Albertina
Albertina Artivity UPDATE
Die Albertina optimiert 2013 ihre bereits bestehende Website www.albertina-artivity.at: Die Startseite wird benutzerInnenfreundlicher gestaltet. Die Materialien zur Vor- und Nachbereitung eines Museumsbesuches für 6 – 18jährige SchülerInnen und PädagogInnen werden um Vorschläge zu den vier Sonderausstellungen „Max Ernst“, „Bosch – Bruegel – Rubens – Rembrandt“, „Matisse und die Fauves“ und „Der Clair-obscur-Holzschnitts im 16. Jahrhundert“ mit dem Schwerpunkt auf eigene Sammlungsbestände erweitert. In Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Wien wird mit PädagogInnen im Oktober 2013 erarbeitet, wie sie die Website nutzen und mit eigenen Inhalten ergänzen können.
Kunst vermittelt
Die Albertina entwickelt bis September 2013 ein Kunst-Mediationsprojekt, das das Museum als Verhandlungsort für Konfliktlösung einführt. Zunächst erhalten die KunstvermittlerInnen der Albertina von einer Expertin der Pädagogischen Hochschule Linz eine Grundausbildung in Kommunikation, Konfliktberatung und Mediation. Danach entwickeln sie mit zwei Peer-Coaches ein Konzept für das zukünftige Kunst-Mediations-Angebot der Albertina, das sich an Schulklassen im Allgemeinen und Peer-MediatorInnen (SchülerInnen) im Speziellen wenden kann.
Albertina Artivity
Die Albertina veröffentlichte im Februar 2012 ein Online-Portal, auf dem Kunstvermittlung kostenfrei abrufbar ist. Albertina Artivity stellt pädagogische Materialien zur Ausstellung "René Magritte", den Habsburgischen Prunkräumen und der Sammlung Batliner zur Verfügung. Die BesucherInnen der Website können auf ein mehrsprachiges kunsthistorisches Glossar, Informationen zu Ausstellungsinhalten und KünstlerInnen sowie eine Timeline zugreifen. Sie finden Anleitungen zu kreativem, praktischem Arbeiten, Vorschläge zur Gestaltung des Museumsbesuches in Form von thematischen Rundgängen und Tipps für die Vor-und Nachbereitung im Unterricht.
www.albertina-artivity.at
kunst.ac - Lernen im Museum. Fortbildung für PädagogInnen
Die Albertina errichtete in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Wien beginnend mit dem Wintersemester 2010/11 einen 4-semestrigen Lehrgang zum Thema „Nutzung von Kulturinstitutionen als Lernort“. In vier Modulen werden 18 angehende und praktizierende PädagogInnen mit Grundlagen der Kulturvermittlung vertraut gemacht. Jugendkultur ist dabei ebenso Thema wie pädagogische Ansätze und kunsthistorische Überlegungen. Die Schnittstellen zwischen Schule und Museum werden in den Räumen der Albertina auch praktisch bearbeitet.
Atelier Mobil
Mit dem „Albertina Atelier Mobil“ stellte die Albertina Vermittlungmaterialien für 6 – 19jährige SchülerInnen kostenlos zur Verfügung, die die Habsburgischen Prunkräume ohne Vermittlungsprogramm-Buchung kennenlernen wollten.Ein oranges würfelförmiges Möbelstück wurde mit Informationsblättern zu den Themen „Griechisch Lesen“, „Stuckmarmor“, „Schreibzimmer“ und „Teppich Knüpfen“ ausgestattet und mit Arbeitsaufträgen, Suchspielen, einem Marmory, einem Quiz und Hands-on-Objekten aus dem Bereich der historischen Herstellung der Inneneinrichtung ergänzt. Das Möbel war im Oktober und November 2010 aufgestellt und von einer Vermittlerin betreut.
Ein Game Portal richtet sich an SchülerInnen ab 6 Jahren, die die Albertina nicht unmittelbar besuchen können. Seit Juni 2010 stehen Materialien für Volksschul-, Sekundarstufe 1- und 2-LehrerInnen mit Fotografien, Lageplänen, Informationsblättern, Arbeitsaufträge und die entsprechenden Einsatz-Anleitungen für den Unterricht im Internet zum Download zur Verfügung.
Ein Tag mit Michelangelo
In den Vermittlungsprogrammen für alle Schulstufen zur Großausstellung „Michelangelo“ (8. 10. 2010 - 09. 01. 2011) in der Albertina stand der Vergleich der Erlebniswelt von Jugendlichen heute und Menschen zu Beginn des 16. Jahrhunderts im Mittelpunkt. Zum Einsatz kamen 16 Materialkisten mit Gegenständen und Abbildungen zum Be-Greifen der Inhalte, Texten, Zeitleisten, Spielen, und Arbeitsblätter. Für die Workshoparbeit im Atelier standen u.a. Kleiderpuppentorsi mit Stoffdraperien zur Verfügung. Zur Vor- und Nachbereitung des Museumsbesuchs konnten Handouts und ein Kurzführer für Oberstufen herangezogen werden, die auch von der Website abrufbar waren.
Albertina for You & Me!
In Kooperation mit der 7. Klasse der AHS Kenyongasse, 1070 Wien, erarbeitete die Albertina unter dem Titel „Albertina for You & Me!“ einen Multi-Media-Guide für die Sammlung Batliner, der sich an andere SchülerInnen ihres Alters wendet.
Ab Februar 2010 erhielten die SchülerInnen Führungen, Literatur und Abbildungen zur Sammlung Batliner. Nachdem sie eine Auswahl der für sie interessantesten Werke getroffen hatten, erarbeiten sie mit Unterstützung der Lehrerin und der KunstvermittlerInnen in der Schule fingierte Interviews, lebendige Kurzfilme und programmierte Animationen zu den ausgewählten Arbeiten. Das Endergebnis steht seit Juni 2010 als Multi-Media-Guide bzw. auf der Museumswebsite zum Download zur Verfügung.
Belvedere
Anleitung zum Widerstand. Aus Kunstwerken Sprache gewinnen
Das Belvedere ermutigt im Sommersemester 2013 zwei Berufsschulklassen, ausgehend von Kunst ihre Kritik an gesellschaftliche Verhältnissen zu formulieren: Die SchülerInnen analysieren Kunstwerke mit Bezug zu sozialen Ungerechtigkeiten. Danach wählen sie in Kleingruppen ein gesellschaftskritisches Thema aus und erstellen mit Unterstützung von ExpertInnen aus den Bereichen bildende Kunst und Journalismus sprachlich originelle und medial attraktive „Kampagnen des kreativen Protests“. Zuletzt werden die Text-, Video-, Bild- und Audiocollagen auf www.coller.me veröffentlicht. Das mediendidaktische Konzept wird in das ständige Vermittlungsangebot des Belvedere aufgenommen.
