrichtes in Südosteuropa seit 2001 arbeitet KKA seit Herbst 2014 in dem regionalen Projekt „Entrepreneurship Learning“ mit ExpertInnen aus Albanien, dem Kosovo und Mazedonien an der Einführung von neuen Lehr- und Lernmethoden. In allen drei Ländern gibt es an berufsbildenden Schulen das Fach „Entrepreneurship“ in mindestens einem Jahrgang. Ziel des Projektes ist es, einen Beitrag zur Verbesserung der Qualität des Unterrichtes im Bereich Entrepreneurship Learning in der Berufsbildung zu leisten.

Im Rahmen des Projektes wurden 17 MultiplikatorInnen der drei Länder zur Vermittlung neuer Lehr- und Lernzugängen für Entrepreneurship Learning ausgebildet und Fortbildungsmodule für Entrepreneurship Learning entwickelt. Diese sind Basis für die Fortbildung von rund 250 LehrerInnen an über 130 berufsbildenden Schulen in den drei Partnerländern zur Umsetzung innovativer Lernzugänge zur Förderung von Entrepreneurship Learning. Parallel dazu wurde ein mehrsprachiges Tool Kit entwickelt, das den berufsbildenden Schulen der einzelnen Länder für den Bereich Entrepreneurship Learning zur Verfügung gestellt wird. Im Rahmen der innovativen Lehr-, Lernzugänge liegt ein Schwerpunkt auf der Kooperation Schule – Wirtschaft.

IT-Schule in Tirana
Der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften im IT Bereich ist in den letzten Jahren in Albanien gestiegen. Die österreichische Schule in Shkodra leistet in diesem Bereich mit dem Ausbildungszweig Informationstechnologie mit den Schwerpunkten Netzwerk- und Medientechnik, durch ihre qualitativ hochwertige, internationalen Standards entsprechende Ausbildung, einen wichtigen Beitrag. Daher haben das albanische Ministerium für Soziale Wohlfahrt und Jugend und das österreichische Bundesministerium für Bildung vereinbart, in einem gemeinsamen Projekt diese Erfahrung und Expertise zu nutzen, um in Tirana eine berufsbildende Schule nach dem Vorbild der österreichischen HTL in Shkodra (Österreichische Schule „Peter Mahringer“) aufzubauen. Ziel des Projektes ist es, komplementär zum Angebot der österreichischen Schule in Shkodra durch die Unterstützung des Aufbaus der berufsbildenden „Hermann Gmeiner Schule“ für Informationstechnologie und Kommunikation in Tirana einen weiteren Beitrag zu einer qualitativ hochwertigen, praxisnahen Ausbildung im IT Bereich in Albanien zu leisten.

Dies wird durch die Einführung eines innovativen, kompetenzbasierten Lehrplans nach Vorbild einer österreichischen HTL und die kontinuierliche fachliche und pädagogische Fortbildung und Begleitung der Lehrkräfte und der Direktion durch österreichische ExpertInnen erreicht. Ein Peer-Learning Programm mit der HTL Peter-Mahringer bietet Lehrkräften beider Schulen darüber hinaus die Möglichkeit, sich intensiv über fachliche aber auch methodisch-didaktische Entwicklungen auszutauschen. Passend zum Lehrplan werden in Zusammenarbeit mit lokalen ExpertInnen auch speziell auf die Schwerpunkte der „Hermann Gmeiner Schule“ zugeschnittene Lehr- und Lernmaterialien entwickelt.
» Fotos des Studienbesuches (FLICKR)
» Konferenz | Tirana 2015
» Konferenz | Tirana 2015: Kooperationsprioritäten wurden beschlossen

GENDER: Förderung des Zuganges von Mädchen zu technischen Berufen
In Albanien wie auch in Österreich sind Mädchen in technischen Berufen unterrepräsentiert. Nur 18% aller Schüler und Schülerinnen an berufsbildenden Schulen in Albanien sind weiblich. Der IT Sektor als technischer Bereich mit guten Arbeitsmarktchancen und relativ hohem Einkommensniveau bietet sich als wichtiger Bereich an, um Maßnahmen zur Erhöhung des Zugangs und der Beteiligung von Mädchen zu setzen. Zu diesem Zweck werden mit 16 berufsbildenden albanischen Schulen, die auch eine technische Ausbildung im IT-Bereich anbieten, Workshops durchgeführt, wie man Mädchen und Eltern ansprechen und für eine IT-Aubildung begeistern kann. In den Workshops werden Lehrpersonen intensiv zu Genderkonzepten, gendersensiblen Unterrichtsmethoden und der Entwicklung einer gendersensiblen Schulkultur geschult und bei der Entwicklung gendersensibler Werbematerialien, Aktivitäten und Projekte unterstützt. Ein Aktionsplan für alle Schulen wird erarbeitet und soll an den jeweiligen Schulstandorten umgesetzt werden.
» Konferenz | Tirana 2015: Fotos des Auftaktworkshops (FLICKR)

