KKA-Interview mit Roman Schanner über Kulturvermittlung im Bereich der Lehrlings-Ausbildung.
Mit kultureller Bildung einen Schritt voraus
Kulturelle Bildung bereichert die Lehrlingsausbildung. Das zeigen die positiven Auswirkungen der Kulturvermittlungsarbeit von KulturKontakt Austria in diesem Feld seit mehr als 20 Jahren – seit 1989 nehmen Lehrlinge aus ganz Österreich in additiv zum dualen Ausbildungssystem angebotenen Projekten Momente kultureller Bildung in Anspruch. Dabei entwickeln sie in der Berufswelt wichtige Schlüsselqualifikationen. Eine aktuelle, praxisorientierte Analyse zur „Kreativität und Innovation in der beruflichen Erstausbildung“ (lege_artis 2009, im Auftrag des BMUKK) zeigt, dass es europaweit keine vergleichbaren Aktivitäten gibt; wie wohl großes Interesse daran. Österreich übernimmt also die Rolle eines Trendsetters…
Die Ausgangsidee, 1989 von „Team Eigenart/Museum“ umgesetzt, war eine simple: den in ihrer Ausbildung oft einzig mit berufsspezifischen, also „nützlichen“ Informationen konfrontierten Lehrlingen einen für sie „fremden“ Ort näherzubringen – das Museum; die positiven Effekte für die Beteiligten dafür umso vielfältiger: Problemlösungen in einem ungewohnten Zusammenhang zu finden, über das Experimentieren eigene Problemlösungen zu finden, oder über kritisches und unorthodoxes Denken die eigenen Kreativität und Kommunikationsfähigkeit zu erleben – alles Kompetenzen, die im Berufsleben gefragt sind, eben Schlüsselqualifikationen. Und diese werden in kultureller Bildung angesprochen - wie Evaluierungen der darauffolgenden, zwanzigjährigen Projektarbeit im Rahmen von „Programm K3 – Kulturvermittlung mit Lehrlingen“, so der aktuelle Titel, in den verschiedensten kulturellen Sparten belegen.
„PROGRAMM K3 – Kulturvermittlung mit Lehrlingen“ wird von KulturKontakt Austria organisiert, vom Bildungsministerium finanziert und ist für die Beteiligten kostenlos. Das Angebot umfasst drei verschiedene Projektmodule:
• das Kurzmodul – vierstündige kommunikationsorientierte Einheiten als kulturelles Bildungsangebot für Berufsschulen oder Großbetriebe mit eigenen Lehrwerkstätten, besonders geeignet für bildungspolitische Schwerpunktaktionen
• das Freizeitmodul – zeitlich flexible (durchschnittlich zwölfstündige), kulturelle Projektangebote für Lehrlinge während der Zeit ihrer Unterbringung in BerufsschülerInnen-Heimen
• das Langmodul – zweieinhalbtägige Workshops in den verschiedensten kulturellen Sparten (Durchführungsdauer im Schnitt 20 Stunden) für Lehrlinge einer Berufsschulklasse; die dafür benötige Zeit wird von allen an der Ausbildung Beteiligten (Schule, Betrieb und Lehrlinge) gemeinsam in Aufteilung zur Verfügung gestellt
Wenn Sie sich über die verschiedenen Möglichkeiten informieren wollen, die Ihnen KulturKontakt Austria in diesem Zusammenhang anbieten kann, dann wenden Sie sich an:
Kontakt:
Mag. Roman Schanner
Berufsbildung, Lehre
Beratungszeiten: Di - Do, 10.00 bis 16.00 Uhr
t +43 1 523 87 65-37
f +43 1 523 87 65-29
roman.schanner@kulturkontakt.or.at
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