Der Körper spricht. Mit Kunst in Bewegung kommen
Das Belvedere entwickelt im Herbst 2013 mit 8 – 12jährigen SchülerInnen der Wiener Sprachhheilschulen und des Bundesinstituts für Gehörlosenbildung ein nonverbales Vermittlungsprogramm: Anhand von Mimik, Gestik und Tanz wird mit Unterstützung einer Tanz- und Bewegungspädagogin und eines Schauspielers zu und mit barocken Gemälden und Skulpturen sowie Werken von Schiele und Kokoschka kommuniziert. Die in Kleingruppen entstandenen kurzen Choreographien werden professionell gefilmt und bei einer Abschlussveranstaltung im Jänner 2013 präsentiert. Das Projekt fließt in das Regelangebot des Belvedere für alle SchülerInnen ein.
Mobile Learning. Unterricht@21er Haus
Das 21er Haus entwickelt 2013 in Zusammenarbeit mit PädagogInnen, der Kuratorin und einem bildenden Künstler eine virtuelle Unterrichts- und Lernplattform zu wichtigen Themen des Hauses wie Architektur, Fotografie, österreichische Kunst von 1945 bis heute und zum Fritz Wotruba Nachlass. Diese soll Informationen, Audio- und Videomaterial, Frage- und Aufgabenstellungen sowie eine Galerie für Arbeiten von SchülerInnen der Sekundarstufe umfassen. Nach der Ausarbeitung und Umsetzung der Inhalte prüfen Schulen aus vier Bundesländern im September und Oktober 2013 die Website, bevor sie adaptiert und im Jänner 2014 Rahmen einer Abschlussveranstaltung präsentiert wird.
Zusammen.Wachsen.
Fortbildungsworkshops zur Sprachförderung im Museum für PädagogInnenDas Belvedere entwickelt mit Klassen der BAKIP 1210 Wien, Patrizigasse und der BAKIP Sacré Coeur Pressbaum in Kooperation mit der PH Wien ein Fortbildungsangebot für Lehrende an Bundesbildungsanstalten für Kindergartenpädagogik (BAKIP) und VolksschulpädagogInnen zu seinen Sprachförderprogrammen „Deutsch als Zweitsprache“, das im Juni 2012 präsentiert wird.
Blick-Kontakt – Berufsvorbereitung im Belvedere
Das Belvedere entwickelte einen sechsstündigen Workshop für SchülerInnen aus dem berufsbildenden Sektor sowie Schulklassen museumsferner Schultypen zur Berufsvorbereitung. Seit Jänner 2012 analysieren SchülerInnen ausgewählte Kunstwerke und Bewerbungsratgeber hinsichtlich ihrer Aussagen zu non-verbaler Kommunikation und Geschlechterunterschieden. Nach Aufstellungs- und Videoarbeit im Atelier nehmen die Schulklassen die Videos zur Nachbereitung in den Unterricht mit. Im Mai 2012 wird das Programm öffentlich präsentiert.Ornament oder Ordnung
Ein Vergleich zweier Jahrhunderte mit allen SinnenDas Belvedere beschäftigt sich in seinem Vermittlungsprogramm „Ornament oder Ordnung“ mit der architektonischen Formensprache der barocken Schlossanlage und des „21er Haus'“ und deren Aufbereitung für SchülerInnen mit Sehbehinderung. Seit Juni 2011 erforschten SchülerInnen des Bundes-Blindenerziehungsinstituts Wien barocke Repräsentationsmuster und ihre gesellschaftlichen Zusammenhänge im Belvedere. Sie verfolgten die Herstellung eines Tastmodells des Bauwerks durch eine Architektin und befüllen nun 6 Tast-, Hör- und Riechkästen. Im Frühjahr setzen sich SchülerInnen mit Unterstützung des Umbau-Architekten Adolf Krischanitz mit der Architektur des „21er Haus“ auseinander. Sie befüllen ebenfalls Tast-, Hör- und Riechkästen und entwickeln in Kooperation mit dem Institut für Kunst und Gestaltung der Technischen Universität Wien einen Baukastensatz mit geometrischen Formen. Im Juni 2012 werden Modell und Baukasten im Rahmen einer Abschlussveranstaltung präsentiert und werden langfristig in die Vermittlungsarbeit des Belvedere integriert.
Kunst macht schlau
„Kunst macht schlau“ subsumiert didaktische Materialien des Belvedere für Volksschulen, die sowohl während des Museumsbesuchs als auch im Unterricht eingesetzt werden können. Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe aus LehrerInnen und VermittlerInnen entwickelte Material-Mappen mit Informationsblättern, einem „Schnellkurs Kunstgeschichte“, Interpretationshilfen, Frage- und Kreativbögen zu den wichtigsten Sammlungen des Hauses: Mittelalter, Barock, Biedermeier, Jahrhundertwende – Jugendstil/Expressionismus. Das Vermittlungsmaterial wird auch zum Download im Internet zur Verfügung stehen.Belvedere Hautnah. Ein Schloss zum Angreifen
Das Belvedere bot SchülerInnen mit und ohne Sehbehinderung in Erweiterung der bereits bestehenden taktilen „AndersSehen“-Führungen einen bedürfnisadäquaten und niederschwelligen Zugang zur barocken Schloss¬anlage und den Sammlungen. Im Pilotprojekt im Herbst 2010 besuchte eine Kunstvermittlerin zunächst beide Partnerschulen mit dem Kunst-Koffer „Belvedere Hautnah“, der taktile Folien vom Grundriss der barocken Anlage, Fragmente von Baumaterialien, Materialien zur Kunsttechnologie, taktile Farb-Bilder zu ausgewählten Kunstwerken (Linien- und Ebenendiagramme) sowie eine CD/DVD mit Bildern und Audiotexten enthält. In einem zweiten Schritt erkundeten die SchülerInnen das Belvedere durch Betasten und mit optischen Sehhilfen. Anschließend wählten sie ihre Lieblingsobjekte aus und interpretierten diese in Form von Skulpturen und Audiocollagen aus Texten, Geräuschen und Musik im Rahmen von mehreren Workshops. Die Ergebnisse wurden aufgenommen, zu Sequenzen zusammengestellt und flossen in einen multimedialen Junior-Audioguide ein. Das Vermittlungsprogramm soll in das ständige Angebot des Belvedere aufgenommen werden.Vom Sehen zum Sprechen. Deutsch als Zweitsprache im Museum
Das Belvedere entwickelte in Ergänzung zu den seit 2009 bestehenden sprachen¬zentrierten Vermittlungsprogrammen für alle Schulstufen rund 45 Arbeitsblätter zum Festigen des Sprachlernprozesses gemeinsam mit Sprach¬förder- und MuttersprachenlehrerInnen. Sowohl das Alter als auch der individuelle Sprachstand und die Herkunftssprache der SchülerInnen werden dabei berücksichtigt. Die Materialien wurden von 5 Klassen getestet und stehen ab Oktober 2011 auch zum Download auf der Website zur Verfügung.Im Atelier – Open Art Hours
Mit „Im Atelier – Open Art Hours“ stellte das Belvedere im Juni und Oktober 2010 14 – 18jährigen SchülerInnen einen Raum zum Experimentieren mit Kunst zur Verfügung. Studierende der Akademie der Bildenden Künste gestalteten vier Flyer, mit denen das Angebot beworben wurde.Sie führten die SchülerInnen in ihren Alltag ein und leiteten den Impulsworkshop. Danach unterstützten sie die SchülerInnen an zwei Tagen bei der Umsetzung selbstgestellter Themen im Atelier. Zum Abschluss wurden die Arbeiten besprochen und der Projektlink auf der Website des Belvedere mit aktuellen Texten befüllt.