Kompetenzbasierte Lernportfolios
Das albanische Bildungsministerium hat im Schuljahr 2016/17 mit der flächendeckenden Einführung eines kompetenzbasierten Curriculums begonnen. KKA unterstützt die Umsetzung von kompetenzbasiertem Lehren und Lernen durch die Entwicklung und Einführung eines Lernportfolios für SchülerInnen in den Fächern bzw. Lernfeldern Muttersprache, Mathematik, Naturwissenschaften, Sozialwissenschaften und IT. Im Projekt wurden Trainingsprogramme für MentorInnen, Monitoring-Institutionen und LehrerInnen entwickelt. Die VertreterInnen von 13 regionalen Bildungsdirektoraten, 30 SchulleiterInnen und 100 LehrerInnen von 30 Schulen wurden in der Einführung des Lernportfolios geschult. Diese Schulen dienen als Ressourcenzentren für die Einführung des Lernportfolios an weiteren Schulen.

AL-Tour: Erhöhung der Qualität, der Arbeitsmarktrelevanz und der sozialen Inklusion der Ausbildung im Tourismus, Hotellerie und Gastgewerbesektor in Albanien
Der Tourismussektor hat großes Potential die Beschäftigung und das Wirtschaftswachstum in Albanien zu erhöhen und damit einen Beitrag zur Reduktion von Arbeitslosigkeit zu leisten. Um dieses Potential zu nutzen, wurde die Steigerung der Qualität der Dienstleistungen im Tourismus als eine der vier Entwicklungsprioritäten definiert. Voraussetzung dafür ist die Steigerung der Qualität und Arbeitsmarktrelevanz der Tourismusausbildung und des Zugangs zu Ausbildungsangeboten in diesem Sektor.

AL-Tour wird in enger Kooperation mit den relevanten staatlichen Stellen, im speziellen dem albanischen Ministerium für Soziale Wohlfahrt und Jugend, der Nationalen Agentur für Berufsbildung und Qualifikationen, dem nationalen Arbeitsmarktservice, zwei Munizipalitäten sowie mit relevanten VertreterInnen aus der Tourismuswirtschaft, Sozialpartnern und Betrieben umgesetzt werden.

Ziel von AL-Tour ist die Verbesserung der Arbeitsmarktrelevanz, Qualität und sozialen Inklusion der Berufsbildungsangebote für den Bereich Tourismus und Gastgewerbe.

AL-Tour wird von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (ADA) finanziert und von KKA umgesetzt.

Zu den direkten Projektbegünstigten zählen 8 Tourismusschulen, zwei Internate und zwei Erwachsenenbildungszentren sowie die Nationale Agentur für Berufsbildung und Qualifikationen.  Al-Tour wird während der Projektlaufzeit rund 150 SchulleiterInnen, BerufsschullehrerInnen, TrainerInnen, PraktikumskoordinatorInnen und InternatsmitarbeiterInnen, 2.500 SchülerInnen, 50 Auszubildende und rund 40 Unternehmen erreichen. Nach Projektende profitieren alle Personen, die eine Ausbildung in diesem Sektor anstreben, sowie alle Betriebe in diesem Sektor, die gut ausgebildetes Personal suchen, vom Projekt.

Zu erwartende Ergebnisse sind:

  • Gender sensible Berufsstandards für mindestens fünf Berufe in diesem Sektor sind entwickelt und eingeführt.

  • Gender sensible Qualifikationsbeschreibungen, die dem Albanischen Nationalen Qualifikationsrahmen entsprechen, und Lehrpläne sind entwickelt und eingeführt.

  • Zwei Modellschulen im Tourismus-, Hotellerie- und Gastgewerbesektor sind etabliert.

  • Zwei Internate werden als „Lehrhotel Light“ genutzt.

  • Kompetenz zur nachhaltigen Einführung des neuen Lehrplans und zur Umsetzung von gendersensiblem Unterricht ist an allen Tourismusschulen geschaffen.

  • Qualitätskriterien und Richtlinien für betriebliche Praktika mit der Wirtschaft sind entwickelt und eingeführt und der Zugang zu Praktika von benachteiligten SchülerInnen ist erhöht.

  • Praktika KoordinatorInnen an allen Tourismusschulen sind etabliert und geschult.

  • Zugang benachteiligter SchülerInnen, besonders Mädchen aus benachteiligten Familien, ist durch die Schaffung einer inklusiven Kultur an Schulen und Lehrhotels und „outreach“-Aktivitäten gestiegen.


Kontakt
Nina Beširević (Bildungsbeauftragte)



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