Das geht mich was an!
Das Belvedere bot sich unter dem Titel „Das geht mich was an!“ von Februar bis Juni 2010 jungen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund als Diskussionsort zum Thema kulturelle Vielfalt und Identität an.
Um am Alltag der SchülerInnen anzuknüpfen, führten zunächst Exkursionen zu Spuren des Belvedere in den Wohnbezirken der 13 – 16jährigen SchülerInnen. Danach besuchten die SchülerInnen die Sammlung des Belvedere, die Prinz-Eugen-Schau und die Ausstellung tanzimat. Die SchülerInnen der KMS 2, Pazmanitengasse sprachen mit dem bildenden Künstler M. Lulic über seine Arbeiten zu Migration, Religion, Freiheit und Gleichheit und kreierten Werbeplakate für ihre Abschlussveranstaltung.
Die SchülerInnen der KMS 2, Obere Augartenstraße erarbeiteten eine Collage über den Karmelitermarkt, und die SchülerInnen der Europäischen Mittelschule, Neustiftgasse gestalteten eine Auslage mit eigenem Namensschriftzug. Alle führten ihre MitschülerInnen und Eltern in ihre Sichtweise ein und wurden mit einem Zertifikat zu KulturbotschafterInnen ernannt.
Die Belvedere-Bezüge in allen Wiener Bezirken werden in einem Katalog veröffentlicht und sollen allen LehrerInnen unabhängig vom Vermittlungsprogramm auch im Internet zum Download zur Verfügung stehen.
Kunsthistorisches Museum
In 80 Klassen um die Welt
Das Kunsthistorische Museum erarbeitet mit dem Theaterkollektiv wenn es soweit ist ein Kunstvermittlungsprojekt zum Thema Migration für insgesamt 80 Schulklassen, basierend auf dem Theaterstück „Die Reise – ein Projekt für 30 MigrantInnen“ im Wiener Volkstheater. Ab Mai 2013 erzählt wöchentlich einE MigrantIn seine/ihre Geschichte vor einem Gemälde des Kunsthistorischen Museums. Die SchülerInnen ab 12 Jahren erhalten zusätzliche kunsthistorische Informationen zum Bild. Danach interviewen die SchülerInnen einander über die Hintergründe ihrer eigenen Herkunft. Jede Schulklasse entscheidet sich für eine der Erzählungen und inszeniert diese gemeinsam.
KURIOSE KISTE. Ein Tag in der Kunstkammer Wien
Anlässlich der Neueröffnung der Kunstkammer bietet das Kunsthistorische Museum ab September 2013 primär für Schulklassen außerhalb Wiens ein ganztägiges Vermittlungsprogramm zu den Objekten von einzigartigem Wert und dem breitgefächerte Spektrum musealer Tätigkeiten an: Die 11 – 14jährigen SchülerInnen untersuchen die Ausstellungsstücke und erhalten einen Überblick über die Objektkategorien und die museale Forschungs- und Konservierungsarbeit. Während der Mittagspause erwerben sie Gebrauchsgegenstände von geringem materiellem Wert, die sie am Nachmittag mit verschiedenen Techniken veredeln, kategorisieren, beschriften und zu einer Ausstellung arrangieren. Eine Vernissage beendet das Programm, die gestalteten Gegenstände können mit nach Hause genommen werden.
Rätsel-Rallye
SchülerInnen konnten von Ende November 2011 bis März 2012 im Rahmen eines Detektivspiels in Kleingruppen das Museum abseits des traditionellen Museumsbilds und begegnen Objekten, der Architektur und Infrastruktur des KHM und den Museumsangestellten erforschen. Die Rätselrallye wurde für zwei Altersstufen (12 – 14, 14 – 18 Jahre) entwickelt und belohnte erfolgreiche Detektive mit einer Urkunde und einem Rätsel-Rallye-Magazin.
Play Ganymed
Das Vermittlungsprogramm baut auf dem Projekt „Ganymed Boarding“ auf, in zeitgenössische AutorInnen Texte zu 16 Bildern des KHM verfassten, die von 16 SchauspielerInnen vor den Kunstwerken in Szene gesetzt wurden. „Play Ganymed“ ermöglicht 80 Schulklassen ab der 7. Schulstufe seit Mai 2011, jeweils eines der Bilder auszuwählen und es zu bearbeiten: Nach dem Auftritt des/der Schauspielers/in besprechen analysieren die SchülerInnen mit einem Kunstvermittler das Bild und entwickeln danach im Atelier ihren eigenen Ansatz in einem „Play Ganymed“-Heft. Unter Anleitung der Regisseurin visualisieren sie ihre Gedanken in einer eigenen Performance.Das KHM als Partner für den Unterricht
Seit Dezember 2010 beriet ein Arbeitskreis mit LehrerInnen aller Schultypen sieben Mal das Team der Abteilung „Museum und Publikum“ bei der Erstellung von Unterrichtsmaterialien. Die entstandenen didaktischen Lehrbehelfe „Das Kind und sein Alltag im Wandel der Jahrhunderte“ (BAKIP, VS), „Die Metamorphosen des Ovid in der Gemäldegalerie des KHM“ (AHS) und „Kunst und Werbung“ (Berufsbildende S) stehen seit September als Drucksorte und zum Download zur Verfügung.Entdeckungsreisen für blinde und sehschwache Kinder und Jugendliche
bietet das KHM seit Oktober 2010 an. Dazu notwendig war die Herstellung von 2D-Reliefs aus Polyurethan von drei Gemälden der Gemäldegalerie, die betastet werden können. Im Rahmen von Führungen kommen darüber hinaus auch passende Alltagsgegenstände und Materialmuster für weitere taktile Erfahrungen zum Einsatz. Sehbehindertengerechte Bildbeschreibungen in Schwarz- und Braille-Schrift sowie auf dem Audioguide ergänzen das neue Angebot.Sammeln: Zeitverschwendung oder Kunst?
Schüler planen eine Ausstellung mit selbst ausgewählten (alltäglichen) Objekten und lernen dabei in Workshops im KHM, welche professionellen Vorgehensweisen dazu notwendig sind: 13 – 17jährige SchülerInnen der AHS Rahlgasse, 1060 Wien haben sich im September 2009 auf diesen Prozess eingelassen und zeichneten für den Ausstellungstitel, Konzept, „wissenschaftliche“ Recherchen, Sponsorensuche, Ausstellungsarchitektur, Farbauswahl, Aufbau, Beleuchtung, Beschriftung, PR und Vermittlung verantwortlich. Die Ausstellung war von 13.09. bis 31.10.2010 im Bassano-Saal des KHM zu sehen und von einem Katalog begleitet, der als Leitfaden für künftige Projekte dieser Art dienen soll.Wien heute und zur Zeit Maria Theresias
können Schulklassen seit Februar 2010 speziell im Rahmen der Wien-Aktion mit Hilfe des KHM näher kennenlernen: Geführte Bildanalysen eröffnen einen Zugang zu den 13 Veduten von Canaletto, die den städtebaulichen Zustand Wiens im 18. Jahrhundert und das Leben in Wien anhand von Staffage-Figuren zeigen. Das Basteln von Lochkameras ermöglicht die Beschäftigung mit Blick und Bildkomposition als zusätzliche Dimension. Die Besichtigung von Originalschauplätzen in der Wiener Innenstadt ermöglicht den Vergleich mit der heutigen städtebaulichen Situation. Materialien zur Vor- und Nachbereitung des Themas in Form von Abbildungen der Veduten, aktuellen Fotografien der Originalschauplätze und Texterläuterungen werden auch im Internet zum Download zur Verfügung gestellt.
Kunsthistorisches Museum & Technisches Museum Wien
Die Mobilitätsexplosion. Von der Postkutsche zum Individualverkehr. Eine Zeitreise
Das Kunsthistorische Museum und das Technische Museum Wien entwickeln in Kooperation ein Vermittlungsangebot zum Thema Mobilität primär für Unterstufen-Schulklassen, die ab April 2013 Wien im Rahmen der „Wien-Aktion“ besuchen: Während in der Wagenburg 200 Jahre Mobilitätsgeschichte der Habsburger ausgestellt sind, wird im Technischen Museum die Entwicklung zur Massenmobilität nachvollziehbar. In der Pause wechselt die Schulklasse vom einen zum anderen Ausstellungsort und reflektiert die aktuelle Verkehrssituation in der grünen Oase des Auer-Welsbach-Parks. Gedanken der SchülerInnen zu Mobilität heute und in Zukunft werden auf der Website des Technischen Museums präsentiert.
Kunsthistorisches Museum – Weltmuseum Wien
Internetplattform zum Thema Buddhismus als Religion, Philosophie und Lebensweise
Das Weltmuseum Wien erstellt Lehrunterlagen mit Hintergrundinformationen, Abbildungen von Objekten der Ausstellung „Schausammlung. Süd-, Südostasien, Himalaya: Götterbilder“, Detailaufnahmen von Objekten aus dem Depot, Fotos zum Thema „Buddhismus in Österreich“ und Arbeitsaufgaben für eine breite Palette von Unterrichtsfächern, ergänzt durch buddhistische Übungen zur Steigerung der Achtsamkeit der SchülerInnen untereinander. Diese werden bis September 2013 in eine Internetplattform zum Thema Buddhismus als Religion, Philosophie und Lebensweise integriert, die auch das Hochladen von SchülerInnenarbeiten erlaubt, und von interessierten Oberstufenschulklassen getestet. Ab November 2013 wird die überarbeitete Plattform veröffentlicht. Auf Wunsch können Schulen in Wien neben dem Museum auch die Stupa und ein tibetisches Restaurant besuchen.
An-Schauungen
Das MVK schulte eine Pädagogin und Gebärdensprachen-Dolmetscherin in seine Vermittlungsangebote ein, sodass diese die KulturvermittlerInnen bei Bedarf als Dolmetscherin seit Februar 2012 unterstützen kann.Museum auf Besuch - Feste feiern, wie sie fallen
Das MVK bestückte eine Museumskiste zum Thema Jahreszeitenfeste für SchülerInnen mit physischer Beeinträchtigung mit Objekten, Bildmaterial, Hör-, Geruchs- und Kostproben, didaktischem Material, Spielen und Büchern. Die Museumskiste kommt seit Februar 2012 in Vermittlungsangeboten in Sonderpädagogischen Zentren und Heilstättenschulen zum Einsatz.
Kunsthistorisches Museum - Österreichisches Theatermuseum
„Das ist kein Spiel.“ Peter Handkes Theaterschaffen
Das Österreichische Theatermuseum entwickelt einen dreistündigen Workshop für berufsbildende höhere Schulen zur Ausstellung „Die Arbeit des Zuschauers – Peter Handke und das Theater“ (31.01. – 08.07.2013). Darin haben die SchülerInnen Gelegenheit, anhand von Übungen, die von Handkes Werk inspiriert sind (wie z.B. Beobachtungen und deren Beschreibung), einen persönlichen Zugang zu seinen Theatertexten zu finden. Darüber hinaus werden modular aufgebaute Unterrichtsmaterialien für drei Unterrichtsstunden mit multimedialen Elementen erstellt. Schließlich bietet das Österreichische Theatermuseum eine theaterpädagogische Fortbildung für Lehrende auch in den Bundesländern an. Eine kürzere Version des Workshops wird in das Regelangebot des Museums übernommen.
Über den eigenen Schatten springen
Das ÖTM bot im Rahmen der Ausstellung „Der Zauberer der bunten Schatten. Das chinesische Schattentheater“ von 17.11.2011 bis 05.03.2012 für SchülerInnen von 7 bis 14 Jahren Workshops mit Figurenbau und die anschließende Erarbeitung eines Schattentheaterstückes an. Mit einer Schwerpunktsetzung auf den Umgang mit Sprache wurden vor allem SchülerInnen mit unterschiedlichen Erstsprachen angesprochen. Für Schulklassen, denen ein Museumsbesuch nicht möglich ist, wurde ein Museumskoffer mit Repliken von Originalschattenfiguren und einer Anleitung für die praktische Arbeit entwickelt und im März 2012 im Rahmen einer Fortbildung für LehrerInnen an der PH Feldkirch vorgestellt.
Bretter, die die Welt bedeuten
Das ÖTM stellte in seinem Projekt „Bretter, die die Welt bedeuten“ gemeinsam mit SchülerInnen Bühnenbildelemente her, die langfristig für Workshops mit Schulklassen zur Verfügung stehen sollen. In der Ausstellung „Ungezähmte Natur – Bühnenbilder aus drei Jahrhunderten“ von 26. 05. 2011 bis 26. 09. 2011 stellten 4 Klassen der Hans Radl-Hauptschule (Integrationsschule) drei Kulissenbäume aus Holz und Karton her und entwickelten ein Theaterstück. In der Ausstellung „Spielräume“ baute die Abteilung „Innenraumgestaltung und Möbelbau“ der HTL Mödling die Würfelbühne des Architekten Hans Fritz aus Holz nach, die Abteilung „Elektronik“ beschäftigte sich mit der Lichtanlage mit Mischpult des ÖTM. Gemeinsame Arbeit auf der Bühne schloss das Projekt ab, das im Februar 2012 im Österreichischen Theatermuseum präsentiert wurde. Die Ergebnisse beider Projektarbeiten fließen ab Jänner 2012 in ein neues Workshopangebot des ÖTM zum Thema Bühnenbild ein.Kleider machen Leute
Das Theatermuseum entwickelte anlässlich der Ausstellung "Theaterkostüme – Zauber der Verwandlung. Aus dem Kostümfundus des Österreichischen Theatermuseums" von 24. 11. 2010 – 18. 09. 2011 einen Museumskoffer mit reichhaltigen Materialien wie Kostümen, Kostümsilhouetten, einem Kartenspiel zu Kostümepochen, einem Nähkästchen mit Accessoires, Gliederpuppen, Stoffmustern etc. SchülerInnen im Alter von 15 bis 19 Jahren der Wiener Modeschule Herbststraße nähten im Herbst 2010 sechs Kostüme aus der Ausstellung mit Unterstützung einer Kostümbildnerin in zwei Größen nach. Sie lernten dabei historische Kostüme, spezielle Materialien und Techniken kennen.Die Arbeiten der SchülerInnen wurden in einer Modenschau im Theatermuseum präsentiert und kommen im Museumskoffer zum Einsatz.
Darüber hinaus sind Materialien zur Vor- und Nachbereitung in der Schule zum Download auf der Museumswebsite abrufbar. Museumskoffer und Materialien stehen seit 24. 11. 2010 in drei Versionen für die Grundstufe und die Unter- und Oberstufe für die gesamte Ausstellungsdauer sowie auch danach für die Gestaltung eines Museumsbesuchs zur Verfügung.
Fremd unter Fremden
„Fremd unter Fremden“ fühlen sich alle Menschen in unbekannten Situationen. Diesen Umstand griff das theater- und museumspädagogische Projekt des Österreichischen Theatermuseums im Sommersemester 2010 auf und setzte ihn in Beziehung zu den Sonderausstellungen „Thomas Bernhard und das Theater“ und „Gustav Mahler und Wien“. Nach zwei Fortbildungsterminen für die LehrerInnen folgten zwei Workshops für 10 Klassen der 8. bis 11. Schulstufe aus unterschiedlichen Schultypen. Eltern und Großeltern werden mit ihren Fremdheitserfahrungen in die Arbeit miteinbezogen. Nach intensiven Weiterarbeiten in der Schule fanden im Juni 2010 zwei große theatrale Abschlussevents im Museum statt.
MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst
Alle Wege führen nach "WIEN 1900". Mit MAK@SCHOOL und der MAK CITY M/AP
Das Österreichische Museum für angewandte Kunst/Gegenwartskunst entwickelt anlässlich der Neuaufstellung der Schausammlung „WIEN 1900. Wiener Kunstgewerbe 1890 – 1938“ ein Vermittlungsprojekt zur Beziehung zwischen angewandter Kunst und Architektur: Das MAK erstellt einen Fragenkatalog und Infomaterialien für sein Programm MAK@SCHOOL und auf die MAK-Website und stellt diese ab März 2013 in ausgewählten Oberstufenklassen in Schulen verschiedener Bundesländer vor. In der Folge werden die SchülerInnen zu Workshops mit KuratorInnen, KünstlerInnen und ArchitektInnen ins MAK eingeladen. Parallel dazu entwirft das MAK ab April 2013 eine Web-App für Jugendliche in Form eines Stadtplans, mit dem sie spielerisch von architektonischen Highlights des Jugendstils im öffentlichen Raum zu den damit in Zusammenhang stehenden Ausstellungsobjekten im MAK geführt werden. Die Ergebnisse der SchülerInnen werden im Jänner 2014 auf www.mak-apply.at dokumentiert und fließen als neue Schwerpunkte in die Vermittlungsarbeit mit Jugendlichen ein.
Spurensuche
Interkultureller Dialog zwischen historischen und zeitgenössischen AlltagskulturenDas MAK lädt seit Mai 2011 Oberstufen-Schulklassen mit vielen SchülerInnen mit Migrationshintergrund zu einer Auseinandersetzung mit Ess- und Kommunikationskultur, Kulturgeschichte von Lebensmitteln und kultureller Identität im Rahmen des MAK-Forschungsprojekts „Das Große Wiener Kaffeehausexperiment“ ein. Medienfachmensch-Lehrlinge gestalten gleichzeitig eine Dokumentation des Projekts als Webseite, die von weiteren Schulen genutzt und bearbeitet werden kann. Unterstützend werden LehrerInnen Unterrichtsmaterialien zur Verfügung gestellt.
Erweiterung der kunsthistorischen Betrachtungsweise durch einen Materialschwerpunkt
Das MAK arbeitete im Jahr 2010 an der „Erweiterung der kunsthistorischen Betrachtungsweise durch einen Materialschwerpunkt“ und wendet sich damit explizit an Berufsschulen und berufsbildende Schulen. Die Vermittlung von Ästhetik und kultur-geschichtlicher Bedeutung von Holz, Glas, Porzellan, Textil, Metall und Buch und Kunst-blättern steht im Mittelpunkt der neu entwickelten MAK-Kartei, die mit Materialproben und den ausgestellten Objekten vernetzt ist. Die Karten sind in die Bereiche Objekt, Technik, Design, Kultur und Zitat eingeteilt, zeigen Abbildungen zum Objekt und ermöglichen mittels Farbskala die Zuordnung von Epoche und Material. Vor allem auch die haptischen Qualitäten werden durch Materialproben, Verarbeitungsproben, Modelle etc. im Rahmen von Führungen erschlossen.APPLY! SCHULE IM MAK. Lernen und Anwenden im Museum
Das MAK lädt seit Mai 2011 SchülerInnen von Oberstufenklassen und Berufsschulen ein, in von KünstlerInnen und KunstvermittlerInnen geleiteten Workshops ausgehend von der Schausammlung des MAK ihr kreatives Potential zu entwickeln. Das MAK-Forschungsprojekt „Das Große Wiener Kaffeehausexperiment“ diente als Anlass, die Kommunikationskultur des typischen Wiener Kaffeehauses zu betrachten und zu hinterfragen. Vor dem Hintergrund der aktuellen historischen Schau über Verpackungen aus mehreren Jahrhunderten wurden das Thema Verpackung unter dem Fokus der alltäglichen Esskultur betrachtet und so die Frage der eigenen Essgewohnheiten mit der des Designs verknüpft. Im Workshop Ornament Experiment! wurde die Ornamentenvielfalt der MAK-Sammlung untersucht, um eigene Kreationen auf Papier oder auf dem Screen zu entwickeln.
Parallel zu den Workshops wird das Projekt von einer Gruppe von Medienfach–Lehrlingen dokumentiert sowie gestalterisch ergänzt. Die Ergebnisse dieser Auseinandersetzung mit dem Museum und den Workshops wird auf einer Website sichtbar, die von den Lehrlingen mitgestaltet wurde. Ziel der Website ist, die im Museum vorhandenen vielfältigen Möglichkeiten gestalterischer Praxis aufzuzeigen, um es als ein Ort des „Anwendens“ zu begreifen. Zukünftig werden Schulen eingeladen, die Website zu nutzen und ihre Arbeiten dort zu zeigen.
MUMOK – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien
www.mumok.at/vermittlung/schulen
„Kunst und …“
Das Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien erstellt auf Basis der Erfahrungen und Kompetenzen seines Vermittlungsteams eine erweiterbare Publikation zu Themen wie „Kunst und … Mathematik / räumliches Sehen / Musik / Sprache / intergeneratives Lernen / Literacy / Körper“, die unabhängig von einem Museumsbesuch in der Schule anwendbar ist. Sie stellt aktuelle Methoden der Kunstvermittlung und künstlerische Strategien vor und wird von Bild-, Ton- und Textmaterial ergänzt. In der Folge werden ab September Workshops für PädagogInnen in Kooperation mit Pädagogischen Hochschulen in den Bundesländern und am mumok angeboten.
Frage-Zeichen?
Das mumok entwickelte ein Vermittlungsprogramm mit und für gehörlose(n) SchülerInnen: Seit September 2011 experimentierte eine Gehörlosen-Schulklasse gemeinsam mit KulturvermittlerInnen und mit Unterstützung der gehörlosen Künstlerin Xiaoshu Alice Hu vor und zu Kunstwerken des mumok. Die Erfahrungen aus diesen Workshops wurden am 9. Dezember 2011 präsentiert und fließen in ein Vermittlungsprogramm für gehörlose SchülerInnen von 12 bis 18 Jahren ein, das getestet und abschließend einem hörenden und gehörlosen Publikum von den beteiligten SchülerInnen im Juni 2012 präsentiert wird.
Deine Ohren werden Augen machen!
Ein Vermittlungsprogramm über die Beziehung von bildender Kunst, Musik und (Mutter-)Sprache von September 1211 bis März 2012: Singen und Musizieren mit einer Musikpädagogin führte über Klanggeschichten vor ausgewählten künstlerischen Arbeiten im mumok zur praktischen Arbeit zu Musik im Atelier. Das Potential von Mehrsprachigkeit wurde gemeinsam mit einer Expertin des Sprachförderzentrums in den Mittelpunkt gestellt.
DAVON ERZÄHLEN mit Zeichen, Wörtern und Geräuschen
KMS-SchülerInnen und LehrerInnen sowie KunstvermittlerInnen erkundeten 2011 die Schule und sprachen über Eindrücke und Erinnerungen. Alle zeichneten eine persönliche Wegskizze mit Beobachtungen, erzählten und gehörten Geschichten. Beim zweiten Termin im mumok zeichneten die SchülerInnen Karten zu ihren Erlebnissen im Museum und mit den Kunstwerken. Mit zwei RadioredakteurInnen experimentierten sie bei Audioaufnahmen mit Lauten, Sprache und Geräuschen. Beim Kartieren wurden Zeichen gesucht und individuell entwickelt. Wahrnehmung, positive Bewertung eigener Stärken, zeichnerischer und sprachlicher Ausdruck wurden gefördert, SchülerInnen mit schwächeren Deutschkenntnissen unterstützt. In Kooperation mit gecko-art, der Wiener Radiobande – dem Schülerradio auf Radio Orange.
Wien modern?
Das MUMOK bietet seit Dezember 2010 ein maßgeschneidertes Workshop-Programm für Schulklassen an, die im Rahmen der Wien-Aktion die Bundeshauptstadt und das MUMOK besuchen. Ein spezieller Webbereich für die LehrerInnen bietet Unterrichtsmaterialien rund um den Begriff „Modernität“ zur Vorbereitung auf den Museumsbesuch und Informationen zum Museum. Ein mit dem Künstler Olaf Osten gestaltetes Skizzenbuch begleitet die SchülerInnen auf ihrer Reise und ist Ausgangspunkt für ein Kunstgespräch zum Thema "Modern". Im Anschluss erweitern die Jugendlichen ihre Reisetagebücher grafisch oder malerisch im Atelier des Museums.
Box it!
Mit „Box it!“ stellt das MUMOK seit Dezember 2010 LehrerInnen Informationsmaterial und Anregungen zu generellen Fragen der modernen und zeitgenössischen Kunst nach Schulstufen gestaffelt auch zum Download im Internet zur Verfügung. In einer zweiten Phase sollen SchülerInnen Interviews mit KünstlerInnen machen, die in die Materialien miteinbezogen werden und eine unkonventionelle Herangehensweise an museumsdidaktische Themen ermöglichen.
Hier, da und dazwischen. Eine Exkursion
Mit diesem Vermittlungsprogramm wendete sich das MUMOK ab November 2010 an Haupt- und Kooperative Mittelschulen in Wien. Schule, Museum und der städtische Raum wurden durch Erkundungen und zeichnerische Prozesse verbunden: Die SchülerInnen erforschten im MUMOK den Weg von der Schule ins Museum und das Museum selbst und reflektierten mit Hilfe von Wegkarten, Notizen und Skizzen. Das kommunikative Potential dieser Artefakte wurde in der Schule für das Entwickeln von Gedanken und Standpunkten in Erinnerung an das Museum genutzt. Die Erfahrung der KunstvermittlerInnen des MUMOK im Umgang mit moderner Kunst und dem Zeichnen unterstützt besonders die Arbeit mit Integrationsklassen und Jugendlichen mit geringen Deutschkenntnissen.
Jetzt übernehmen wir!
„Jetzt übernehmen wir!“ hieß es für jene Volksschulkinder, die im Sommersemester 2010 das MUMOK kennenlernten und sich mit ihren Interessen und Fragen in das Museum einschrieben. Sie wurden mit Hilfsmitteln wie Lupe, Fernglas, Metermaß und Aufnahmegeräten für den Museumsbesuch ausgestattet und konnten ihre Entdeckungen anschließend im Atelier in unterschiedlichen Medien wie Zeichnungen, Handlungsan-weisungen für das Museum und Audiodateien und kreativ umsetzen. Eine Auswahl davon wurde für andere BesucherInnen in Form einer Broschüre sichtbar gemacht.
Sehreise
Volksschulkinder und Erwachsene (Großeltern, -tanten und -onkel) gingen 2010 gemeinsam auf „Sehreise“ durch das MUMOK. Die Kinder, besonders solche mit Migrationshintergrund, wurden ermutigt, Personen aus ihrer eigenen Familie einzuladen. Im Atelier erarbeiteten sie Werkszeuge und Utensilien, die sie für einen Ausstellungsbesuch für notwendig hielten. Nach dem Besuch der Ausstellung, dem Ausprobieren der Materialien und dem Austausch über die Kunstwerke arbeiteten beide Altersgruppen gemeinsam im Atelier.
Naturhistorisches Museum
Blind Date im NHM
Das Naturhistorische Museum entwickelt gemeinsam mit einer Klasse des Bundesblindeninstituts und einem blinden Keyworker einen Pfad für 10 – 14jährige blinde und sehschwache SchülerInnen im ständigen Schaubereich. 15 freistehende (Hands-on-)
Exponate im Hochparterre des Hauses und verschiedene Zugangsmöglichkeiten zu ihnen werden für die für die Website des Museums aufbereitet. Ein Handout in Brailleschrift und ein Audioguide werden produziert. Die Homepage des NHM wird blindenbedarfsgerecht adaptiert und eine neue Seite für das Projekt mit den Informationen zum Pfad, einem Lageplan des Museums und Materialien zur Vor- und Nachbereitung eines Museumsbesuches ab Oktober 2013 gestaltet.
Vom Urknall bis zum Homo sapiens
Das Naturhistorische Museum erarbeitet eine Anleitung für eine Zeitreise durch 12 seiner Schausäle: Mit einer Schulklasse werden im März 2013 in den erdwissenschaftlichen und anthropologischen Schausälen 24 Objekte ausgewählt. Die KulturvermittlerInnen entwickeln Forschungsbögen für SchülerInnen der Sekundarstufe, die zum genauen Betrachten der Objekte anregen, Unterlagen zur Nachbereitung im Unterricht sowie vertiefende Unterrichtsmodule. Nach einem Test durch drei Schulklassen wird die Zeitreise im September 2013 online gestellt und in Workshops für LehrerInnen benutzt.
Explaining Xtremes: SchülerInnen entdecken extreme Lebensräume.
Das NHM erarbeitete in Kooperation mit dem ScienceCenter-Netzwerk ein didaktisches Konzept für den Einsatz von „Explainern“, die im Februar 2012 72 Schulklassen von der 1. bis zur 8. Schulstufe in der Ausstellung „Xtremes“ über Tiere und Pflanzen in extremen Lebensräumen helfend zur Seite standen und sie motivierten, Fragen zu stellen und selbst forschend aktiv zu sein. Die Arbeit mit „Explainern“ soll in der Folge in anderen Ausstellungen fortgesetzt werden.
Rohstoffkoffer – Was steckt alles im Handy?
Das NHM entwickelte einen Rohstoffkoffer für SchülerInnen ab der 7. Schulstufe basierend auf der geowissenschaftlichen Sammlung inklusive Unterrichtsmaterial zu den Themen Bestandteile von Handies, Rohstoffknappheit und Nachhaltigkeit. Nach einem Test mit 5 Schulklassen im Juni 2011 wurde der Materialkoffer im Rahmen von LehrerInnenworkshops von Oktober bis Dezember 2011 in allen 9 Bundesländern präsentiert. Jede teilnehmende Schule erhält kostenfrei 6 Rohstoffkoffer mit zugehöriger Informationsbroschüre.Objekt – Thema – Meinung
SchülerInnen ab der 5. Schulstufe können ab Herbst 2011 unter dem Titel „Objekt-Thema-Meinung“ die 50 herausragendsten Museumsexponate des NHM mit Hilfe von Forscherbögen unter die Lupe nehmen und durch die Herstellung von Objektbeziehungen eigene Themenpfade durch das Museum legen. Für LehrerInnen werden eine Projektanleitung sowie ausführliche Objektsteckbriefe im Internet zur Verfügung gestellt.Wege des Wissens - Aktuelle Forschung im NHM
SchülerInnen ab der 9. Schulstufe arbeiteten im Rahmen einer fächerübergreifenden Projektwoche im Herbst 2010 mit Museums- und MedienpädagogInnen an der Konzeption und medialen Aufbereitung von Forschungsprojekten des NHM für sogenannte Info-Säulen mit. Die SchülerInnen trafen WissenschafterInnen des Museums, wählten einzelne Forschungsprojekte aus und recherchieren die entsprechenden Informationen. Sie lernten mediale Produktionstechniken kennen und führten Interviews, erstellten Drehbücher und filmten. Das Material wurde zu 12 Kurzbeiträgen geschnitten, die das ganze Jahr 2011 in den Info-Säulen präsentiert werden.MitSPRACHE
Das NHM hat sich die qualitative Verbesserung seines gesamten Vermittlungsangebots für Klassen der 1. bis 8. Schulstufe mit Kindern, für die Deutsch nicht die Erstsprache ist, zur Aufgabe gestellt: Zunächst wurde im Sommer 2010 ein Kriterienkatalog entwickelt, der als Leitfaden für Überarbeitung aller Vermittlungsangebote des NHM im Sinne der besseren Berücksichtigung der sprachlichen Vielfalt dient. Parallel zu dieser inhaltlichen und methodischen Ausweitung wurden fünf mehrsprachig angelegte Vermittlungsprogramme unter anderem mit theaterpädagogischen Elementen neu konzipiert und mit dem Gütesiegel „mitSPRACHE“ gekennzeichnet. 5 Klassen aus finanziell benachteiligten Schulen wurden im Herbst 2010 dazu eingeladen, die Programme zu testen. Sie brachten Erfahrungen und Verbesserungsvorschläge ein und erhielten Museumseintrittskarten für ihre Familien.Vielfalt erfassen. SchülerInnen erkunden lokale Biodiversität
10 Schulklassen ab der 5. Schulstufe untersuchten im Herbst 2010 mit MuseumsmitarbeiterInnen die biologische Vielfalt ihrer Schulumgebung. In zwei Workshops wurden geeignete Untersuchungsflächen gemeinsam ausgewählt, beschrieben, fotografiert und besammelt. Die gefundenen Lebewesen wurden am Standort und in einem dritten Workshop im Museum mit fachkundiger Hilfe bestimmt. Die SchülerInnen besuchten auch die im Museum angestellten WissenschafterInnen an ihrem Arbeitsplatz und bekommen wertvolle Informationen zum deren Berufsbild. Abschließend wurden Boden- und Wasserproben der Untersuchungsflächen unter dem Mikroskop nach „verborgener“ Biodiversität untersucht.
Österreichische Nationalbibliothek
Netguides. Multimediale Reiseführer durch die Österreichische Nationalbibliothek
Die Österreichische Nationalbibliothek erstellt multimediale Reiseführer durch den Prunksaal und das Globenmuseum. 10 Schulklassen recherchieren und erarbeiten ab September 2013 in den Ausstellungsräumen und in der Schule mit Unterstützung eines/r Urheberrechtsexperten/in und eines/r Medienpädagogen/in Textbeiträge, Audio- und Videofiles zu selbst ausgewählten „Reisestationen“. Es entstehen 10 Touren mit den Beiträgen der SchülerInnen, Informationstexten der ÖNB und professionellen Fotos, mit denen LehrerInnen ihren Unterricht für 8 – 14jährige gestalten und einen etwaigen Museumsbesuch vorbereiten können. Für das Online-Angebot wird eine Website konzipiert, die bei einer öffentlichkeitswirksamen Abschlussveranstaltung im Februar 2014 vorgestellt wird.
Wissenswelten
Die ÖNB konzipierte drei Boxen mit Materialien zum Einsatz in Vermittlungsprogrammen mit SchülerInnen von 6 bis 15 Jahren mit sonderpädagogischem Förderbedarf und bietet diese seit Oktober 2011 im Prunksaal, Esperanto- und Globenmuseum an.Wissenswelten / Wissen macht Schule
Die ÖNB entwickelte im Sommer 2010 speziell für BerufsschülerInnen ein Vermittlungsprogramm im Globenmuseum, Papyrusmuseum, Esperantomuseum, im Prunksaal und im Tiefspeicher. Das kulturelle Potenzial der Sammlungen, der Bezug zum Alltag der Jugendlichen und das Thema Berufsfelder/Berufsbilder bieten seit Februar 2011 Anknüpfungspunkte zu den Lehrlingen. Dabei spielt die Schulung von Medien- und Sprachkompetenz eine wichtige Rolle.Wissenswelten
Die spielerische Vermittlung der „Wissenswelten“ ihrer Museumsbestände und -inhalte für die Neue Mittelschule stellte die ÖNB in den Mittelpunkt der Überarbeitung ihres bereits laufenden Pilotprojekts. Die Themen der 10 Konzepte reichen von der Darstellung der Welt und des Kosmos auf Globen und den Orientierungsproblemen auf Hoher See im Globenmuseum über die Vielfalt der Sprachen im Esperantomuseum, die Welt der Bücher im Tiefspeicher, die Geheimnisse des Papyrus im Papyrusmuseum bis zu den verschiedenen Informationsmedien im Prunksaal der ÖNB. Arbeitsblätter, Suchspiele, Sprachspiele und Materialien zum Ansehen und Angreifen unterstützen die Gespräche.
Technisches Museum Wien
Vor- und Nachbereitungsmaterial
zu den bestgebuchten Vermittlungsangeboten des TMWDas TMW produziert bis Juni 2012 Vor- und Nachbereitungsmaterial zum Download zu 12 Vermittlungsangeboten mit Informationen über die Inhalte der Führung, Vorschlägen zu themenbezogenen Experimenten und einem Index mit relevanten Schlagwörtern (Zielgruppe SchülerInnen mit DaZ).
Modern Times
Das TMW entwickelte in einem Pilotprojekt mit 3 Berufsschulklassen der BS Mollardgasse/Informationstechnik ein Vermittlungsprogramm mit Berufs- und berufsbildenden Schulen für die Ausstellung „In Arbeit“: In Workshops wurden im TMW, am Arbeitsplatz der SchülerInnen und in Medienstudios von August 2011 bis Februar 2012 Audio- und Video-Beiträge für TV und die Ausstellung „In Arbeit“ produziert und im Rahmen einer Abschlussveranstaltung präsentiert. Die Ergebnisse der Workshops fließen in die Erarbeitung eines Vermittlungsprogramms mit Berufs- und berufsbildenden Schulen ein.Rätselrallye-Generator für das Schulportal der neuen Website des TMW
Das TMW entwickelte einen Rätselrallye-Generator für sein neues Schulportal auf www.technischesmuseum.at. LehrerInnen können aus einem Pool von ca. 640 Fragen und Aufgaben eine individuelle Tour ohne Begleitung durch eine Kulturvermittlerin/einen Kulturvermittler für den Lehrausgang mit ihrer Klasse von der 1. bis zur 8. Schulstufe zusammenstellen können. Das Material ist illustriert und grafisch aufbereitet und mit Bereichsplänen ergänzt. Zwei Partnerschulen, die Volksschule Leystraße, 1200 Wien und die Wiener Mittelschule Roterdstraße, 1160 Wien waren an der Ausarbeitung beteiligt. Im Rahmen einer Pressekonferenz im Jänner 2012 wurde der Rätselrallye-Generator präsentiert und ausprobiert.Hereinspaziert
Mit „Hereinspaziert“ lud das TMW VolksschülerInnen mit Migrationshintergrund in seine Räume ein, um ihre Museumskompetenz zu erweitern. Bestehende Barrieren wurden mit Lehrerinnen für den muttersprachlichen Unterricht, einer Sprachförderlehrerin und einer Erziehungswissenschafterin in 5 Workshops ausfindig gemacht und ein neues Angebot zum Thema „Fliegen“ für Klassen mit vielen Kindern mit nicht deutscher Muttersprache entwickelt. Ein Projektkoffer wurde mit Vor- und Nachbereitungsmaterialien in den Sprachen BKS und Türkisch, Arbeitsanleitungen für das projektorientierte Arbeiten im Gesamtunterricht, Experimenten mit Anleitungen, Anschauungsobjekte aus dem Museum, Material für die Gestaltung einer Ausstellung und Büchern ausgestattet. Zwei Klassen der VS Leystraße, 1200 Wien testeten und evaluierten das Angebot und bereiteten einen Beitrag zum Abschlussfest vor. Die Kurzform der „Pilotenschule“ mit Schwerpunkt DaZ wird ab SS 2011 regulär angeboten, für die lange Projektform wurde für 2011/12 ein Sponsor gefunden.MOVE – Vielfalt schwingt im Einklang
Das Projekt „MOVE – Vielfalt schwingt im Einklang“ des TMW stellte den Begriff „Bewegung“ in den Mittelpunkt der Vermittlungsarbeit mit der Klasse 1B der GTKMS Kinkplatz, 1140 Wien im Sommersemester 2010. Die Ressourcen des TMW sollten für künstlerisch-kreative Prozesse genutzt werden. Technik und Bewegung von Fahrzeugen erfuhren durch die Begleitung eines Tanzpädagogen eine neue Bewertung. Die SchülerInnen fanden zu pantomimischen Ausdrucksformen und konnten ihre Vielfalt kreativ nutzen.
Technisches Museum Wien - Österreichische Mediathek
Unterrichtsmaterialien für den Webauftritt der Österreichischen Mediathek
Die Österreichische Mediathek erstellt Themenpakete zu 15 Themen ihres Online-Angebots (Audio-, Video- und Filmaufnahmen zur Österr. Kulturgeschichte ab 1900) für LehrerInnen und SchülerInnen der Oberstufe. In Zusammenarbeit mit SchülerInnen, LehrerInnen und der Pädagogischen Hochschule Wien werden bis August 2013 Fragenkataloge zur quellenkritischen Kontextualisierung ausgewählter Aufnahmen, Diskussionsthemen zur Förderung der Medienkompetenz und Verweise auf weiterführendes Material aufbereitet und bis November 2013 in den Webauftritt eingebunden. Nach der Evaluierung durch SchülerInnen und ExpertInnen wird das überarbeitete Angebot im Dezember 2013 im Bildungsbereich beworben.
Kunsthistorisches Museum & Technisches Museum Wien
Die Mobilitätsexplosion. Von der Postkutsche zum Individualverkehr. Eine Zeitreise
Das Kunsthistorische Museum und das Technische Museum Wien entwickeln in Kooperation ein Vermittlungsangebot zum Thema Mobilität primär für Unterstufen-Schulklassen, die ab April 2013 Wien im Rahmen der „Wien-Aktion“ besuchen: Während in der Wagenburg 200 Jahre Mobilitätsgeschichte der Habsburger ausgestellt sind, wird im Technischen Museum die Entwicklung zur Massenmobilität nachvollziehbar. In der Pause wechselt die Schulklasse vom einen zum anderen Ausstellungsort und reflektiert die aktuelle Verkehrssituation in der grünen Oase des Auer-Welsbach-Parks. Gedanken der SchülerInnen zu Mobilität heute und in Zukunft werden auf der Website des Technischen Museums präsentiert.
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